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Selb

Netzsch will Logistikhalle bauen

Der Bauausschuss sagt ja zu den Plänen des Selber Unternehmens. Allerdings machen sich Anwohner Sorgen wegen einer möglichen Lärmbelastung.



Selb - Die Selber Firma Netzsch hat dem Bauausschuss Pläne für den Bau einer neuen Logistikhalle auf ihrem Gelände an der Breslauer Straße 2 vorgelegt. Die Halle soll 36 mal 90 Meter groß und einstöckig werden. Rund 85 Prozent der Halle sollen für lagerlogistische Arbeiten genutzt werden. Die restliche Fläche ist für Montage, Verpackung und die Warenausgabe vorgesehen. Auch Büros sind geplant.

Anfragen

Bereits auf dem Verwaltungsweg wurde der Bau eines Gebäudes für firmeneigene Veranstaltungen auf dem Grundstück 2096/1 in Selb genehmigt. Ebenso der Umbau und die Umnutzung eines Getreidelagers zur Erweiterung des bestehenden Wohnhauses mit einer Einliegerwohnung in Steinselb 14. Genehmigt ist auch eine Erweiterung des Warensortiments um Eisenwaren, Gartenwerkzeuge, Handwerkzeuge, Malerzubehör und Werkzeugzubehör in der Bahnhofstraße 51 in Selb.

Zur Anfrage von Erwin Benker in einer vorhergegangenen Sitzung über den Zustand eines Fußweges an der Längenauer Straße informiert die Verwaltung, dass der Fußweg zum großen Teil auf privatem Gelände liege. Stadtrat Kirschneck hatte sich nach einem Überweg an der Hofer Straße erkundigt. Hier sind die Instandsetzungsarbeiten bereits begonnen worden.


Vorgesehen ist ein Einschichtbetrieb zwischen 6.45 und 17 Uhr, heißt es in den Genehmigungsunterlagen, die Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und Bauamtsleiter Helmut Resch vorlegten. Gerechnet wird mit einem Verkehr von maximal zehn Lastwagen sowie 25 Paketdiensten pro Tag. Die Firma möchte nun einen Vorentscheid über das Vorhaben.

Im Vorfeld wurden bereits die Immissionsschutzbehörde und die Untere Naturschutzbehörde beteiligt. Die Halle liegt in einem als Gewerbegebiet ausgewiesenem Gelände. Im Westen grenzt es an ein Mischgebiet, im Norden an ein Wohngebiet und im Südosten an Biotope. Geringe Abweichungen seien städtebaulich vertretbar, erklärt die Verwaltung dazu. Das gelte auch für die geringfügige Überschreitung der Traufhöhe mit 571 Meter über Null. Der Bebauungsplan sieht 568 Meter vor.

Die Immissionsschutzbehörde hatte keine Bedenken gegen die Pläne, wenn die üblichen Auflagen zum Schutz der Nachbarn eingehalten werden. Auch die Untere Naturschutzbehörde stimmte zu. Die Mitglieder des Bauausschusses schlossen sich deshalb der Beurteilung der Verwaltung an, dass das Vorhaben der Firma planungsrechtlich zulässig sei.

Einspruch wollten einige Nachbarn erheben, die zur öffentlichen Sitzung gekommen waren. Ihnen sagte der Oberbürgermeister ein Gespräch über den Lärmschutz zu. Rein rechtlich aber sei an dem Bebauungsplan nichts auszusetzen, sagte Pötzsch. Er unterstrich, dass die Genehmigung erst rechtswirksam sei, wenn alle geforderten Schutzmaßnahmen wie ein lärmdämmendes Einfahrtstor erfüllt seien.

Keine Einwände gab es gegen den Antrag eines Oberweißenbachers, zur privaten Pferdehaltung in Oberweißenbach einen Weidezaun zu bauen. Der Mann will bei seinem Wohnhaus in Oberweißenbach 77 zwei Pferde halten. Wenn die Untere Naturschutzbehörde, das Amt für Landwirtschaft und das Wasserwirtschaftsamt zustimmen, gebe es keine planungsrechtlichen Hindernisse, befand der Bauausschuss.

Ein Getränkelager in Erkersreuth will ein ortsansässiger Betrieb für Blechbearbeitung und Lagerhaltung nutzen. Wegen eines unaufschiebbaren Mieterwechsels wurde die Arbeit dort schon aufgenommen, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Einige Nachbarn haben sich wegen der Lärmbelästigung gegen die Nutzungsänderung ausgesprochen.

Dazu erklärt der Antragsteller, dass sich die lärmintensiven Arbeiten täglich auf bestenfalls 15 Minuten beliefen. Lastwagen brächten Waren zwei- bis dreimal wöchentlich. Und zur weiteren Reduzierung des Lärms werde das Rolltor durch ein neues, schalldämmendes Tor ersetzt. Deshalb könne davon ausgegangen werden, dass die Immissionswerte zur Wohnbebauung eingehalten werden könnten. Damit sei das Vorhaben planungsrechtlich zulässig.

Positiv beschieden wurde auch die Anfrage eines Antragstellers aus Längenau, der auf der Flurnummer 637/3 der Gemarkung Längenau eine Halle zum Abstellen von Oldtimern bauen will. Die Halle soll 17 mal 15 Meter groß und 3,50 Meter hoch werden und ein Pultdach erhalten. Allerdings muss der Antragsteller die Zufahrt sicherstellen, die über ein privates Gelände erfolgt. Dazu soll sich das Gebäude mit einer Begrünung in die Umgebung einfügen.

Keine Einwände gab es gegen die Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus in Stopfersfurth mit Garage und Flachdach. Da die Erschließung über einen städtischen Grünstreifen verläuft, muss der Antragsteller die Zufahrt auf eigene Kosten herrichten und pflegen. Zulässig ist auch der Bau eines Einfamilienwohnhauses auf der Flächennummer 143 in Lauterbach. Nach einer ersten Voranfrage hat der Antragsteller das Gebäude nach einem Ortstermin mit den beteiligten Behörden aus naturschutz- und planungsrechtlichen Gründen verschoben.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
19:20 Uhr

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Herbert Scharf

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Veröffentlicht am:
13. 02. 2020
19:20 Uhr



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