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VER Selb

Auf drei weitere erfolgreiche Jahre

Die Netzsch-Gruppe bleibt Namensgeber der Eishalle und einer der Hauptsponsoren des VER Selb. Der Eishockey-Oberligist stellt sich auf eine schwierige Saison ein.



Freuen sich auf weitere drei gemeinsame Jahre: Thomas Schramm, Marketingleiter beim VER Selb, die Netzsch-Geschäftsführer Moritz Netzsch und Jens Niessner sowie VER-Boss Jürgen Golly.
Freuen sich auf weitere drei gemeinsame Jahre: Thomas Schramm, Marketingleiter beim VER Selb, die Netzsch-Geschäftsführer Moritz Netzsch und Jens Niessner sowie VER-Boss Jürgen Golly.   Foto: Bernd Nürnberger

Die Partnerschaft zwischen dem VER Selb und dem Selber Maschinen- und Anlagenbauer Netzsch geht in die dritte Runde. Auch in den nächsten drei Jahren wird die Selber Eissporthalle NETZSCH-Arena heißen. Netzsch ist bereits seit 2013 Namensgeber und einer der Hauptsponsoren des Eishockey-Oberligisten. VER-Vorsitzender Jürgen Golly, Thomas Schramm, Leiter Sponsoring bei den Wölfen, sowie die beiden Netzsch-Geschäftsführer Moritz Netzsch und Jens Niessner gaben gestern die Vertragsverlängerung bekannt.

"Das ist ein wichtiger Baustein unserer Sponsoren-Pyramide", zeigt sich Vorsitzender Jürgen Golly hocherfreut, dass Netzsch beim VER an Bord bleibt. "Damit haben wir Planungssicherheit für die nächsten drei Jahre." Und er betrachtet es auch noch von einer anderen Seite: "Wenn man so eine Firma mit Weltruf als Partner hat, zieht das auch den einen oder anderen Sponsor mehr nach sich."

Moritz Netzsch sieht im VER einen verlässlichen Partner mit einem schlüssigen Konzept. "Deshalb gehen wir den Weg mit dem Verein nun bereits zum dritten Mal", gibt der Geschäftsführer und bekennende VER-Fan die Komplimente von Jürgen Golly gleich wieder zurück. Die Firma Netzsch unterstütze mit ihrem Sponsoring nicht nur die erste Mannschaft, sondern den Gesamtverein mit seinen auch rund 250 aktiven Jugendlichen, stellt Netzsch klar. Dass natürlich auch ein bisschen Eigeninteresse dabei ist, verhehlt Jens Niessner mit Blick auf den Fachkräftemangel nicht. "Da wir keine Konsumgüter herstellen, wollen wir uns natürlich vor allem für Arbeitnehmer aus der Region interessant machen." Der VER habe im Prinzip den gleichen Einzugsbereich, was die Zuschauer und Arbeitnehmer angeht", pflichtet ihm Jürgen Golly bei.

Der VER-Vorsitzende stellt sich derweil auf eine schwierige, aber sehr spannende Eishockeysaison ein, die am 27. September beim Aufsteiger EV Füssen beginnt und zwei Tage später gleich mit dem Gastspiel des DEL 2-Absteigers Deggendorfer SC in der Netzsch-Arena ihre Fortsetzung findet. Aufgrund der Leistungsdichte in der Oberliga Süd schraubt Golly die Erwartungen deutlich nach unten. Lautete in den vergangenen Jahren das Ziel immer "unter die ersten vier", so geben sich die Wölfe in diesem Jahr bescheidener. "Wir wollen und müssen in die Playoffs, das heißt, unter die ersten acht", so Gollys Vorgabe.

Dass die Wölfe in der kommenden Saison eher etwas kleinere Brötchen backen müssen, hat wohl nichts mit dem aktuellen Kader zu tun. "Wir haben meiner Meinung trotz des Umbruchs nach wie vor eine absolut konkurrenzfähige Mannschaft", sieht Golly sein Team ähnlich gut aufgestellt wie in der abgelaufenen Saison. "Aber die Liga ist so stark geworden, dass es vermessen wäre, gleich einen Platz unter den Top vier ins Visier zu nehmen", schränkt er ein. Es gebe mit Rosenheim, Deggendorf, Riessersee und mit Abstrichen auch Regensburg gleich vier Teams, die Meister werden wollten. "Das wird eine verdammt spannende Saison", können Golly und Schramm den Start gar nicht mehr erwarten. Ergänzt werden soll der Kader auf alle Fälle noch mit drei oder viert Förderlizenz-Spielern.

Dass der VER in der vergangenen Saison seinen geplanten Zuschauerschnitt von rund 1650 verfehlt habe, führt Golly vor allem auf die sportliche Misere im Spätherbst 2018 zurück. "Wenn wir von 1650 Zuschauern sprechen, dann sind das Bruttozahlen. Darin sind Sponsoren, Helfer- und Freikarten enthalten", erläuterte er. Kalkuliert hatte der Verein seinen Worten nach mit 1500 zahlenden Fans pro Spiel, gekommen sind letztlich rund 1300. "Das hat schon richtig weh getan", macht er gar keinen Hehl aus seiner Enttäuschung.

1350 zahlende Zuschauer im Schnitt stehen auf der Kalkulation für die kommende Saison. Die braucht der VER bei einem Gesamtetat von rund 1,5 Millionen Euro auch dringend. Die Kosten für den gesamten Spielbetrieb der Oberliga-Mannschaft bezifferte Golly auf rund 700 000 Euro im Jahr. Darin sind auch 25 000 Euro Schiedsrichterkosten, 35 000 Euro Reisekosten, 60 000 Euro Materialkosten und 100 000 Euro Abgaben an die Berufsgenossenschaft enthalten. Zum Vergleich: Rosenheim hat laut Thomas Schramm alleine für seine Oberliga-Mannschaft einen Etat von 1,2, Millionen Euro.

Worauf können sich die VER-Fans außer spannenden Partien noch freuen? "Wir wollen in unseren Heimspielen noch mehr Event-Charakter rund um die Moser-Liesl-Hütte reinbringen", verrät Golly. Schon vor dem Spiel seien verschiedene Aktionen angedacht, die derzeit besprochen würden. Darüber nachgedacht werde auch, die Pressekonferenz künftig nach dem Spiel auch nach außen zu übertragen. Außerdem soll der Fanshop in einen neuen Container vor die Halle verlegt werden.

Keine Sorge müssen sich Selber Eishockey-Fans machen, weil die Jahreshauptversammlung des VER immer noch nicht stattgefunden hat. "Hier geht es rein um steuerliche Fragen, die immer noch nicht geklärt sind. Auf den Spielbetrieb hat das überhaupt keine Auswirkungen", beruhigte Golly besorgte Wölfe-Anhänger. "Das ist alles völlig unproblematisch, braucht aber noch seine Zeit."

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Bernd Nürnberger

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Veröffentlicht am:
21. 08. 2019
06:00 Uhr

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Bernd Nürnberger

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21. 08. 2019
06:00 Uhr



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