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Korner macht weiter - mindestens ein Jahr

Der Trainer des Basketball-Bundesligisten Medi Bayreuth verzichtet auf die Vertragsoption zum Ausstieg. Es wird einen Umbruch im Kader geben.



Zuversichtliches Trio: Trainer Raoul Korner (Mitte) freut sich auf seine vierte Saison bei Medi Bayreuth, in der er neben Geschäftsführer Björn Albrecht (links) auch den neuen sportlichen Leiter Matthias Haufer (rechts) an seiner Seite hat.	Foto: Peter Kolb
Zuversichtliches Trio: Trainer Raoul Korner (Mitte) freut sich auf seine vierte Saison bei Medi Bayreuth, in der er neben Geschäftsführer Björn Albrecht (links) auch den neuen sportlichen Leiter Matthias Haufer (rechts) an seiner Seite hat. Foto: Peter Kolb  

Die große Zahl der Medienvertreter war ein Indiz für den Stellenwert der Pressekonferenz von Medi Bayreuth zum Abschluss der Bundesligasaison. Und die Zahl der Kameras oder Mikrofone, die auf Raoul Korner gerichtet waren, ließen keinen Zweifel daran, welche Information dabei die begehrteste war: Der Trainer bleibt mindestens noch ein weiteres Jahr im Amt und geht damit in seine vierte Saison mit dem Medi-Team.

Sportlicher Leiter Matthias Haufer: "Spielersuche hat sich verändert"

Zu den Argumenten für die Fortsetzung seiner Tätigkeit in Bayreuth zählt Raoul Korner die Verpflichtung von Matthias Haufer für den neuen Posten eines sportlichen Leiters: "Das ist ein großer Schritt zur Professionalisierung. Der Klub braucht noch mehr Basketball-Know-how, und das bekommt er jetzt." Obwohl er bereits seit 2014 mit dem 38-Jährigen zusammenarbeitet, sei die Festanstellung in Vollzeit eine andere Basis.

Haufer wird sich in Bayreuth ums "Kerngeschäft" in Form des Überblicks über den Spielermarkt kümmern. Am Verhältnis zu Korner werde der neue Posten aber nicht viel ändern: "Er war schon immer offen für meinen Input."

Sehr wohl verändert habe sich in den letzten fünf Jahren allerdings die Art der Spielersuche. "Man kann nicht mehr darauf warten, welche Klassespieler auf dem Markt übrigbleiben, weil sie sich vielleicht verpokert haben", erklärt Haufer. "Man kann auch nicht mehr erst im Mai mit der Suche anfangen, wenn die Spielerlisten von den Agenturen kommen. Vielmehr muss man da schon wissen, wer draufstehen wird und wen man davon ansprechen will."

Eine Ursache für diese Entwicklung sieht Haufer darin, dass es amerikanische Spieler nicht mehr so selbstverständlich ins Ausland zieht: "In der G-League unterhalb der NBA gab es früher zehn Teams, jetzt sind es 30. Und es werden dort höhere Gehälter gezahlt. Das hat den Markt in Europa massiv verändert."

Welcher Finanzrahmen für Spielerverpflichtungen bei Medi verfügbar ist, steht noch nicht genau fest. Nach Aussage von Geschäftsführer Björn Albrecht hängt das nicht zuletzt davon ab, ob Medi Bayreuth nach zwei Jahren in der Champions League erneut auf internationalem Parkett vertreten sein wird. "Dabei ist noch nicht einmal klar, wie viele Plätze es für deutsche Teams in welchem der vier Wettbewerbe gibt." Am wahrscheinlichsten sei die Teilnahme am Fiba-Europe-Cup: "Wenn das möglich ist, werden wir das auch wahrnehmen", betont Albrecht. E.S.

 

Beide Partner verzichteten damit auf die vereinbarte Option, den vor einem Jahr geschlossenen Vertrag über zwei Jahre bereits nach der Hälfte der Laufzeit beenden zu können. Damit wäre eine Zahlung der kündigenden Partei verbunden gewesen. Der Betrag hätte aber kaum bei der Entscheidung den Ausschlag gegeben. Korner: "Das bewegt sich nicht in fußballerischen Dimensionen."

 

Vonseiten des Klubs hatte kaum jemand den Schritt zur vorzeitigen Trennung erwartet, aber Korner war schon seit einiger Zeit als Kandidat an lukrativen Standorten (vor allem Ulm) ins Gespräch gebracht worden. Entsprechend zufrieden wirkte Geschäftsführer Björn Albrecht bei der Verkündung der Nachricht: "Ich freue mich sehr, dass wir an dieser Stelle auf Kontinuität bauen können. Wir haben uns zueinander bekannt, um den Standort Bayreuth gemeinsam weiter voran zu bringen."

Korner begründete seine Entscheidung hauptsächlich mit dem Verlauf der "enttäuschenden Saison", die nach dem Höhenflug auf die Plätze vier und sechs in den vorangegangenen beiden Jahren mit Rang zwölf abschlossen wurde: "Ich habe kürzlich mal gesagt: Wer mich richtig gut kennt, der weiß schon, wie ich mich entscheide. Diese Saison ist mir nahe gegangen. Es hat sich nicht richtig angefühlt, jetzt hier wegzugehen."

Bestärkt habe ihn auch der Rückhalt, den er gerade in diesem schwierigen Jahr gespürt habe: "Ein Grund war für mich der Zuspruch und die Unterstützung - nicht nur von der Führung der Organisation, sondern auch von Fans und Sponsoren. Wenn es so läuft wie in den ersten beiden Jahren, ist das normal. Aber wie stabil ein Klub ist, wird erst deutlich, wenn nicht ständig Honeymoon ist. Das hat mir gezeigt, dass ich hier am richtigen Ort bin." Einen besonderen Dank äußerte er an seine unmittelbaren Mitarbeiter, allen voran seinen Assistenten Lars Masell, mit dem er schon in Braunschweig zusammengearbeitet hatte und der ebenfalls noch einen Vertrag für die nächste Saison hat: "Er hat mir immer wieder Mut gemacht in einer Saison, die für mich eine der drei enttäuschendsten in den 20 Jahren meiner Laufbahn war."

Bei seiner Analyse der vergangenen Spielzeit grenzte Korner sehr unterschiedliche Phasen ab, bessere und schlechtere, aber: "Ich garantiere: Es gab keinen Spieler, dem das egal war."

Trotzdem ließ der Coach keinen Zweifel daran, dass es nun einen Umbruch auf den Ausländerstellen im Kader geben werde. Neben Bastian Doreth, Andreas Seiferth und Lukas Meisner, die noch laufende Verträge haben, konzentriere man sich auf De’Mon Brooks: "Wir werden alles daran setzen, ihn zumindest noch ein Jahr zu halten - auch wenn unser Spieleretat eher in Richtung Süden gehen wird als steigen."

Autor

Eberhard Spaeth
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
19:54 Uhr

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Eberhard Spaeth

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15. 05. 2019
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