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Münchberg gelingt Befreiungsschlag

Die TVM-Handballer holen sich den ersten Sieg in der Landesliga Nord. 380 Fans stehen wie eine Wand hinter ihrem Team. In der zweiten Hälfte gelingen dem Gastgeber 20 Tore.



Einer der Leistungsträger beim ersten Saisonsieg des TV Münchberg: Philipp Troßmann. Foto: Katharina Hübner
Einer der Leistungsträger beim ersten Saisonsieg des TV Münchberg: Philipp Troßmann. Foto: Katharina Hübner  

TV Münchberg : Hurt, F. Bär - Oberländer (1), Kalas (6/1), Panzer (1), Merz (1), Winterstein (1), C. Bär (5), Mayer (3), Leupold, Lad (6), Troßmann (6), Baumgärtel, Wilke (5).

Schiedsrichter : Hermannstädter/ Richter (Herzogenaurach). - Zuschauer : 380. - Zeitstrafen : 2 - 2. - Siebenmeter : 1/1 - 4/4. - Spielfilm : 2:0, 5:1, 8:4, 9:6, 13:7, 15:9, 15:12 (Halbzeit), 18:12, 19:14, 23:15, 26:21, 29:21, 31:24, 35:25.

Mit dem Kanter-Heimsieg gegen den unterfränkischen Liganeuling gelang dem TVM der Befreiungsschlag in der noch jungen Saison der Handball-Landesliga Nord. "Wir haben diesmal wieder stark begonnen. Aber im Gegenteil zu den Auftaktpartien waren wir in diesem Spiel auch in der zweiten Halbzeit präsent", zog Philipp Troßmann, einer der TVM-Leistungsträger an diesem Tage eine erfreuliche Bilanz nach dem ersten Saisonsieg - und blickte schon einmal voraus. "Im nächsten Auswärtsspiel bei der HSG Freising-Neufahrn, einem weiteren Neuling, müssen wir diesen guten Auftritt auch in der Fremde bestätigen", sagt er weiter. In die gleiche Richtung bewegte sich das Resümee von Andreas Leupold: "Wir sind einfach eine geile Truppe mit viel Zukunftspotenzial". Großer Kampf, Moral und eine perfekte Einstellung über 60 Minuten waren für diesen, auch in der Höhe verdienten Sieg verantwortlich. "Jetzt müssen wir unsere spielerischen Fähigkeiten mit unserer Kämpfermentalität paaren. Dann geht es sicherlich in eine sehr erfolgreichen Zukunft", betont Leupold.

Und Leupold war es, der in der 59. Minute dem Ganzen die Krone aufsetzte. Immer mit den Blick für den besser postierten Nebenmann, spielte er David Mayer per Rückhandanspiel am Kreis frei - und Mayer vollstreckte sicher. Jetzt standen alle in der Halle - und die Stimmung war am Höhepunkt. Und da kommt ein weiterer, wichtiger Faktor,zum neuen Handball-Gefüge Helmbrechts-Münchberg hinzu: Waren es zum Saisonauftakt bereits 330 Zuschauer gegen Rothenburg, so bewegte sich diesmal das Zuschauerinteresse in Richtung 400. Das Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht erreicht. Zumal die Mannschaft in ihrer neuen Zusammensetzung mit ähnlichen überzeugenden Vorstellungen das Zuschauerinteresse noch weiter nach oben schrauben wird. Das Publikum war von Beginn an da. Stimmgewaltig, trommelaktiv - eben auch ein Spektakel außerhalb der Spielfläche. So geht Rückhalt für das Heimteam, das von der ersten Minute an den Anspruch auf diese beiden Heimpunkte untermauerte.

Den Torreigen eröffnete Neuzugang Thomas Wilke, der in der einen oder anderen Situation seinen Übereifer noch etwas dosieren muss. Mit der schnellen Folge zum 5:1 nahm Münchberg den Gästen gleich zu Beginn den Wind aus den Segeln. Außerdem zeigte sich im weiteren Verlauf, dass mit Krapf, Olbrich und Möslein an diesem Tag nur drei Michelfelder Landesliganiveau zeigten.

Da waren die Gastgeber wesentlich breiter in ihrer Leistungsdichte aufgestellt, was nicht zuletzt die Zahl von zehn Torschützen untermauert. Der SV Michelfeld war im weiteren Verlauf erst einmal darauf aus, nicht noch weiter in Rückstand zu geraten. Das klappte mehr oder weniger gut, teilweise auch mit Unterstützung der heimischen Abwehr. Doch dann nutzten die, aufgrund ihrer Trikots nunmehr Blauen (ehemals Grün-Schwarzen) die Gunst der Stunde und bauten die Führung auf 14:8 aus. Ein bisschen Bruder Schlendrian gesellte sich bei den Hausherren in der Restspielzeit der ersten Hälfte dann doch hinzu. Die Quittung: Die Unterfranken verkürzten zum 15:12-Pausenstand.

Wieder knapp, erneut eine zweite Halbzeit mit Schwierigkeiten? Sicherlich zwei Fragen, die die Pausengedanken der Fans begleiteten. Doch ab der 33. Minute war gegenüber den beiden Auftaktpartien vieles anders. Die Lichtinger-Schützlinge hatten schnell auf 18:12 gestellt - und dabei den Hebel für eine überragende zweite Halbzeit mit 20 Treffern umgelegt. Ab diesem Moment sahen die Meisten in der Münchberger Gymnasiumhalle die Frage nach dem späteren Sieger frühzeitig beantwortet. Vor allem fanden die Gäste kein Gegenmittel gegen das gut sortierte Münchberger Angriffsspiel, mit seinen über die Breite bestens aufgestellten Torjägern. Den einzigen kleinen Durchhänger, den sich die Heimmannschaft noch gönnte, war zwischen dem 25:17 und 26:21.

Das sollte es aber auch gewesen sein. Michelfeld merkte man an, dass diese Partie Kraft gekostet hat. Vielleicht ist es dem Liganeuling auch gestattet, aufgrund der fehlenden Erfahrung und dem wesentlich schnelleren Spiel gegenüber der Bezirksoberliga, einmal mit einer klareren Niederlage den Kürzeren zu ziehen. Da wird deren Welt nicht untergehen. Münchberg spulte sein Pensum ruhig und kontrolliert herunter. Ob künftig verschiedene Wechsel während der Partie geändert oder anders erfolgen sollen, können oder müssen - das liegt allein in des Trainers Entscheidung. Freilich ist es gut, wenn Talente wie Julian Merz im Laufe der Saison noch mehr Spielzeit bekommen. Denn nur mit mehr Spielzeit für den kompletten Kader wird auch das Gesamtkonzept nach vorne gebracht und das Spielverständnis untereinander schneller reifen.

Münchberg geht jetzt in die einwöchige Ligapause, bevor es am Sonntag, 13. Oktober, seine Visitenkarte bei einem weiteren Neuling, der HSG Freising-Neufahrn, abgeben muss. Wird auch dort eine ähnliche Leistung abgerufen, sollte einem erfolgreichen Auswärtsauftritt nichts im Wege stehen. K.H.R.

TV Münchberg -

SV Michelfeld


35:25


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Karl-Heinz Rucker

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Veröffentlicht am:
29. 09. 2019
20:02 Uhr

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Karl-Heinz Rucker

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Veröffentlicht am:
29. 09. 2019
20:02 Uhr



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