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Selb

Waidmänner warnen vor Schweinepest

Die Jagdpächter erfüllen in Längenau-Buchwald ihr Soll. Aber: Die Zahl der geschossenen Wild- schweine geht zurück.



Längenau - Die Jagdpächter Andreas Künzel und Siegfried Goldschald haben 2018 ihr Abschuss-Soll erfüllt. Davon berichteten sie während der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Längenau-Buchwald im Gasthof Voit in Längenau.

Andreas Künzel teilte mit, dass sich sein Rehwildabschuss in den vergangenen drei Jahren von 43 auf 48 Tiere erhöht habe. 2018 erlegte er 15 Rehe, davon seien vier Tiere im Straßenverkehr getötet worden. Wildschweine habe er im vergangenen Jahr acht erlegt. Mit den Worten: "Sie waren im Winter einfach verschwunden", begründete Künzel den relativ geringen Abschuss. Weiterhin erlegte er 15 Füchse, fünf Dachse und einen Feldhasen, ferner 54 Stockenten, 13 Ringeltauben, 14 Krähen, neun Eichelhäher, sechs Graureiher und vier Elstern. Künzel geht davon aus, dass mit dem Mais auch das Schwarzwild zurückkommen wird. "15 Prozent Mais in der Fläche locken sie sicher an", sagte er und bat die Landwirte darum, weiterhin miteinander zu arbeiten. Bei seinem Nachbarjäger bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit. Auch Siegfried Goldschald hat mit 14 erlegten Rehen sein Soll 2018 erfüllt. Die geforderte Abschusserhöhung um zehn Prozent bedeute für ihn ein Reh mehr im Jahr. Das sei angesichts des sich erholenden Rehwildbestandes in Buchwald machbar. Goldschald erlegte ferner 24 Wildschweine sowie einen kapitalen Hirsch mit 124 Kilogramm. Er freute sich über den Rotwildbestand in seinem Revier und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Staatsforst. Weiterhin hat er 22 Enten, vier Füchse und einen Reiher geschossen.

Gerhard Ploß, Vorsitzender der Jagdgenossen, betonte, dass man mit der Arbeit der beiden Jagdpächter sehr zufrieden sei. Er berichtete von einer Ausschusssitzung im abgelaufenen Jahr und sagte, dass aufgrund des Verbissgutachtens des Landratsamtes der Rehwildabschuss zwingend um zehn Prozent angehoben worden sei. Zur Schweinepest berichtete Ploß, dass das Thema im Nachbarland Tschechien als abgehakt gelte, während die Krankheit in Polen und auf dem Balkan weiterhin wüte. Experten, so Ploß, seien der Ansicht, es sei nur eine Frage der Zeit, ehe der erste Fall auch in Deutschland auftrete. "Wenn sie ausbricht, hat das massive Auswirkungen auch auf die Landwirtschaft", so Ploß, denn dann gelte in einem großen Umkreis ein absolutes Ernteverbot. Zu den Wölfen ergänzte der Vorsitzende, dass inzwischen eine Abschussplanung in Deutschland im Gespräch sei. Auch verlas er eine Stellungnahme eines Jägers aus Brandenburg, wonach durch die Wölfe die Wildschadensfälle explodiert seien.

Nach dem Kassenbericht zahlte Kassier Gustav Schlott das Pachtgeld an die Jagdgenossen aus. Im vergangenen Jahr war der Betrag pro Hektar Jagdfläche niedriger angesetzt worden, um Rücklagen zu bilden, sollte die Schweinepest ausbrechen.

Abschließend bestimmten die Jagdgenossen Günther Ploß zum Datenschutzbeauftragten und diskutierten das zunehmende Problem mit den sogenannten Nilgänsen, die andernorts bereits zweitweise zum Abschuss freigegeben wurden, sowie die gravierenden Biberschäden.

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Gisela König

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Veröffentlicht am:
13. 05. 2019
19:22 Uhr

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13. 05. 2019
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