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Regionalsport

"Ein kleiner touristischer Mosaikstein"

400 Teilnehmer erwartet Peter Karl am Samstag zum Fichtelgebirgsmarathon. Die Läufer kommen dazu aus nah und fern.



Im Vorjahr waren die Bedingungen für die Läufer ideal, wie unser Foto vom Start des Halbmarathons in Leupoldsdorf beweist. Die Wetterprognosen für den Samstag sind ebenfalls bestens. Fotos: Peter Pirner
Im Vorjahr waren die Bedingungen für die Läufer ideal, wie unser Foto vom Start des Halbmarathons in Leupoldsdorf beweist. Die Wetterprognosen für den Samstag sind ebenfalls bestens. Fotos: Peter Pirner   » zu den Bildern

Herr Karl, am Samstag setzen Sie wieder mit dem Fichtelgebirgsmarathon ein Ausrufezeichen in der Region. Laufen Sie selbst auch mit?

Die wichtigsten Infos

Am Samstag findet der Fichtelgebirgsmarathon mit drei Laufwettbewerben statt - Marathon, Halbmarathon und Zehn-Kilometer-Lauf.

Start - Zeiten und Orte :

9 Uhr Marathon, 9.20 Uhr 10-Kilometer-Lauf (beide jeweils von den Schlossterrassen Bad Alexandersbad aus)

11 Uhr Halbmarathon (Start in Leupoldsdorf mit dem Shuttlebus von Bad Alexandersbad aus)

Ziel : Für alle Läufe an den Schlossterrassen Bad Alexandersbad

Anmeldung : Diese ist ausschließlich über das Online-Formular noch am heutigen Donnerstag möglich.

Organisationsbeitrag : Marathon und Halbmarathon je 29 Euro sowie 19 Euro für Zehn-Kilometer-Lauf.

Nachmeldung : Nur am Freitag von 17 bis 20 Uhr im Haus des Gastes in Bad Alexandersbad möglich. Dabei fällt eine Nachmeldegebühr an.

Startunterlagen : Ausgabe dieser Unterlagen am Freitag, 17 bis 20 Uhr, sowie am Samstag, 7.30 bis 10 Uhr, jeweils im Haus des Gastes.

Teilnahmebedingungen :

Mindestalter für Zehn-Kilometer-Lauf und Halbmarathon Jahrgang 2002, für Marathon Jahrgang 2000

Weitere Infos : www.fichtelgebirgsmarathon.de

 

Nein, als Organisator eines solchen Events ist so viel nebenher zu tun. Deshalb habe ich leider bei unseren eigenen Lauf-Veranstaltungen auch noch nie mitlaufen können.

 

 

Aber Sie sind selbst auch ein passionierter Läufer?

Ja, klar. Mit 28 Jahren bin ich zum Lauftreff gekommen und nach zwei Jahren habe ich dann schon meinen ersten Marathon gelaufen. Heute bin ich 53 und habe schon an die 40 Marathons hinter mir, darunter viele Städteläufe. Auf diese Weise habe ich zum Beispiel Berlin, Wien, München oder auch New York kennengelernt. Landschaftsläufe haben ebenfalls einen ganz besonderen Reiz.

 

So wie der Fichtelgebirgsmarathon. Wie kam es dazu?

Das war 1999 bei einem Gruppenlauf durchs Fichtelgebirge. Wir haben uns damals unterhalten, wie schön es hier bei uns ist. Und da haben wir beschlossen, einen Berglauf zu veranstalten.

Gesagt, getan. Ihre Idee haben Sie im nächsten Jahr ja gleich umgesetzt.

Ja, so war es. Im Jahr 2000 haben wir erstmals einen Lauf veranstaltet. Wir sind damals von Weißenstadt aus über den Schneeberg und weiter über Tröstau und die Kösseine nach Marktredwitz gelaufen. Damals haben wir nur diesen einen Lauf angeboten. Vielleicht 100 Läuferinnen und Läufer waren dabei.

 

Dann jährt sich diese besondere regionale Laufveranstaltung in diesem Jahr mittlerweile zum 20. Mal?

Nein. Noch nicht ganz. Im Jahr 2010 mussten wir eine schöpferische Pause einlegen. Beruflich und privat wäre es damals schwierig gewesen, die Veranstaltung so auszurichten, wie wir uns das vorstellen. Dann haben wir es lieber gelassen.

Diese Großveranstaltung erfordert sicher einiges an organisatorischem Aufwand, es braucht Helfer und Sponsoren. Wie lange bereiten Sie die Veranstaltung vor?

