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Selb

Mehr Kurzzeitpflegeplätze nötig

Das fordert Seniorenbeauftragter Scharnagl. Er bittet beim Stammtisch der CSU um Unterstützung für einen Pflegestützpunkt.



Eine Diskussion über Situation und Zukunft der Seniorenarbeit führte der CSU-Stammtisch mit dem Seniorenbeauftragten des Landkreises Wunsiedel, Konrad Scharnagl (rechts). Foto: pr.
Eine Diskussion über Situation und Zukunft der Seniorenarbeit führte der CSU-Stammtisch mit dem Seniorenbeauftragten des Landkreises Wunsiedel, Konrad Scharnagl (rechts). Foto: pr.  

Selb - "Ein besonders drängendes Problem sind die nicht ausreichend vorhandenen Kurzzeitpflegeplätze." Das unterstrich Konrad Scharnagl, der neue Seniorenbeauftragte des Landkreises Wunsiedel, beim jüngsten Monats-Stammtisch der CSU Selb. Gerade alleinstehende Menschen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, könnten oft nicht sofort wieder in ihre Wohnung zurück, sondern müssten für einige Zeit betreut werden. Ab dem laufenden Jahr könne jeder neu geschaffene Kurzzeitpflegeplatz mit bis zu 60 000 Euro vom Freistaat Bayern gefördert werden, kündigte der Redner an.

Konrad Scharnagl war zu Gast in der Blockhütte auf dem Reuthberg, wo er von CSU-Vorsitzendem Matthias Müller begrüßt wurde. Der bat ihn um einen Situationsbericht sowie um einen Ausblick auf die Seniorenarbeit in der näheren Zukunft. Konrad Scharnagl schilderte zunächst das Spektrum seiner Tätigkeit. Von der vermittelnden Hilfe bei Versicherungsfragen, der Hilfe bei familiären Streitigkeiten über die Organisation von Mobilitätshilfen, Barrierefreiheit und Pflege bis zum altersgerechten Wohnen reiche die Arbeit des Seniorenbeauftragten.

Barrierefreiheit, so der Redner, sei für rund zehn Prozent der Bevölkerung unbedingt notwendig, für weitere 20 Prozent sei sie hilfreich und für alle Menschen sei sie komfortabel. Er forderte ein Förderprogramm für die Schaffung von Barrierefreiheit und langfristig die Ausweisung dieser Aufgabe als Pflichtaufgabe für die Kommunen mit entsprechender Finanzausstattung. Eine seniorengerechte Mobilität erfordere kurze Zugangswege, Niederflur-Busse und nicht unbedingt feste Haltestellen. "Viel besser ist eine flexible Streckenführung, die wohnungsnah genutzt werden kann." Für manche Menschen sei dies Voraussetzung, um überhaupt eigenständig mobil sein zu können.

Den Ärzte-Bus nannte Scharnagl als gutes Beispiel für Mobilitätshilfe und regte an, die für Jugendliche beschlossene Förderung der Stadt Selb bei Busfahrten auch auf die Senio-ren auszuweiten. Senioren, so Scharnagl, wollten im Alter möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben. Dafür seien mitunter Umbauten beispielsweise bei Bad, Dusche oder Treppen notwendig. Für solche Umbauten gebe es Fördermöglichkeiten, über die das Landratsamt gerne berate.

Weitere gut angenommene Initiativen seien ein gemeinsamer Mittagstisch für Senioren oder auch gemeinsame Freizeitgestaltung. Die Kurse zur Smartphone-Nutzung seien geradezu überrannt worden.

Wolfgang Kreil wies darauf hin, dass für Pflegebedürftige mit anerkannter Pflegestufe finanzielle Unterstützung durch Pflegegeld gewährt werde, wenn diese zu Hause betreut würden. Außerdem gebe es ein Landespflege-Geld vom Freistaat Bayern für jeden pflegebedürftigen Menschen ab Pflegestufe 2 sowie einen Steuerfreibetrag.

Einen Wunsch für die Zukunft der Pflege im Landkreis Wunsiedel hatte Konrad Scharnagl schließlich auch noch mitgebracht: Er bat um Unterstützung bei der Schaffung eines Pflegestützpunktes im Landkreis Wunsiedel.

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Veröffentlicht am:
01. 02. 2019
19:10 Uhr

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