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Regionalsport

Röslau dem Ausgleich ganz nah

Kaan Gezer hat in Kornburg in der Nachspielzeit das 2:2 auf dem Fuß. Doch er vergibt die Riesenchance. So steht der FC Vorwärts in der Landesliga Nordost mit leeren Händen da.



Vergab in der Nachspielzeit die große Röslauer Chance auf den Ausgleich: Kaan Gezer.	Archivbild: Michael Ott
Vergab in der Nachspielzeit die große Röslauer Chance auf den Ausgleich: Kaan Gezer. Archivbild: Michael Ott  

TSV Kornburg: Ockert, Burgutzidis, Klier, Herzel, Olschewski, Selmani, Dittrich, Crow, Kreiselmeyer (87. Reisig), Rohracker, Schulik.

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt, Kahrig, Schmidt (52. H. Sieg), Smrha, Sturm (85. Kurdoglu), Benker, Deniz (46. Dadder), Ponader, Buchmann (85. Blaumann), Hermann, Gezer

Schiedsrichter: Ettenreich (VfL Zusamaltheim) leitete die Partie ausgezeichnet. - Zuschauer: 150. -Tore: 37. Min. Schulik 1:0, 68. Min. Selmani 2:0, 78. Min. Hermann 2:1.

"Das wird heute mindestens wieder ein 4:0 oder 5:0", frohlockten einige Kornburger Zuschauer in der Halbzeitpause wohl in bester Erinnerung an den 9:0-Testspielsieg vor einer Woche gegen den Ligakonkurrenten FC Herzogenaurach. Auch die mitgereisten Röslauer Fans befürchteten Schlimmes. Zu groß war die Überlegenheit der Gastgeber, die sich in der Corona-Pause mit ehemaligen Drittliga- und Regionalligaspielern gewaltig verstärkt hatten. Gerade einmal noch vier Akteure, die bei der 2:4-Hinspielniederlage der Kornburger im Spätsommer 2019 von Beginn an aufgelaufen waren, standen jetzt noch in der Anfangsformation.

Hinten gut stehen, die Räume eng machen und den einen oder anderen Nadelstich setzen - so lautete die Marschroute von Röslaus Trainer Andreas Lang, der um die geballte Offensivpower der Gastgeber wusste. Und die nahmen sofort das Heft in die Hand, ließen den Fichtelgebirglern keine Luft zum Durchschnaufen, erspielten sich jede Mnege bester Chancen. Dass es zur Halbzeit aus Sicht der Gäste nur 0:1 stand, hatten die Röslauer ihrem starken Torhüter Sebastian Blechschmidt und der mangelnden Chancenauswertung der Mittelfranken zu verdanken. Über ein 0:3 hätte sich der FC Vorwärts, der in den ersten 45 Minuten kein einziges Mal gefährlich vor das Kornburger Tor kam, nicht zu beschweren brauchen. "Wir hatten in den ersten 45 Minuten natürlich viel Glück, dass wir nicht höher in Rückstand geraten sind", räumte auch Röslaus Trainer Andy Lang ein.

Ein völlig anderes Bild in der zweiten Halbzeit. Röslau kam wie verwandelt aus der Kabine, versuchte nun, das Spiel an sich zu reißen, was auch mehr und mehr gelang. Unverkennbar, dass die Platzherren jetzt ihrem laufintensiven und kräftezehrenden Auftreten der ersten Halbzeit Tribut zollen mussten. Und das merkten die Gäste, die immer öfter gefährlich vor dem Kornburger Tor auftauchten. Doch gerade in dieser starken Phase leisteten sich die Röslauer einen folgenschweren Patzer: Statt den Ball weit nach vorne zu schlagen, spielte Torhüter Blechschmidt die Kugel zu Kapitän Smrha, der vor dem Strafraum von zwei Kornburgern bedrängt wurde. Selmani luchste Smrha den Ball ab und schob zum 2:0 ein.

War’s das? Weit gefehlt. Die Gäste ließen sich auch durch diesen Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen und schlugen nur zehn Minuten später zurück: Aus dem Getümmel heraus - vorausgegangen waren gleich mehrere Eckbälle - drosch Sebastian Hermann die Kugel aus halbrechter Position ins Tor. Der Ausgleich lag nun mehrmals in der Luft. Die allergrößte Chance vergab Kaan Gezer in der vierten Minute der Nachspielzeit, als ihm der starke Julian Ponader den Ball maßgerecht vor das Tor legte. Die mitgereisten Röslauer Anhänger sprangen auf der Tribüne schon auf, doch Gezer brachte das Kunststück fertig, den Ball aus sechs oder sieben Meter freistehend vor dem Tor deutlich neben den Pfosten zu setzen. Das wäre es gewesen, und das Unentschieden wäre nach der starken zweiten Halbzeit nicht einmal unverdient gewesen.

Nicht nur Trainer Lang raufte sich nach dem Schlusspfiff die Haare. "Unser Matchplan, den wir uns zurechtgelegt hatten, wäre auch vollends aufgegangen, wäre da in der zweiten Halbzeit nicht die Chancenverwertung gewesen. In der entscheidenden Phase haben wir wieder die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen lassen", bedauerte er. So blieb ihm nur die Erkenntnis, dass sein Team aus den beiden Punktspielen gegen Großschwarzenlohe und Kornburg drei wichtige Punkte liegen gelassen hat.

Im Heimspiel gegen das Schlusslicht Baiersdorf am Samstag (14 Uhr) haben die Röslauer die Gelegenheit, es besser zu machen. B.N.

TSV Kornburg -

FC Vorwärts Röslau


2:1


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Veröffentlicht am:
27. 09. 2020
20:26 Uhr

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27. 09. 2020
20:26 Uhr



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