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VER Selb

Der Derby-Held heißt Gare

Der Angreifer des VER Selb erzielt gegen Weiden das Goldene Tor. Die Hausherren haben im Derby der Eishockey-Oberliga zunächst alles im Griff. Dann schwächeln sie.



Das erste Tor für Selb: Erik Gollenbeck trifft zum 1:0. Foto: Mario Wiedel
Das erste Tor für Selb: Erik Gollenbeck trifft zum 1:0. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb - Blue Devils Weiden n.V. 3:2

VER Selb: Deske (Kümpel) - Ondruschka, Veisert, Kolb, Müller, Kremer, Silbermann - McDonald, Gare, Gollenbeck, Moosberger, Lüsch, Geigenmüller, Schiener, Hördler, Worotnikow.

Graaskamp kommt

Nach dem Derby gegen Weiden hat VER-Trainer Henry Thom einen Neuzugang vermeldet: Der 22-jährige US-Amerikaner Charley Graaskamp wird die Wölfe verstärken. Der Angreifer wird im Laufe der Woche zu den Selbern stoßen. Er wird zunächst mit einem vierwöchigen Probevertrag ausgestattet. "Ich bin überzeugt, dass er uns weiterhelfen wird", sagte Thom hoffnungsvoll.

Schiedsrichter: Aumüller. - Zuschauer: 1773. - Tore: 12. Min. Gollenbeck (McDonald, Gare) 1:0, 15. Min. Gare (McDonald, Geigenmüller; 5-3) 2:0, 24. Min. Geisberger (Rubes, Schusser) 2:1, 25. Min. Noe (Waldowsky) 2:2, 63. Min. Gare (Kremer) 3:2 . - Strafminuten: Selb 10, Weiden 8.

Die Pessimisten waren am Sonntagabend in der Netzsch-Arena in der Überzahl. Das musste wohl so sein. Denn Eishockey-Oberligist VER Selb ging personell arg gebeutelt ins Derby gegen den Erzrivalen EV Weiden. Neben Benedikt Böhringer, Lukas Pozivil und Ryan McDonough fehlten bei den Wölfen auch Noah Nijenhuis und Lukas Klughardt. Insgesamt waren die Vorzeichen für das letzte Duell der Hauptrunde alles andere als gut. Am Freitag gegen den EV Regensburg hatte es zudem eine klare 1:4-Niederlage gesetzt.

Nach dem Derby gegen Weiden war das aber vergessen: Der VER siegte in einer spannenden, aber teils auch zähen Partie mit 3:2 nach Verlängerung. Dabei leistete er sich im zweiten Drittel bei 2:0-Führung eine kurze Schwächephase. Was den Unterschied machte: In der entscheidenden Phase waren die Gastgeber einfach einen Tick besser und hungriger.

"Das war heute sicher kein Offensivspektakel. Ich glaube aber, dass wir heute taktisch sehr gut agiert haben", sagte VER-Coach Henry Thom nach der Partie. Sein Gegenüber Ken Latta sagte: "Beide Teams haben sehr diszipliniert gespielt. Ich kann meiner Mannschaft am Ende keinen Vorwurf machen."

06.01.2019 - Selber Wölfe - Blue Devils Weiden 3:2 n.V. - Foto: Mario Wiedel

Selber Wölfe - Blue Devils Weiden 3:2 n.V.
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Selb ließ sich von den Personalproblemen nicht beirren - zumindest in der Anfangsphase. Der VER startete gut in die Partie, die Weidener wirkten dagegen noch etwas schwerfällig. Nach gut vier Minuten startete Wölfe-Stürmer Geigenmüller einen Alleingang, fast wäre er damit erfolgreich gewesen. Gäste-Schlussmann Wiedemann entschärfte die Situation.

Was war mit den Blue Devils los? Das musste man sich zu Beginn wirklich fragen. In den ersten knapp zehn Minuten gab es keine nennenswerte Torannäherung der Gäste. Erst mit der Chance eines ehemaligen Selbers kam Weiden etwas besser in die Partie: Geisberger kam vor Deske an die Scheibe, der EVW-Angreifer schaffte es aber aus aussichtsreicher Position nicht, die Scheibe im Tor unterzubringen. Geisberger hatte dann eine weitere Gelegenheit. Sein Meister: Deske. