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Wunsiedel

Trend geht zur gebündelten Pyrotechnik

Knaller, Heuler und Raketen - Seit gestern liegen Silvesterböller in den Regalen regionaler Geschäfte. Batterien und hochwertige Knaller sind heuer stark nachgefragt.



Mit Begeisterung kauften gestern zahlreiche Kunden ihr Feuerwerk für Silvester. Foto: Florian Miedl
Mit Begeisterung kauften gestern zahlreiche Kunden ihr Feuerwerk für Silvester. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Um laut und bunt das neue Jahr zu begrüßen, greifen Feiernde an Silvester zu Feuerwerkskörpern. Seit dem gestrigen Donnerstag können Böller und Raketen wieder gekauft werden. Auch in der Region haben viele Menschen den Verkaufsstart genutzt, um sich für Silvester ausreichend mit Munition für die Lichterschau um Mitternacht einzudecken.

"Bereits innerhalb der ersten Stunde nach Ladenöffnung mussten wir unser Feuerwerkskörper-Sortiment drei Mal nachfüllen", sagt Philipp Dürbeck vom Hagebaumarkt Marktredwitz. Schon im vergangenen Jahr sei der Ansturm auf die Pyrotechnik groß gewesen. Heuer würden die Kunden nicht nur viele, sondern vor allem hochwertige Raketen und Knaller kaufen. "Besonders stark nachgefragt sind bislang die teureren Artikel. Günstige bleiben, anders als im vergangenen Jahr, eher liegen."

Die Käufer scheinen am diesjährigen Altjahrabend besonders auf Qualität und Bequemlichkeit zu setzten. Denn vor allem bedienungsfreundliche Feuerwerkskörper sind begehrt: "Der Trend geht in den letzten Jahren immer mehr hin zu Feuerwerksbatterien", berichtet Dürbeck. "Unsere Kunden kaufen sie gerne, weil man mit nur einmal Anzünden ein lang dauerndes Feuerwerk mit abwechslungsreichen Effekten erzeugen kann."

Etwas ruhiger als in Marktredwitz ist es zum Verkaufsstart der Silvesterböller in Selb zugegangen: "Der Absatz von Feuerwerkskörpern geht jedes Jahr ein bisschen mehr zurück", sagt Denny Zimmermann, Marktleiter des E-Centers Egert in Selb. "Das liegt in erster Linie am demografischen Wandel in der Region." Viele Eltern hätten Böller und Raketen vor allem für ihre Kinder gekauft. "Wegen der abnehmenden Geburtenrate und der Abwanderung macht sich nach und nach ein Rückgang bemerkbar", glaubt der Selber Marktleiter. Allerdings macht Denny Zimmermann ähnliche Beobachtungen wie sein Marktredwitzer Kollege: Auch in Selb geht der Feuerwerks-Trend für den 31. Dezember 2017 zu Batterien. "Sie sind angenehm zu bedienen", sagt Zimmermann. Vor allem Erwachsene würden die bequeme Handhabung und das minutenlange Feuerwerk genießen. Früher sei das anders gewesen. "Vor einigen Jahren lag der Fokus an Silvester noch darauf, möglichst viele Raketen und Knaller anzuzünden." Nicht Batterien, sondern kleine Teile seien damals stark nachgefragt gewesen.

In Wunsiedel greifen die Einkäufer neben Batterien heuer vermehrt zu Komplettpaketen. "Sets, in denen von Raketen bis hin zu Böllern alles vertreten ist, verkaufen sich besonders gut", berichtet Norbert Wollermann, Marktleiter der Stabilo-Bauprofi GmbH in Wunsiedel.

Die Kunden des Baumarktes würden in den vergangenen Jahren konstant viele Feuerwerkskörper kaufen. "Wegen des vielen Schnees ist der Verkauf gestern schleppend angelaufen", erzählt Wollermann. "Aber jetzt läuft er."

Damit die Einkäufer an Silvester Spaß an der Pyrotechnik haben, ist ein sachgemäßer Umgang mit den Feuerwerkskörpern erforderlich. Das Polizeipräsidium Oberfranken rät Verbrauchern außerdem, die Finger von illegaler Ware aus Osteuropa zu lassen. Denn nicht selten kommt es beim Abfeuern ausländischer Kracher zu schweren Verletzungen, da Art, Menge und Energie des Explosivstoffs Schwarzpulver sowie die Tauglichkeit der Zünder nicht den deutschen Sicherheitsbestimmungen entsprechen.

Ausschlaggebend für ein sicheres Silvesterfest ist laut Polizei zudem, dass nur Feuerwerksartikel mit einer BAM- oder einer CE-Kennzeichnung gekauft und abgebrannt werden. Auf ausländischen Artikeln sind Prüfzeichen häufig gefälscht oder gar nicht abgedruckt. Zudem sollte Pyrotechnik sicher vor Kindern aufbewahrt und nicht in Taschen in der Kleidung mitgeführt werden. Wenn gezündete Silvesterkracher versagen, sollten diese keinesfalls erneut angezündet werden. Stattdessen rät die Polizei, die "Blindgänger" liegen zu lassen.

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Katharina Melzner
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Veröffentlicht am:
28. 12. 2017
18:48 Uhr

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Katharina Melzner

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Veröffentlicht am:
28. 12. 2017
18:48 Uhr



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