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Stark am Boden - Rehau hebt ab

Die Regionalligaturner des Gastgebers liegen vor dem letzten Gerät zurück. Doch dann glänzt das TV-Team - und feiert hauchdünn den Sieg in der höchsten bayerischen Klasse.



Die Überraschung ist geglückt: Simon Baumgärtner (links am Barren) und Jakob Bochmann (rechts an den Ringen) trugen mit starken Leistungen zum Triumph des TV Rehau bei. Fotos: Jochen Bake
Die Überraschung ist geglückt: Simon Baumgärtner (links am Barren) und Jakob Bochmann (rechts an den Ringen) trugen mit starken Leistungen zum Triumph des TV Rehau bei. Fotos: Jochen Bake  

Doppelte Freude beim TV Rehau: Nach jahrzehntelanger Abstinenz war der Turnverein mal wieder Ausrichter einer überregionalen Turnveranstaltung, dem dritten Wettkampftag der bayerischen Turnliga. Dank zahlreicher Helfer und einer ausgezeichneten Organisation waren die mehr als 200 Teilnehmer und Betreuer voll des Lobes. Und dann durften am späten Nachmittag auch noch die 300 Zuschauer den Gastgeber feiern: Der TV Rehau holte sich seinen ersten Sieg in der Regionalliga. Am Ende lag das Team um Trainer Thomas Baumgärtner hauchdünne acht Zehntelpunkte vor dem Topfavoriten, der Bundesliga-Reserve des TSV Pfuhl. "Das war spitze vor so einem grandiosen Publikum", lobte Baumgärtner seine Jungs, die vor dem stimmgewaltigen Heimpublikum über sich hinauswuchsen.

Die Wettkämpfe begannen am Morgen mit den Mannschaften der 1. und 2. Landesliga, wo jeweils sechs gegeneinander antraten. In der Landesliga 1 setzte sich Buttenwiesen knapp vor USC München II durch, während die beste Mannschaft in der Landesliga 2 aus Gaimersheim kam.

Spannung war am Nachmittag angesagt, wo zwei oberfränkische Mannschaften an die Geräte gingen - die TS Lichtenfels in der Bayernliga und der TV Rehau in der höchsten bayerischen Liga, der Regionalliga. Die TS Lichtenfels zeigte einen starken Auftritt in der Bayernliga und wurde Zweiter mit 278,50 Punkten hinter der TG Allgäu (287,80).

In der Regionalliga lautete das Ziel des Rehauer Teams ein Treppchenplatz, war doch im bisherigen Saisonverlauf der TSV Pfuhl II die dominierende Mannschaft, gespickt mit Nachwuchsturnern der deutschen Spitzenklasse. Die Gastgeber begannen an ihrem Zittergerät, dem Seitpferd. Hier gelangen alle Übungen ohne große Patzer, allen voran die Vorträge der Routiniers Jakob Bochmann (12,40) und Karsten Stiebeling (11,30), sodass Rehau hier das beste Gesamtergebnis aller Mannschaften erzielte. An den Ringen sorgten Sascha Klughardt mit überragenden schwierigen Kraftteilen (11,90) sowie wiederum Stiebeling (12,80) und Bochmann (13,50) für ein ausgezeichnetes Resultat.

Dass die Mannschaft um Kapitän Karsten Stiebeling Teamgeist besitzt, zeigte sie am Sprung. Alle Sprünge endeten im Stand: Patrick Brockardt-Riemann mit einem gebückten Tsukahara (11,25), Elias Kania erstmals im Wettkampf mit Handstützüberschlag und Salto vorwärts gehockt (11,50), sowie zwei gestreckte Tsukahara von Simon Baumgärtner (12,10) und Jakob Sitter (12,80) sorgten für Begeisterung beim Publikum. Da die gegnerischen Mannschaften ihre besten Geräte zu Beginn des Wettkampfes absolviert hatten, lag zur Halbzeit TG Augsburg (147,05) vor dem Absteiger aus der 3. Bundesliga, USC München (146,35), gefolgt von Pfuhl (145,10) und Rehau (142,25).

Beim zweiten Einturnen stellte Coach Thomas Baumgärtner die Mannschaft auf die zweite Wettkampfhälfte ein und verwies auf die starken Geräte Barren und Boden, die ja noch anstanden - und das Ziel, einen der ersten drei Plätze zu erreichen. Mit der Tageshöchstwertung am Barren gelang es durch blitzsaubere Übungen von Baumgärtner (12,80), Sitter (13,50) und Bochmann (13,90) den Abstand zu den führenden Teams zu verringern und am USC München vorbeizuziehen. Schwungvolle und fehlerfreie Aktionen am Reck von Sitter mit Doppelsaltoabgang (12,20), Baumgärtner (12,30) und Bochmann (13,50) versprachen nun sogar eine Option auf die beiden vorderen Plätze.

So musste am Boden die Entscheidung fallen. Elias Kania zeigte eine bombensichere Übung, gespickt mit drei Höchstschwierigkeiten, und wurde mit 12,60 Punkten belohnt. Simon Baumgärtner begann mit Doppelsalto rückwärts in den sicheren Stand. Er musste zwar die Bodenfläche verlassen, stand aber seine schwierigen Akrobatikreihen (11,75) und stellte sich nach einem verletzungsbedingten Ausfall in den Dienst der Mannschaft. Jakob Sitter (13,90) und Jakob Bochmann (14,00) sorgten dann für ein bombastisches Ergebnis. Würde es noch reichen für einen Sprung nach oben?

Nachdem die Ergebnisse der anderen Teams feststanden, hatten die Rehauer das Unmögliche noch möglich gemacht. Sie sprangen von Platz drei auf Rang eins. Der Jubel bei Turnern und Fans kannte keine Grenzen mehr: Sieger im Heimwettkampf der Regionalliga - und das als Aufsteiger. Damit verbesserte sich der TV Rehau nach drei von vier Wettkampftagen auf Platz zwei hinter Pfuhl.

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Veröffentlicht am:
30. 10. 2018
21:58 Uhr

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