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Die VG Tröstau ist schuldenfrei

Die Gemeinschaftsversammlung verabschiedet den Haushalt für 2018. Die drei beteiligten Gemeinden Tröstau, Nagel und Bad Alexandersbad liegen noch im Plan.



Tröstau - Zentraler Punkt der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Tröstau ist die Verabschiedung des Verwaltungs- und Vermögenshaushalt 2018 mit Erlass der Haushaltssatzung gewesen. "Alles läuft planmäßig, ohne große Ausreißer", kommentierte Bernhard Großkopf, geschäftsführender Beamter der VG, sein Zahlenwerk.

Demnach schließt der Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 116 000 Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen sind in der Haushaltssatzung nicht vorgesehen. Der durch sonstige Einnahmen nicht gedeckte Bedarf, das sogenannte Umlagesoll, zur Finanzierung von Ausgaben im Verwaltungshaushalt wurde für das Haushaltsjahr auf 910 000 Euro festgesetzt. Die Umlage 2018 verteilt sich im Haushalt auf die Gemeinde Bad Alexandersbad mit 100 000 Euro, auf die Gemeinde Nagel mit 342 000 und auf die Gemeinde Tröstau mit knapp 468 000 Euro.

Der Rückgang der Einwohner in den Mitgliedsgemeinden der VG habe sich verlangsamt, erklärte Großkopf. Die Zahlen aus dem Vorjahr hätten sich deshalb nur unwesentlich geändert. Daher fallen für die Gemeinde Bad Alexandersbad folgerichtig 19,39 Prozent hochgerechnet auf 979 Einwohner an. Nagel mit 1730 Bewohnern trägt 34,07 Prozent der Umlage. Der Löwenanteil von 46,54 Prozent entfällt auf die Gemeinde Tröstau, dem mit 2350 Personen bevölkerungsreichsten Ort.

Das Volumen im Verwaltungshaushalt habe sich im vergangenen Jahr nur geringfügig um 1,51 Prozent erhöht, sagte Großkopf. 90 Prozent davon seien Personalkosten. Eingerechnet dabei seien die zu erwartenden oder schon fest stehenden linearen Erhöhungen. Auch die Personalkosten für Auszubildende und deren Lehrgangsgebühren sowie Personaländerungen in der Kämmerei und die Zahlungen für die Landtags- und Bezirkswahlen seien mit eingeplant. Der Ansatz für die Heizkosten im Rathaus von Tröstau, dem Sitz der VG, sei nach der Umstellung auf Holzpellets und der energetischen Sanierung reduziert worden. "Die tatsächlichen Einspareffekte werden wir in Zukunft beobachten", sagte Großkopf. Die Stromkosten seien hingegen nahezu in der Höhe des Vorjahres veranschlagt. Hier werde die Zukunft zeigen, wie sich die Umstellung der Beleuchtung im Tröstauer Rathaus auf die LED-Technik im Zuge der energetischen Sanierung finanziell auswirkt.

Die Zunahme im Vermögenshaushalt um 64 000 Euro auf 116 000 Euro liege ausschließlich an der höheren Rücklageentnahme begründet, die größtenteils an den Verwaltungshaushalt durchgereicht werde. Für Büroausstattung und Arbeitsgeräte seien 5000 Euro eingeplant. Im Zuge der laufenden Rathaussanierung sollte aber die Büroausstattung der Geschäftsstelle verbessert werden. Zudem müssten auch rechtliche Vorgaben und Mindestanforderungen erfüllt werden, mahnte Großkopf an. Bei der EDV und den betriebstechnischen Anlagen seien nach größeren Ausgaben in den Vorjahren nur 3000 Euro eingeplant. Dabei handele es sich um einen laufenden Ansatz für notwendige Ergänzungen. "Die Verwaltungsgemeinschaft Tröstau ist schuldenfrei", sagte Großkopf.

Allerdings werde auch in den Finanzplanungsjahren 2019 bis 2021 wie bisher eine sparsame Führung des Verwaltungshaushalts angestrebt. Diese orientiere sich nur am notwendigen Geschäftsbedarf, denn die Rücklagen seien so gut wie aufgebraucht, sagte Großkopf abschließend zur Finanzplanung.

Gemeinschaftsvorsitzender Heinz Martini dankte der Verwaltung im Allgemeinen und Bernhard Großkopf im Speziellen für die Ausarbeitung "des Zahlenwerks", ging aber auch kurz auf die Personalkosten ein. "Es ist äußerst schwierig, im Verwaltungssektor Personal einzustellen", sagte Martini. Auch bayernweit sei es nicht mehr selbstverständlich, dass Posten für die Verwaltung ausgeschrieben werden. "Wir brauchen aber das Personal; und das muss bezahlt werden", sagte der Gemeinschaftsvorsitzende.

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Christian Schilling
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Veröffentlicht am:
22. 12. 2017
20:33 Uhr

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Christian Schilling

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Veröffentlicht am:
22. 12. 2017
20:33 Uhr



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