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Selb

Zusammenarbeit kennt keine Grenzen

Das Amt für Ländliche Entwicklung lobt in seiner Jahresbilanz die Partner aus den Kommunen. Knapp sechs Millionen Euro fließen in die Landkreise Hof und Wunsiedel.



Stolz auf die Bilanzen bei der Förderungen des ländlichen Raumes zeigten sich beim Treffen in Schönwald (von links) der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham, Landrat Dr. Karl Döhler, Lothar Winkler und Anton Hepple vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär und Gastgeber Klaus Jaschke, Bürgermeister von Schönwald. Foto: Wolfgang Neidhardt
Stolz auf die Bilanzen bei der Förderungen des ländlichen Raumes zeigten sich beim Treffen in Schönwald (von links) der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham, Landrat Dr. Karl Döhler, Lothar Winkler und Anton Hepple vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken, der Hofer Landrat Dr. Oliver Bär und Gastgeber Klaus Jaschke, Bürgermeister von Schönwald. Foto: Wolfgang Neidhardt  

Schönwald - "Da geht die Post ab!" - Dieses Lob spricht Anton Hepple wohl nicht täglich aus. Doch für die Landkreise Hof und Wunsiedel kommt dieser Satz aus offenem Herzen. Der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung in Oberfranken legte für das Jahr 2018 eine Erfolgsbilanz vor. Kaum irgendwo sei die Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Landkreis so konstruktiv wie in Oberfrankens Nordosten. Wie unkompliziert der Umgang ist, betonte Hepple mit den Worten: "Hier gelten das gesprochene Wort und der Handschlag."

Im vergangenen Jahr hat das Amt in Oberfranken über 15,6 Millionen an Förderungen ausgegeben, die ihm der Freistaat Bayern "großzügig zur Verfügung gestellt hatte", wie der Leiter des Amtes betonte. Die Investitionen im Bezirk beliefen sich auf 29 Millionen Euro. Davon entfallen 2,2 Millionen auf den Landkreise Hof und 3,6 Millionen auf den Landkreis Wunsiedel. 75 Prozent der Gesamtsumme stellte das Amt als Fördermittel zur Verfügung. Im Landkreis Hof laufen derzeit 65, im Landkreis Wunsiedel 40 Projekte, vor allem Dorferneuerungen. "Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht fertig", unterstrich der Behördenchef.

Eine Besonderheit im hiesigen Raum sei die reibungslose Zusammenarbeit über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg, betonte Anton Hepple: "Anderswo reden wir uns den Mund fusselig und bleiben oft an Gemarkungsgrenzen hängen. Hier aber ist das eine Wucht, wie alle zusammenhelfen." Nicht zufällig hatten die Gäste Schönwald als Ort der Vorlage ihrer Jahresbilanz ausgewählt. Denn beim Perlenradweg und der Entwicklung des Dreiländerecks würde die "interkommunale Achse" an den Landkreisgrenzen vorbildlich kooperieren. Dies betonte der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham.

Einen großen Beitrag zur Entwicklung leisten nach den Worten von Hepples Kollegen Lothar Winkler die beiden Landräte Dr. Karl Döhler und Dr. Oliver Bär, die er als "Erfinder der Förderoffensive Nordostbayern" bezeichnete. Hierbei werden mit 90-prozentigen Förderungen Gemeinden unter 2000 Einwohnern dabei unterstützt, Leerstände zu beseitigen sowie Abrisse, Sanierungen sowie Neubauten zu fördern. Anton Hepple gab zu, dass er den Sanierungsbedarf für Dörfer stark unterschätzt habe: "Viel öfter, als ich gedacht hatte, hilft nur eines: Weg und neu aufbauen!" Für dieses Programm gingen 6,6 Millionen Euro in den Landkreis Hof und 2,2 Millionen Euro in den Landkreis Wunsiedel.

Bürgermeister Klaus Jaschke aus Schönwald hob den Reiz hervor, landkreisübergreifend zu arbeiten: "Man wächst noch enger zusammen." Gerade dabei genössen alle die Unterstützung der Behörde aus Bamberg, nicht zuletzt bei dem in Bau befindlichen Perlenradweg. "Anlagen wie diese schaffen wir nicht nur für Touristen, sondern auch unsere Bürger, die gerne und viel mit dem Fahrrad unterwegs sind." Landrat Dr. Karl Döhler pflichtete ihm bei: "Wir haben noch viel vor."

Schwerpunkte im Landkreis Wunsiedel sind Bad Alexandersbad und Thiersheim. Im Kurort vor den Toren der Kreisstadt liege die Arbeit an dem "toll gewordenen" zentralen Platz in den letzten Zügen, betonte Anton Hepple. Zu den bisherigen 2,2 Millionen, die sein Amt dafür zur Verfügung gestellt habe, werde sicher noch eine stattliche Summe kommen, etwa für die Sanierung der Markgrafenstraße oder des Weges zum Waldbad.

Vor einer "schwierigen Aufgabe" seien die Planer auf der schrägen Ebene im Zentrum von Thiersheim gestanden, berichtete Hepples Kollege Lothar Winkler. Bei der derzeit laufenden Sanierung müsse "die Neigung herausgenommen werden". Bereits im Bau seien die Straßen, die zum Marktplatz führten. Dafür steuerte das Amt bereits 1,5 Millionen bei und plant für dieses und das kommende Jahr eine weitere Million ein. Ein kleinerer dritter Schwerpunkt sei der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Vordorf. Als herausragendes Beispiel für die Umsetzung der Förderoffensive Nordostbayern nannte Hepple Schlottenhof: "Wo vorher die Ruine einer Porzellanfabrik gestanden war, ist jetzt Leben in einer Grünfläche und einem Spielplatz."

Da das Amt für Ländliche Entwicklung mit vielen laufenden Projekten stark beschäftigt ist, will es für das laufende Jahr kaum neue Vorhaben starten. Das einzig Konkrete sei die Dorferneuerung Mühlbühl. Auch dort aber werde der Satz gelten: "In der Konsequenz der Maßnahmen läuft es fast nirgends so gut wie bei Ihnen."

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Wolfgang Neidhardt
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Veröffentlicht am:
21. 06. 2019
17:56 Uhr

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Wolfgang Neidhardt

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Veröffentlicht am:
21. 06. 2019
17:56 Uhr



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