Gut neun Monate sind dafür schon zu veranschlagen. 60 bis 70 Helfer sind nötig - als Streckenposten, bei den Verpflegungsstationen, im Ziel. Zum Glück kann ich da schon auf einen Stamm zurückgreifen. Auch viele Sponsoren sind uns seit Jahren treu. Mir geht es dabei aber weniger um finanzielle Mittel. Ich freue mich, wenn wir Fahrzeuge zu Verfügung gestellt bekommen oder Räume nutzen können, oder Obst und Getränke für die Läufer bekommen.

 

Wie viele derer, die den Lauf aus der Taufe gehoben haben, sind heute noch dabei - außer Ihnen ?

Aus diesem Kreis ist tatsächlich keiner mehr dabei.

 

Was treibt Sie an, sich das alles ehrenamtlich jedes Jahr aufs Neue aufzubürden?

Ich wohne und arbeite hier in Wunsiedel, ich bin Fichtelgebirgler, das ist meine Heimat. Ich habe den Niedergang der Porzellanindustrie und die Textilkrise hautnah miterlebt, und ich habe mitgekriegt, wie Eltern ihren Kindern suggerierten, sie müssten weg von hier, um etwas zu werden. Genau dazu will ich mit dieser Veranstaltung einen Kontrapunkt setzen: Wir leben hier in einer herrlichen Gegend, wir haben hier viele gute Firmen. Der Fichtelgebirgsmarathon darf gern auch als kleiner touristischer Mosaikstein interpretiert werden.

Woher kommen denn die Teilnehmer?

Neben jenen aus der Region kommen viele aus allen Ecken Deutschlands. Manche sind auch aus dem benachbarten Ausland, aus Tschechien und Österreich. Selbst aus Japan und China hatten wir schon mal Läufer hier. Viele laufen ja nicht nur einmal, die kommen zwei, drei Jahre später wieder, manchmal mit der ganzen Familie, machen eine Woche Urlaub und laufen dann mit. Es gibt jedes Jahre viele, die mich ansprechen, sich bedanken für die Organisation und von der tollen Gegend schwärmen.

 

Hinsichtlich einer landschaftlich schönen Strecke haben Sie ja sicher immer die Qual der Wahl?

In den vergangenen Jahren sind wir in der Tat mehrfach unterschiedliche Strecken gelaufen. Seit drei Jahren aber haben wir daran nichts mehr geändert. Die Strecke nun ist einfach so wunderschön - und wir tun uns von organisatorischer Seite auch etwas leichter angesichts des großen Start- und Zielbereichs in Bad Alexandersbad. Ich darf an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, und der Gemeinde danken für die außerordentlich tolle Unterstützung. Wir haben nicht zuletzt deswegen ja nun auch den Sitz unseres Vereins IfL Fichtelgebirge in den Kurort verlegt.

 

Am Samstag können die Läuferinnen und Läufer ja zwischen drei Strecken wählen: Marathon, Halbmarathon und Zehn-Kilometer-Lauf. Warum gibt es dieses breite Angebot?

Die Frage ist relativ leicht zu beantworten: Es war halt schon mal trendiger, einen Marathon zu laufen. Die Zahl derer, die sich auf dieses Abenteuer begeben, wird geringer. So haben wir vor Jahren auch den Halbmarathon ins Programm aufgenommen. Mit großem Erfolg. Wir hatten dann dadurch schon mal an die 500 Läuferinnen und Läufer am Start. Die Zahlen gingen aber wieder zurück. Auch deshalb bieten wir nun noch den Zehn-Kilometer-Lauf als Alternative an - in diesem Jahr übrigens zum zweiten Mal. Daran aber, dass es Bergläufe sind, haben wir keine Abstriche gemacht. Über die zehn Kilometer sind 225 Höhenmeter zu bewältigen, auf der Halbmarathonstrecke sind es 400 und beim Marathon 800 Höhenmeter. Der Lauf durchs Fichtelgebirge ist und bleibt also anspruchsvoll, aber in jedem Fall immer wunderschön.

 

Es gibt bei den Läufen eine Zeitmessung. Es geht also über den Genusslauf hinaus auch schon ums Sportliche?

Wir haben vom ersten Lauf im Jahr 2000 an eine Zeitmessung gehabt. Das ist meines Erachtens unerlässlich für die Attraktivität eines Marathons. Deshalb gibt es selbstverständlich auch eine Siegerehrung für die jeweils schnellsten drei Frauen und Männer und der Altersklassen.

 

Wie viele Teilnehmer erwarten Sie am Samstag?

Gut 350 sind bereits angemeldet. Ich gehe von etwa 400 aus.

 

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Die Prognosen sind gut. Das passt.

Das Gespräch führte

Thomas Schuberth-Roth

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
04. 07. 2019
15:54 Uhr

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04. 07. 2019
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