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Selb

Mehr Platz im Rosenthal-Werksverkauf

Rund 2500 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsfläche plant das Unternehmen in seinen Gebäuden. Der Bauausschuss gibt grünes Licht für den Vorbescheid.



Mehr Fläche und mehr Geschäfte: Die Rosenthal GmbH will sein Outlet um 2500 Quadratmeter erweitern.	Foto: Uwe von Dorn
Mehr Fläche und mehr Geschäfte: Die Rosenthal GmbH will sein Outlet um 2500 Quadratmeter erweitern. Foto: Uwe von Dorn  

Selb - Selb mausert sich immer mehr zur Outlet-Stadt. So sollen jetzt auch die Verkaufsflächen im Werksverkauf bei Rosenthal am Philip-Rosenthal-Platz 1 erweitert werden. In einem Vorbescheid haben die Mitglieder des Selber Bauausschusses diesem Vorhaben einhellig zugestimmt.

Die Rosenthal GmbH möchte in dem bestehenden Gebäude Räume umwidmen lassen und die Verkaufsfläche um 2500 Quadratmeter erweitern. Im Zuge dieser Erweiterung sollen auch Stellplätze auf dem gegenüberliegenden Parkplatz geschaffen werden.

Geplant ist, dass die bisherigen Eventräume im Erdgeschoss sowie das Café im ersten Obergeschoss für den Verkauf genutzt werden. Weitere Läden sollen im zweiten Obergeschoss im Anschluss an die vorhandenen Verkaufsräume entstehen. Das komplette dritte Obergeschoss soll in eine Ladenzeile umgewandelt werden. Hier soll künftig auch die Gastronomie untergebracht werden.

Damit gibt es im Erdgeschoss zusätzlich 970 Quadratmeter, im ersten Stock 250 Quadratmeter, im zweiten Stock 750 Quadratmeter und im dritten Obergeschoss 940 Quadratmeter. Abzüglich der Büros, Lager- und Sozialräume bleiben 2500 Quadratmeter reine Verkaufsfläche.

Noch keine detaillierten Angaben gibt es über die künftigen Nutzer, heißt es in dem Antrag. Nach den Vorstellungen des Unternehmens aber gehe man - einschließlich des bereits betriebenen "No Basics" - von folgendem Sortiment aus: 1875 Quadratmeter für Bekleidung und Wäsche, 500 Quadratmeter für Schuhe und Lederwaren sowie 1000 Quadratmeter für "Sonstiges": Gesundheits- und Parfümeriewaren, Körperpflege, Heimtextilien, Spielwaren, Glas/Porzellan/ Keramik, Hausrat, Elektrogeräte, Uhren und Schmuck.

Mit eingereicht hatte Rosenthal ein Gutachten der Cima Beratung und Management GmbH Leipzig, das sich zur städtebaulichen Verträglichkeit der Pläne äußert. Allerdings könne die genaue Belegung erst nach einem Vorentscheid konkretisiert werden.

Insgesamt kommt das Gutachten zu dem Schluss, dass sich die Nutzung, aber auch die so genutzten Gebäude gut in die Umgebung einfügen, das Ortsbild nicht beeinträchtigt werde. Schädliche Auswirkungen auf bestehende Geschäfte in der Kommune oder anderen Städten und Gemeinden seien nicht zu befürchten.

Das Gutachten der Cima befindet weiter: "Hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung handelt es sich um einen großflächigen Einzelhandel, genau genommen um die Erweiterung eines bereits vorhandenen großflächigen Einzelhandels, der städtebaulich keine negativen Auswirkungen bewirkt hat. Auch diesbezüglich kann davon ausgegangen werden, dass sich das Vorhaben in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt."

Entscheidend aber sei der Schluss, dass es keine schädlichen Auswirkungen auf andere Bereiche oder Kommunen habe. Allerdings wird empfohlen, die Fläche für die Sortimente "Heimtextilien" und "Spielwaren" deutlich zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten. Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten unter Vorsitz von zweiter Bürgermeisterin Dorothea Schmid dem Vorentscheid einhellig zu.

Keine Einwände gab es gegen den Neubau eines privaten Keramik-Atelier-Gebäudes "Am Voitsberg" in Längenau. Der Antragsteller will das Gebäude rein privat für sein Hobby nutzen. Die Nutzung ist in einem reinen Wohngebiet zulässig. Der Bauausschuss stimmte auch einigen notwendigen Befreiungen zu. Es fehlen noch die Nachbarunterschriften.

Die Firma ITW EF & C Selb plant das Aufstellen zweier Vorratssilos für Kunststoffgranulat an ihrem Standort Am Schreinersteich 4 in Selb. Der Bauausschuss stimmte grundsätzlich zu.

Bereits auf dem Verwaltungsweg hat die Bauverwaltung zwei Vorhaben genehmigt: den Bau eines Pferdestalls auf dem Anwesen Lauterbach 28 in Selb und den Bau eines Güllebehälters in Mittelweißenbach 15.

In der Fragestunde erkundigte sich Stadtrat Roland Schneider (CSU/FWS), ob das Bauamt bei Rohrverlegungen auch die ordentliche Ausführung der Arbeiten kontrolliere. Bauamtsleiter Helmut Resch erwiderte, dass Bauarbeiten vom Ordnungsamt an das Bauamt gemeldet werden. Natürlich könne man nur stichprobenweise kontrollieren. Das Risiko für eine nicht sachgemäß ausgeführte Arbeit aber trage immer die ausführende Firma.

Autor

Herbert Scharf
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
11. 05. 2018
17:34 Uhr

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