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Zehn schläfrige Minuten

Der FC Vorwärts Röslau spielt gegen Schwabach eine ganz starke erste Halbzeit. Doch nach dem Wechsel kommt es knüppeldick.



Luftkampf zwischen dem Röslauer Daniel Kahrig (links) und dem Schwabacher Christian Graf. Foto: Peter Perzl
Luftkampf zwischen dem Röslauer Daniel Kahrig (links) und dem Schwabacher Christian Graf. Foto: Peter Perzl  

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt. S. Knoblauch, Smrha, Tonka, Kahrig, Benker, N. Knoblauch, Sturm (83. Baran), Rimböck (72. Lapschin), Gezer, Hermann.

SC 04 Schwabach: Brunnhübner, Zillmann, Graf, Mohrbach, Weiß (86. Nisslein), Thein, Güler (76. Oktay), Kania, Shynder, Schenker (69. Boynügrioglu), Spieß.

Schiedsrichter: Dr. Schanderl (DJK 06 Regensburg). - Zuschauer: 130. - Tore: 38. Min. Gezer 1:0, 48. Min. Zillmann 1:1, 51. Min. Güler 1:2, 57. Min. Schenker 1:3.

"So ist Fußball. In einem Spiel bist du als Torhüter der gefeierte Held, im anderen der Depp." Sebastian Blechschmidt war nach dem Landesliga-Heimspiel gegen den SC Schwabach todunglücklich. Mit seinem Patzer kurz nach der Halbzeit leitete er die 1:3-Niederlage gegen den Favoriten ein. Der Röslauer Keeper hatte sich den Ball nach einem nicht sonderlich scharf und präzise geschossenen Freistoß von Tobias Zillmann aus etwa 25 Metern mehr oder weniger selbst ins Nest gelegt. "Das war von mir einfach technisch schlecht gemacht", wollte Blechschmidt gar nichts beschönigen. Die Gäste nutzten nun die komplette Röslauer Verwirrung, um innerhalb weniger Minuten das Spiel komplett zu drehen und auf 3:1 davonzuziehen.

Mit diesen desolaten zehn Minuten nach der Pause brachte sich die Vorwärts-Elf selbst um den Lohn für eine richtig gute erste Halbzeit. Die taktische Variante, Sturmführer Ertac Tonka gegen die starke Schwabacher Offensive in die Innenverteidigung zu stellen, schien zunächst komplett aufzugehen. Schwabach konnte sich in der ersten Halbzeit keine einzige richtige Torchance erarbeiten. Alle Bemühungen der Gäste, erstickten die Platzherren bereits im Keim. Daniel Kahrig nahm den Schwabacher Michael Weiß komplett aus dem Spiel, auch der ehemalige ukrainische Nationspieler und Torjäger Torjäger Anton Shynder war bei Jaroslav Smrha bestens aufgehoben. Auf der anderen Seite setzten die Röslauer immer wieder Nadelstiche. Schon in der siebten Minute wurde es brandgefährlich, als Sebastian Knoblauch in den Strafraum eindrang, aber statt selbst abzuziehen, den Ball nochmals querlegte. In der 38. Minute war es soweit: Kaan Gezer zog aus zehn Metern ab, vom Rücken des Schwabacher Kapitäns Thomas Morbach landete der Ball im Tor. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Gezer die Riesenmöglichkeit zum 2:0, als er nach einem herrlichen Spielzug völlig frei zum Schuss kam, aber Torhüter Dominik Brunnhübner den Ball mit einer Glanzparade noch um den Pfosten lenkte. Dieser Großchance trauerte Röslaus Trainer Ali Sener auch nach dem Abpfiff noch nach. "Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, hätten wir hier das 2:0 gemacht?"

Und eine 2:0-Pausenführung wäre nicht einmal unverdient gewesen, denn die Platzherren hatten die hoch gehandelten Schwabacher in der ersten Halbzeit völlig im Griff. "Unser Matchplan mit der Umstellung in der Abwehr ist in der ersten Halbzeit voll und ganz aufgegangen", ärgerte sich Sener, das zehn schwache Minuten nach Wiederbeginn alles zunichte gemacht haben.

In der Tat: Nach Sebastian Blechschmidts Patzer war die Mannschaft plötzlich völlig von der Rolle. Die Schwabacher nützten diese Phase eiskalt aus. So stand es bereits nach 58 Minuten 1:3.

Von diesem Schock erholte sich der FC Vorwärts nicht mehr, hatte sogar noch großes Glück, dass die Gäste, allen voran Anton Shynder, mehrere Großchancen ungenutzt ließen. Unter anderem scheiterte der eingewechselte Fatih Boynügrioglu mit einem Foulelfmeter an Torhüter Blechschmidt (82.). "Das war für mich heute allerdings nur ein schwacher Trost, dass ich den Elfer gehalten habe", konnte sich Blechschmidt gar nicht über diese gelungene Aktion freuen.

Die Röslauer stehen nun vor den beiden Derbys am Samstag um 14 Uhr daheim gegen den SV Mitterteich und eine Woche später bei Kickers Selb enorm unter Druck. Seners Ziel, bis zur Winterpause 30 Punkte auf dem Konto zu haben, ist bei drei Heim- und zwei Auswärtsspielen allerdings immer noch machbar. B. N.

FC Vorwärts Röslau -

SC 04 Schwabach


1:3


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Veröffentlicht am:
28. 10. 2019
09:28 Uhr

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Veröffentlicht am:
28. 10. 2019
09:28 Uhr



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