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Paulus kandidiert als Bürgermeister

Der bisherige Stellvertreter in Hohenberg bewirbt sich bei der kommenden Wahl für das Amt des Stadt- oberhauptes. Er will es ehrenamtlich führen und so die Stadtkasse entlasten.



Will bei der Kommunalwahl ehrenamtlicher erster Bürgermeister in Hohenberg werden: der amtierende stellvertretende Bürgermeister Christian Paulus (CSU). Foto: Herbert Scharf
Will bei der Kommunalwahl ehrenamtlicher erster Bürgermeister in Hohenberg werden: der amtierende stellvertretende Bürgermeister Christian Paulus (CSU). Foto: Herbert Scharf  

Hohenberg - Paukenschlag bei der Jahreshauptversammlung der Hohenberger CSU: Fraktionsvorsitzender Peter Fischer kündigte in der Sitzung an, dass die Hohenberger CSU bei der Kommunalwahl im Jahr 2020 mit dem bisherigen zweiten Bürgermeister Christian Paulus einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken will.

Der neue Vorstand

Die Wahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Werner Göhlert, seine Stellvertreter sind Andreas Übler, Erich Neumann und Ralf Rehmann. Zum Schatzmeister wurde Dominik Herzog, zur Schriftführerin Regina Wottka gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Christian Paulus, Jürgen Lipsky, Heinz Wottka und Ingrid Göhlert. Kassenprüfer sind Hans Rummel und Armin Zeitler. Kreis-Delegierte sind Jürgen Lipsky und Ralf Rehmann, Ersatzleute Armin Zeitler und Erich Neumann.


Gemeinsam begründeten Fischer und Paulus die Kandidatur. Die Bewerbung von Paulus wäre ein erheblicher Beitrag zum Sparen in der kleinen Stadt, die unter Finanzaufsicht stehe. Die Kommune müsse bei Investitionen und Maßnahmen auf jeden Cent schauen, spare sich fast zu Tode, gönne sich aber einen hauptamtlichen Bürgermeister, der die Kommune rund 50 000 Euro mehr im Jahr koste als ein ehrenamtlicher. Das summiere sich in einer Legislaturperiode auf fast 300 000 Euro. Dieses Amt aber könne durchaus auch ehrenamtlich ausgeübt werden. Paulus sei als selbstständiger Landwirt, der sich seine Zeit selbst einteilen könne, für diese Aufgabe prädestiniert, sagte der Fraktionsvorsitzende.

Fischer kündigte an, das Thema per Antrag in einer der nächsten Stadtratssitzungen einzubringen. Auch werde es natürlich noch eine Nominierungsversammlung der CSU geben. Der Hohenberger Bürgermeister ist seit dem Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2014 hauptamtlich beschäftigt.

Zu Beginn der Sitzung hatte Vorsitzender Werner Göhlert den Landtagsabgeordneten Martin Schöffel, den Vorsitzenden der Seniorenunion Heinz Brucker und den Landratskandidaten Peter Berek aus Bad Alexandersbad begrüßt.

In seinem Bericht über das vergangene Jahr freute sich Göhlert über zwei neue Mitglieder. Die CSU habe sich im vergangenen Jahr rege an dem Leben in der Kommune beteiligt, sagte er und verwies auf einen eigenen Stand beim Karolinenfest und bei der Sommerlounge. Erlöst wurden dabei 1383 Euro. Für 2019 kündigte Göhlert die Spende von zwei Mitfahrbänken für Hohenberg an.

Fraktionsvorsitzender Fischer bedankte sich beim Vorsitzenden für dessen Engagement. Dass die CSU Hohenberg bei der vergangenen Kommunalwahl als einziger Ortsverband in Bayern an Stimmen zugenommen habe, nämlich plus vier Prozent, sei nicht zuletzt Göhlerts Verdienst.

Anschließend berichtete der zweite Bürgermeister Paulus aus der Arbeit im Stadtrat. Im Zuge des kommunalen Investitionsprogramms seien in Hohenberg die Turnhalle restauriert und die Duschen und das WC am Wiesenfestplatz behindertengerecht ausgebaut worden. Auch in der Burg geschehe einiges.

Die Städtebauförderung habe nun auch erste Privatpersonen dazu bewogen, in ihre Häuser zu investieren.

Nicht gespart werde im Stadtrat an der Ausstattung der Feuerwehr. Die Sicherheit der Bevölkerung, aber auch die Motivation der Feuerwehrmänner müsse einem das wert sein, sagte Paulus. Mit einer Spende von 600 Euro habe die CSU das unterstrichen. Nach wie vor sei die Stadt in der Konsolidierung. Da müsse man aber aufpassen, dass man sich nicht kaputtspare.

Kritik äußerte Paulus an Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Es sei schade, dass ein Bürgermeister einen einstimmigen Beschluss des Stadtrats in Bezug auf die Burg-Freilegung nicht in letzter Konsequenz ausführe, sagte er. Eine "Katastrophe" nannte der zweite Bürgermeister die Parksituation in der Schulstraße. Paulus freute sich, dass es dank der Initiative von Katharina Hupfer gelungen sei, den Euroherz-Kinosommer für das Jahr 2020 nach Hohenberg zu holen. Weiter kündigte er für das Baugebiet am Steinberg eine Blumenwiese an.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel erinnerte an die vergangene Kommunalwahl, bei der die Hohenberger CSU über vier Prozent zugelegt habe. Das sei eine Folge der guten Arbeit im Ortsverband und im Stadtrat. Die Idee einer Großen Landstadt von Professor Matthias Popp sei "eine Schnapsidee und bürgerfern", sagte Schöffel. Alleine bei der Verwaltung ergäbe das unzumutbar weite Wege. Zum Artenschutz-Volksbegehren unterstrich der Landtagsabgeordnete, dass etwas geschehen müsse. Das sollte aber nicht gegen die Landwirtschaft gerichtet sein. Er verspreche sich deshalb viel von dem von Ministerpräsident Markus Söder einberufenen Runden Tisch.

Peter Berek begründete vor den Mitgliedern seinen Entschluss, als Landrat zu kandidieren. Er wisse, dass er als Nachfolger von Dr. Karl Döhler in große Fußstapfen trete. Mit seiner Arbeit in Bad Alexandersbad aber habe er gezeigt, dass man mit Engagement und Ideen viel bewegen könne.

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Herbert Scharf
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Veröffentlicht am:
07. 03. 2019
16:36 Uhr

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07. 03. 2019
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