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Ursula Tuscher will ins Rathaus

Die CSU fordert mehr Tatkraft in der Schön- walder Kommunalpolitik. Bei Projekten und selbst bei Bagatellen hake es bei der Umsetzung.



Motiviert starten die 16 CSU-Stadtratskandidatinnen und -kandidaten sowie die Ersatzleute mit Bürgermeisterkandidatin Ursula Tuscher (vorne, Vierte von links) in den Wahlkampf um das Schönwalder Rathaus. Foto: Jürgen Henkel
Motiviert starten die 16 CSU-Stadtratskandidatinnen und -kandidaten sowie die Ersatzleute mit Bürgermeisterkandidatin Ursula Tuscher (vorne, Vierte von links) in den Wahlkampf um das Schönwalder Rathaus. Foto: Jürgen Henkel  

Schönwald - Die CSU Schönwald fordert "Taten statt Warten in der Kommunalpolitik vor Ort". Einstimmig haben 26 Parteimitglieder am Dienstag die Rechtsanwältin, CSU-Orts- und Fraktionsvorsitzende Ursula Tuscher zum zweiten Mal nach 2014 als Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Schönwald nominiert. Zugleich bestimmte die CSU ihre Kandidatenliste für den Stadtrat. Noch einmal so viele Bürgerinnen und Bürger wie Kandidaten waren gekommen, um die Nominierungen mitzuerleben, die vom Landratskandidaten der CSU, Peter Berek, geleitet wurden.

Die Stadtrats-Kandidaten

1: Ursula Tuscher, 58 Jahre, Rechtsanwältin, Stadt- und Kreisrätin

2: Christian Herold, parteilos, 34, Lehrer für berufliche Schulen

3: Fabienne Mauricio, 25, Industriekauffrau

4: Jörg Wondra, 36, Einzelhandelskaufmann, Stadtrat

5 Jörg Landgraf: 50, Industriemechaniker, Stadtrat

6: Andrea Veit, 58, Architektin, Stadträtin

7: Jochen Gassenmeyer, 50, Reiseverkehrskaufmann

8: Stefan Magdt, parteilos, 50,

Feinwerkmechanikermeister, Geschäftsführer der Firma Kama

9: Bastian Winkler, 24, Student

10: Frank Hübner, parteilos, 29, selbstständiger Dienstleister

11: Werner Eisert, 59, Finanzbeamter

12: Joachim Bauer, 57, Maler- und Lackierermeister/techn. Bauberater

13: Bastian Burghardt, parteilos, 43, Gymnasiallehrer

14: Reimer Otmar, 62, medizinisch-technischer Radiologieassistent,

15: Norbert Kärner, 57, Gas- und Wasserinstallateurmeister, Geschäftsführer der Firma Korlek & Kärner

16: Robert Frenzl, 70, Bürgermeister a. D. Stadt- und Kreisrat. J. H.

 

"Ursula Tuscher packt an bei Aktionen und allen Aufgabenstellungen. Und das mit Ideen, Vorschlägen und Engagement. Wenn sie etwas für richtig hält, hört sie nicht auf, dafür zu werben und zu kämpfen. Trotz ihrer Zielstrebigkeit ist sie dabei immer offen für Vorschläge anderer und zeigt sich kompromissbereit. Sie arbeitet gerne im Team, scheut sich aber auch nicht, die Leitung zu übernehmen. Sie setzt sich für Schönwald mit Tatkraft und Leidenschaft ein. Das ist es, was Schönwald wieder braucht." Mit diesen Worten empfahl die Stadträtin und stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Andrea Veit die Kommunalpolitikerin der Versammlung als Kandidatin für den Rathaus-Chefsessel.

 

Tuscher gehört seit 18 Jahren dem Stadtrat an und ist seit zwölf Jahren Fraktionsvorsitzende. Sie ist CSU-Ortsvorsitzende, stellvertretende Kreisvorsitzende und sitzt als Kreisrätin im Kreistag. "Sie hat ein hervorragendes überörtliches Netzwerk. Ihre Meinung und Positionierung werden in allen Gremien geschätzt", sagte Veit.

