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Wunsiedel

In Wunsiedel geht der Punk ab

Zurück zum Ursprung geht das Wunstock-Festival am Wochenende. Nach sieben Jahren steht die Bühne wieder am Festplatz. Zehn Bands, alles echte Punker, lassen das Festzelt beben.



Die Jungs von "Dagger Threat" aus Hamburg sind Headliner am Freitag. Mit ihrer Mischung aus Hardcore und verschiedenen Metalgenres rocken sie den Festplatz am Burgermühlweiher. Foto: pr.
Die Jungs von "Dagger Threat" aus Hamburg sind Headliner am Freitag. Mit ihrer Mischung aus Hardcore und verschiedenen Metalgenres rocken sie den Festplatz am Burgermühlweiher. Foto: pr.  

Wunsiedel - Bier, gute Laune und Musik: Das Wunstock-Festival wird wieder ein Fest für alle Punker aus der Region. Und es gibt eine Besonderheit: In diesem Jahr zieht das Festival wieder an seinen Ursprungsort, den Burgermühlweiher an der Hofer Straße, zurück. Statt unter freiem Himmel feiern die Punkrocker am kommenden Freitag und Samstag in einem großen Festzelt. Früher vom "Arbeitskreis Wunstock" des Jugendzentrums organisiert, kümmert sich heute der erst im April gegründete Verein "Wunstock e.V." mit seinen 28 Mitgliedern um alles.

Thomas Kamenz und seine Freunde waren schon früher im Juz, jetzt hat es sie zum Studieren oder Arbeiten in andere Regionen verschlagen, das Festival soll es trotzdem weiter geben. Deshalb stellen der 26-Jährige und seine Vereinsmitglieder das Wunstock nun selbst auf die Beine.

Erst im Januar haben die Organisatoren mit der Planung begonnen. "Das war alles ziemlich knapp heuer. Wir konnten erst im April richtig loslegen, weil unser Verein da erst eingetragen wurde", sagt Kamenz. Doch die Stadt habe die jungen Leute gut unterstützt. "Über die Jahre haben wir viele Kontakte geknüpft und ein gutes Netzwerk aufgebaut", sagt Kamenz. Man kenne sich in der Punk-Rock-Musik-Szene.

Kamenz hat soziale Arbeit in Nürnberg studiert und lebt und arbeitet nun dort. Kein Wunder also, dass beim Festival etliche Künstler aus dem Raum Nürnberg auftreten. Los geht es am Freitag um 17 Uhr. Gut eine Stunde später steht auch schon Liedermacher Floh Söllner aus Fürth auf der Bühne.

"Phantom's", das sind Seva, Chris und Phantom, setzt auf selbstironische, melancholische Texte. Die drei Jungs überzeugen mit dynamischem, unberechenbarem Sound. Die Band, ebenfalls aus Nürnberg, verkörpert Leidenschaft in ihrer Musik und auf der Bühne. Die Festival-Besucher dürfen sich auf provozierende Riffs, Grunge, Garage Rock und Stoner Rock freuen. Wie alle anderen Künstler spielen die Franken gut eine Stunde lang.

Die Punk-Rock-Band "Hyena" reist aus dem hohen Norden, aus Bremen, ins Fichtelgebirge. Die beiden Musiker Ron und Andre sagen selbst, ihre Musik sei für alle Fans von den Beasty Boys, Queens of the Stone Age, Motörhead und nicht zu vergessen von Justin Bieber. Wenn das nicht nach einer spannenden Mischung klingt.

Clement, Dennis, Bene und Stefan, in der Szene besser bekannt als "Kolossus Däächt", machen waschechten Garage-Punk in Regensburg. Am Freitag beglücken die Musiker die Wunsiedler Punk-Fans.

Gegen Rassismus, gegen Faschismus, gegen Homophobie und gegen Sexismus - dieses Motto dürfte wohl zu allen Bands und Fans des Punk-Rocks passen. So auch zu "Dagger Threat". Die Hamburger sind Headliner am Freitagabend. Die Band ist noch relativ jung, gegründet im November 2015. Am Mikrofon steht ein Breitenbrunner. Mit ihrem Mix aus Crust, Sludge, Black Metal und tanzbarem Hardcore - antifaschistisch, wütend und düster - rocken sie die Bühne wie die Großen der Szene.

Streetpunk aus Neuhaus-Schierschnitz bringt die Band "Noihaus" am Samstag mit zum Wunstock. Mit David, Kevin, Meitschel und Hoiblein geht der Punk ab.

Wer bei "Restless Head" ruhig auf einem Fleck stehen bleiben kann, muss eine gute Selbstbeherrschung haben. Die Jungs liefern am Mikro, der Gitarre, dem Bass und den Drums Hardcorepunk vom Feinsten ab.

Ein Heimspiel wird der Auftritt am Samstag für die Punkrocker von den "Dirty Horrible Bastards". Benze, Sascha und Thompes zeigen den Frischlingen wie's geht. Die Band gründete sich bereits 1998 in Wunsiedel. 2008 spielten sie schon einmal auf dem Wunstock, nun geben sie ein Revival.

Einfach nur abliefern, das will "Frustkiller". Auch die Band aus Hannover gehört bereits zum älteren Eisen. Die Musiker treiben sich seit 1996 in ganz Deutschland und im angrenzenden Ausland herum. Musikalisch trifft US-orientierter Punk-Rock mit voller Breitseite auf eine Stimme, die so manche durchzechte Nacht vermuten lässt.

Als Headliner am Samstag wird "Jet8", eine Band mit eigenem Mix aus Punk, Hardcore und Ska, nochmal ordentlich für Feuer sorgen, verspricht der Verein. Die Organisatoren sind sich sicher, dass damit ein krönender Abschluss garantiert ist.

Autor

Magdalena Dziajlo
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
04. 09. 2018
19:32 Uhr

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Magdalena Dziajlo

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04. 09. 2018
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