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Röslau macht den Sack nicht zu

Die Vorwärts-Elf führt in der Landesliga 2:1 gegen Stadeln. Sie hat Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Doch es kommt ganz anders.



Anthony Hofweller gelang nur fünf Minuten nach der Stadelner Führung der Ausgleich. Torhüter Marcel Lenhart hatte keine Abwehrchance. Foto: Hannes Bessermann
Anthony Hofweller gelang nur fünf Minuten nach der Stadelner Führung der Ausgleich. Torhüter Marcel Lenhart hatte keine Abwehrchance. Foto: Hannes Bessermann  

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt, S. Knoblauch, Smrha, Kurdoglu (80. Rimböck), Sieg, Benker, Hermann, N. Knoblauch (52. Kahrig), Hofweller (83. Blaumann), Gezer, Tonka.

FSV Stadeln: Lenhart, Paschek, Worst, Kreuzer, Strobel (90. Walthier), Schnierstein, Loos (65. Reischl), Schüßler. Böhm, Hering, Bauer.

Schiedsrichter: Gscheidl (Würzburg). - Zuschauer: 140. - Tore: 11. Min. Hering 0:1, 16. Min. Hofweller 1:1, 50. Min. Benker 2:1, 67. Min. Hering 2:2, 73. Min. Paschek 2:3, 90. Min. Strobel 2:4, 92. Min. Paschek 2:4.

Manche Zuschauer hatten schon eine gewisse Vorahnung: "Wenn sich das bloß nicht rächt…" Sie meinten damit die Großchancen, die der FC Vorwärts nach der 2:1-Führung vergab. Und sie sollten recht behalten. Es rächte sich, und Röslau musste eine überaus ärgerliche Niederlage quittieren, die in der Nachspielzeit auch noch das Ausmaß einer deftigen Schlappe annahm.

Der Reihe nach: Beiden Mannschaften merkte man vom Anstoß weg an, dass sie ihre Negativserie beenden wollten. Die Stadelner hatten nach der 0:5-Schlappe in Selb noch drei Mal Unentschieden gespielt, der FC Vorwärts verlor die beiden letzten Partien deutlich. So entwickelte sich ein flottes Spiel mit Chancen hüben wie drüben. Absolut vermeidbar aus Röslauer Sicht war das frühe 0:1 in der elften Minute. Nach einem Freistoß aus gut 20 Metern halblinker Position kam Max Hering im Fünf-Meterraum völlig frei zum Kopfball - 0:1. Der von einem Magen- und Darmvirus geschwächte Torhüter Sebastian Blechschmidt sah dabei nicht gut aus.

Doch anderes als in den beiden Spielen zuvor ließ sich die Sener-Elf diesmal nicht aus dem Konzept bringen. Nur 60 Sekunden später hätte Ertac Tonka schon ausgleichen können - sein Kopfball aus sieben Metern touchierte noch leicht die Latte. Die Platzherren spielten weiter engagiert nach vorne und belohnten sich in der 16. Minute, als der an diesem Tag beste Röslauer, Anthony Hofweller, auf Zuspiel von Tonka überlegt den Ball in die Maschen setzte. Zwei Mal mussten die Röslauer Fans vor der Halbzeit noch tief durchatmen: Zunächst drosch Hering den Ball völlig freistehend vor Blechschmidt über die Latte (35.), dann verzog Gerhard Strobel.

Mit viel Elan kam die Vorwärts-Elf aus der Kabine. Und die Führung ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem fulminanten Schuss aus 16 Metern gelang Tobias Benker das 2:1. Nun hatte Röslau das Spiel und den Gegner fest im Griff, versäumte es aber, aus seinen Chancen Kapital zu schlagen. Vor allem Hofweller und Tonka hätten in der 65. und 66. Minute alles klarmachen können, ja müssen. Die Strafe folgte auf den Fuß: Wieder ein langer Ball in den Röslauer Strafraum, und wieder stand der baumlange Hering im Fünfmeterraum frei, konnte ungehindert zum zu dieser Zeitpunkt völlig überraschenden Ausgleich einköpfen. Der Treffer war eine Kopie des 0:1. Und das wurmte Trainer Ali Sener am meisten: "Ich hatte die Mannschaft eindringlich vor diesen langen Bällen gewarnt. Deshalb hatten wir auch eine klare Zuordnung", wollte Sener Keeper Blechschmidt nicht die Alleinschuld an diesen beiden "billigen Toren" geben.

Doch es kam noch schlimmer für die Gastgeber. Flankiert von zwei Röslauern drang Tim Reischl in der 73. Minute ungehindert in den Strafraum. Er legte den Ball quer zur Torjäger Tim Paschek. Und der hatte keine Mühe, seine Mannschaft zum zweiten Mal in Front zu bringen, In der letzten Viertelstunde stellte Sener auf Dreierkette um. Röslau drängte zwar auf den Ausgleich, doch die Angriffe waren letztlich viel zu zaghaft. So kamen die Gäste mit zwei Kontern noch zu einem klaren 5:2-Sieg. "Wenn wir das 3:1 gemacht hätten, wäre Stadeln vermutlich mausetot gewesen, und so lassen wir uns die Butter vom Brot nehmen", ärgerte sich Sener über vergebene Großchancen und stümperhaftes Abwehrverhalten.

Für Gäste Co-Trainer Gerhard Strobel, selbst Schütze zum vorentscheidenden 4:2 in der 90. Minute, war entscheidend, dass sein Team nach der bis dahin verdienten Röslauer Führung relativ schnell zurückgekommen ist. "Wenn Röslau das 3:1 macht, wäre es für uns sicher sehr schwer geworden." Am Ende, als den Gastgebern etwas die Luft ausgegangen sei, habe sein Team noch zwei schöne Konter gesetzt.

Für Röslau ist es die dritte deftige Niederlage am Stück. 13 Gegentore in drei Spielen, so etwas hat es lange nicht mehr gegeben. Und nun geht es am kommenden Freitag zum Spitzenreiter SC Feucht, der mit 29 Punkten und einem Torverhältnis von 29:5 souverän die Landesliga-Tabelle anführt. B. N.

FC Vorwärts Röslau -

FSV Stadeln


2:5


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Veröffentlicht am:
15. 09. 2019
19:50 Uhr

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Veröffentlicht am:
15. 09. 2019
19:50 Uhr



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