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"Unser Anspruch ist ein einstelliger Platz"

Andreas Schall stand bei allen Spielen der SpVgg Selbitz in der Fußball- Landesliga auf dem Feld. Er sieht noch Potenzial in seinem Team. Dafür muss sich einiges verbessern.



Ein sicherer Rückhalt ist Andreas Schall bei der SpVgg Selbitz in der Landesliga. Er verpasste im ersten halben Jahr keine Minute. Seine Gegentor-Quote liegt bei 1,47 Gegentreffer pro Spiel. Foto: Chris Seidler
Ein sicherer Rückhalt ist Andreas Schall bei der SpVgg Selbitz in der Landesliga. Er verpasste im ersten halben Jahr keine Minute. Seine Gegentor-Quote liegt bei 1,47 Gegentreffer pro Spiel. Foto: Chris Seidler  

Herr Schall, Sie sind der SpVgg-Dauerbrenner, haben alle Partien komplett gespielt. Wie sind Sie mit dem Selbitzer Abschneiden zufrieden?

Landesliga-Zahlenspielereien

14 Spieler haben keine Minute der Spiele ihrer Vereine verpasst. Darunter sind auch Andreas Schall, Torwart der SpVgg Selbitz, sowie Mauricio Göhlert, André Keilwerth und Fabian Scharnagl vom SV Mitterteich.

 

439Fußballer wurden in den bisherigen 181 Landesliga-Partien eingesetzt.

 

624 Tore sind in der laufenden Saison bisher gefallen. Das sind im Schnitt 3,55 Treffer pro Spiel.

47 Elfmeter verhängten die Schiedsrichter, nur sechs verwandelten die Schützen nicht.

 

34784 Zuschauer kamen in die Stadien der 18 Landesliga-Vereine; im Schnitt sind das 193 Fans pro Partie. In Selbitz wollten im Schnitt 242 Zuschauer die Heimpartien ihrer Elf sehen, Mitterteich zählte im Schnitt bei Heimspielen 182 Zuschauer. Die meisten Besucher kamen zum Eröffnungsspiel der Landesliga nach Frohnlach: 1250 Fans wollten beim Derby gegen den Neuling TSV Sonnefeld dabei sein.

 

26Rote Karten zückten die Schiedsrichter bisher und 35 Mal mussten Spieler wegen Gelb-Rot vom Platz. Ohne Platzverweis blieb allein der TSV Neudrossenfeld. In der Fairness-Tabelle führt dennoch der ATSV Erlangen vor dem SV Memmelsdorf, der SV Mitterteich belegt den fünften, die SpVgg Selbitz den siebten Rang.

 

2Tabellenführer freuten sich an den 22 Spieltagen über Platz eins. Zunächst stand die SG Quelle Fürth oben, seit dem dritten Spieltag führt der ATSV Erlangen.

 

21Übungsleiter standen bisher an der Seitenlinie. Ein Trainergespann wirkt beim 1. FC Lichtenfels mit Alexander Grau und Christian Goller. Es gab bisher nur bei zwei Vereinen einen Wechsel auf der Kommandobrücke. Neue Coaches haben der SC 04 Schwabach und die SpVgg Erlangen. In Schwabach folgte Tobias Ochsenkühn nach sieben Spieltagen auf Alexander Maul. Stefan Steiner warf beim Neuling SpVgg Erlangen nach 14 Spielen hin. Bis zum Saisonende hat Bernd Fuchsbauer übernommen. Gut möglich, dass im Verlauf der Saison angesichts des zu erwartenden engen Abstiegskampfes noch der eine oder andere Trainer vor die Tür gesetzt wird. dme

 

Wir stehen jetzt mit 24 Punkten auf Platz elf. Wir haben mindestens zehn Punkte zu wenig geholt. Wir hatten Spiele, in denen wir zu viele Chancen vergeben haben, aber auch Spiele, in denen unsere Defensive nicht immer sattelfest war oder individuelle Fehler zu Toren führten.

 

Darin hat die Mannschaft also noch Nachholbedarf?

Ja. Wichtig wird in der Rückrunde sein, einfach mal die Tore zu machen. Wir haben oft die Möglichkeiten dazu und müssen unsere definitiv vorhandene Qualität nur nutzen. Ebenso müssen wir in der Rückwärtsbewegung teilweise vorausschauender agieren, unnötige Fouls vermeiden und kompakt verteidigen. Wir haben jetzt aber genug Zeit, uns gut auf die Rückrunde vorzubereiten.

 

Was kann Selbitz in dieser Saison erreichen?

Die ersten vier Teams sind mittlerweile schon ein Stück von den folgenden entfernt. Dahinter kommt aber unsere Zone. Ich sehe uns auf Platz fünf bis neun. Unser Anspruch ist, die Saison auf einem einstelligen Platz zu beenden. Dennoch ist der elfte Platz auch trügerisch. Gestalten wir unsere drei Nachholspiele nicht positiv, rückt der untere Tabellenbereich sehr nahe. Daher wird es wichtig sein, unser junges Team physisch und mental sehr gut auf die Rückrunde vorzubereiten, damit wir die Schwankungen der Vorrunde minimieren können.

 

Sie haben Bayern- und Regionalliga gespielt. Was ist der Unterschied zur Landesliga?

Der größte Unterschied liegt eindeutig in der spielerischen Qualität. In der Landesliga kann jeder gegen jeden gewinnen - lediglich der ATSV Erlangen spielt hier mit seinen vielen ehemaligen Regionalligaspielern in einer eigenen Liga. Sieg oder Niederlage hängt überwiegend an der persönlichen Einstellung jedes einzelnen Spielers und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Für mich als Torwart bleibt alles beim Alten: Ich springe wie auch früher in der Regional- und Bayernliga in die Richtung vom Ball und versuche zu verhindern, ein Tor zu bekommen.

 

Jeder kann jeden schlagen: Ist das Feld also enger zusammengerückt?

Durch die Umstrukturierung der Liga ist diese sicher näher zusammengerückt. Man sieht zwar die finanzstärkeren Teams der Liga an der Spitze, aber dahinter ist sehr viel möglich.

 

Zurück zu Ihrer Position als Dauerbrenner: Denken Sie, dass Sie Ihre Serie bis zum Saisonende durchhalten und bei allen Spielen auf dem Platz stehen werden?

Ich wünsche mir verletzungsfrei zu bleiben - und somit so viele Spielminuten wie möglich zu erhalten - und ein Rückhalt für mein Team zu sein.

Das Gespräch führte Marcus Schädlich

Autor

Dirk Meier
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Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
18:18 Uhr

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Dirk Meier

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Veröffentlicht am:
07. 12. 2017
18:18 Uhr



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