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Weißenstadt gleich hinter den Bayern

Die B-17-Juniorinnen ziehen sich bei der bayerischen Hallenmeisterschaft höchst achtbar aus der Affäre. Sie belegen vor 500 Zuschauern in Weißenburg Platz sieben.



Das erfolgreiche Team der SpVgg Weißenstadt mit (hintere Reihe von links) Co-Trainerin Doris Prell, Lea Gesell, Leonie Kraft, Julia Fohr, Celina Kloß, Tamara Melzer, Emily Bescherer und Trainer Andreas Reinel sowie (vorne von links) Hannah Bergmann, Jente Meinel, Luisa Denk, Clara Kießling und Alexa Reinel. Foto: Verein
Das erfolgreiche Team der SpVgg Weißenstadt mit (hintere Reihe von links) Co-Trainerin Doris Prell, Lea Gesell, Leonie Kraft, Julia Fohr, Celina Kloß, Tamara Melzer, Emily Bescherer und Trainer Andreas Reinel sowie (vorne von links) Hannah Bergmann, Jente Meinel, Luisa Denk, Clara Kießling und Alexa Reinel. Foto: Verein  

Der TSV Schwaben Augsburg hat die bayerische Hallenmeisterschaft der U17-Juniorinnen gewonnen. Im mittelfränkischen Weißenburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Marcus Kröber vor 500 Zuschauern im Finale mit 5:4 nach Sechsmeterschießen gegen die SpVgg Greuther Fürth durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Rang drei sicherte sich mit dem 1. FC Nürnberg der Titelträger der vergangenen beiden Jahre mit einem 2:0 im Platzierungsspiel gegen den FC Ingolstadt 04. Rekord-Champion FC Bayern München (elf Titel) schloss das Turnier auf dem sechsten Platz ab. Gleich dahinter lagen die Juniorinnen der SpVgg Weißenstadt auf Platz sieben. Für die Bezirksliga-Spielerinnen war die Teilnahme an der "Bayerischen" eine Premiere.

"Das war ein Riesending, ich bin richtig stolz auf die Mädchen", sagt Doris Prell vom Trainer-Duo der Fichtelgebirgler. Und damit meinte sie nicht nur das Ergebnis ihrer Mädchen. Gut 50 Fans aus Weißenstadt waren mit nach Mittelfranken gereist und feuerten die B-Juniorinnen lautstark an.

03.02.2019 - U17 Juniorinnen Meisterschaft - Foto: Spvgg Weißenstadt

U17-Juniorinnen Weißenburg
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Die Mädchen des Trainer-Tandems Andreas Reinel und Doris Prell - übrigens die im Durchschnitt jüngste Mannschaft unter den zehn Teams - hatten es in der schweren Gruppe A mit dem 1. FC Nürnberg (Bundesliga), FC Ingolstadt (Bayernliga Nord), FC Bayern München (Bundesliga) und dem TSV Brodswinden (Kreis Neumarkt/Jura) zu tun. Die Weißenstädterinnen schlugen sich hier höchst achtbar. Im Auftaktspiel gegen den späteren Vierten Ingolstadt stand der Bezirksligist sogar kurz vor einer großen Überraschung. Schon nach drei Minuten hatte Julia Fohr ihre Farben in Führung gebracht. Doch die Ingolstädterinnen kamen kurz vor Schluss noch zum 1:1-Ausgleich. Prell: "Das war bitter."

Im zweiten Spiel gegen die Juniorinnen des deutschen Rekordmeisters wollte nicht viel zusammenlaufen. Offenbar war der Respekt gegen den Bundesligisten auch zu groß. Schon nach drei Minuten lagen die Prell-Schützlinge 0:2 zurück. Am Ende hatten die Münchenerinnen ein halbes Dutzend Tore erzielt. Mit 0:6 verloren die Weißenstädterinnen diese Partie. Prell: "Wir wollten und haben hier alle spielen lassen. Da war das Ergebnis eher zweitrangig."

Ihren zweiten Punkt holte die Mannschaft des Trainer-Duos Reinel/Prell gegen den TSV Brodswinden. Und auch hier war ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen. Wie schon im ersten Spiel gegen Ingolstadt schoss Julia Fohr das 1:0, doch Brodswinden gelang kurz vor dem Ende der Partie noch der Ausgleich zum 1:1-Endstand.

Im letzten Gruppenspiel gegen den Titelverteidiger 1. FC Nürnberg kassierten die Prell-Mädchen erneut rasch zwei Tore. Am Ende stand es 0:3, sodass die SpVgg Weißenstadt in der Gruppe A hinter dem 1. FC Nürnberg (10 Punkte), dem FC Ingolstadt (7) und Bayern München (7) vor Brodswinden (1) auf dem vierten Platz landete. Die Schanzer-Juniorinnen hatten in der abschließenden Gruppenpartie den FC Bayern mit 1:0 besiegt und damit den direkten Vergleich gewonnen.

Bereits in Vorrundengruppe B trafen die beiden Finalgegner aufeinander und trennten sich 0:0. Fürth zog mit zehn Punkten als Gruppenerster ins Halbfinale ein, Schwaben Augsburg mit acht Zählern als Gruppenzweiter.

"Hätten wir gegen Ingolstadt und Brodswinden die Führung über die Zeit gebracht, es wäre wohl noch einiges mehr drin gewesen", sagt Andreas Reinel im Nachhinein, wollte damit aber das Erreichte keinesfalls schmälern. "Es war ein tolles Turnier für uns und die Mädchen haben das richtig gut gemacht." Und in beeindruckender Manier hätten sie im Spiel um Platz sieben gegen die JFG Würzburg-Nord (Bezirksoberliga) auf dem Hallenparkett agiert. Nach zwei Unentschieden an diesem Tag holten sie mit 2:0 ihren ersten Sieg. Zweifache Torschützin war dabei Tamara Melzer.

Prell: "Eines darf man ja bei all dem nicht vergessen. Wir trainieren ein Mal pro Woche. Alle Mannschaften vor uns betreiben mit Sicherheit einen höheren Trainingsaufwand." Die Teilnahme an der "Bayerischen" wird Trainern, Spielerinnen und Fans sicher nicht nur in Erinnerung bleiben. "Da nehmen wir auch viel mit für die weitere Entwicklung", ist Prell überzeugt.

SpVgg Weißenstadt: Leonie Kraft (Tor) - Jente Meinel, Hannah Bergmann, Emely Bescherer, Tamara Melzer, Lea Gesell, Clara Kießling, Celina Kloß, Julia Fohr, Luisa Denk, Alexa Reinel. ts-r

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Veröffentlicht am:
04. 02. 2019
00:00 Uhr

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