Ursula Tuscher selbst gab in ihrer Rede einige konkrete Ziele und Vorstellungen für die Kommunalpolitik in Schönwald vor und begründete ihre neuerliche Kandidatur um das Bürgermeisteramt. Vor allem vermisse sie tatkräftiges Handeln im Rathaus. "Das Klima und die Zusammenarbeit im Stadtrat sind sehr gut. Wir als CSU konnten viele Ideen einbringen und vieles bewegen, aber aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht alles durchsetzen. Die Verwaltung hat sich aber zu viel mit sich selbst beschäftigt. Es gab einen regen Wechsel und Umstrukturierungen beim Personal. Nach außen hat sich wenig getan. Projekte wie auch Bagatellen bleiben liegen."

Die CSU-Bürgermeisterkandidatin nannte konkrete Beispiele. "Auf Initiative des Seniorenbeirats wurden vor eineinhalb Jahren schon kleine Transportwagen für den Friedhof gekauft, damit ältere Leute Pflanzen leichter zu den Gräbern bringen können. Diese stehen auf dem Friedhof heute noch nicht zur Verfügung. Wenn wir im Stadtrat nachfragen, heißt es, da müsse erst geteert werden. Und es geschieht nichts. Genauso ist es beim umgefahrenen Masten vor der Diska. Das sind nur Bagatellen, aber so etwas nervt. Und es bleiben auch wichtigere Dinge auf der Strecke."

Die Entwicklung der Ortsmitte, der Lebensqualität und des Ortsbildes ist der CSU-Bürgermeisterkandidatin ein wichtiges Anliegen. "Wir brauchen eine Sanierung der städtischen Wohnhäuser. Das bringt Kosten mit sich, aber man darf Dinge nicht immer nur anzetteln und dann nicht vollenden. Wir brauchen dringend Impulse für die Städtebauförderung. Da basteln wir immer noch in den Anfängen herum. Gleiches gilt für die Straßen- und Kanalsanierung. Unsere Ortsmitte muss attraktiver werden. Das ist die Visitenkarte unserer Stadt. Wir brauchen auch in absehbarer Zeit ein neues Wohnbaugebiet, um als Stadt attraktiv zu bleiben."

Im Vergleich schneide Schönwald derzeit zu schlecht ab, glaubt Ursula Tuscher. "Der Landkreis und andere Städte entwickeln sich stetig aufwärts. Schönwald stagniert und tritt auf der Stelle. Viele Dinge dümpeln vor sich hin. Und in die Schule regnet es seit Jahren rein. Auch bei solchen Themen muss endlich gehandelt werden."

Der Schuldenstand der Stadt sei Ende 2018 auch dank der Stabilisierungshilfen der Staatsregierung auf rund drei Millionen Euro gesunken. Bei der Restsumme handle es sich um ältere Verbindlichkeiten wie etwa aus dem Bau der Schule. Tuscher forderte ein Umdenken: "Hier müssen die Chancen der Stabilisierungshilfen besser genutzt werden. Die gibt es mittlerweile nicht nur zur Schuldentilgung, sondern auch für Investitionen. Es braucht hier mehr Ideen und Konzepte."

Der CSU-Bürgermeisterkandidatin schwebt eine umweltbewusste und nachhaltige Entwicklung vor. "Wenn wir Ernst machen mit dem Kampf gegen den Klimawandel, dann sollten wir Bäume anpflanzen, wo es nur möglich ist. Warum ist das etwa in Brunn nicht schon längst geschehen? Und wir brauchen Grünanlagen und Blühwiesen, auch wenn diese in Pflege und Unterhalt aufwendiger sind als geteerte Flächen. Wir brauchen nicht für das Klima zu demonstrieren, wenn wir nicht einmal im Kleinen bereit sind zu handeln."

CSU-Landratskandidat Peter Berek brach in seinem Grußwort eine Lanze für die Kommunalpolitik und die kommunale Verwaltung: "Hier werden die Gesetze und die Lebenswirklichkeit der Menschen zusammengebracht." Auch in der Kommunalpolitik brauche es große Ziele wie einen "energieautark gestalteten Landkreis" und eine "Exzellenzstrategie" für den Landkreis. "Wir brauchen ein Image, das ausstrahlt", sagte Berek.

Die an dem Abend erstellte Stadtratsliste umfasst 16 Kandidatinnen und Kandidaten und wird von Ursula Tuscher angeführt. Die jüngsten Bewerber sind Fabienne Mauricio und Bastian Winkler mit 25 und 24 Jahren. Der "Nestor" der Liste ist der frühere Bürgermeister Robert Frenzl im Alter von 70 Jahren.

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Jürgen Henkel
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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Jürgen Henkel

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
00:00 Uhr



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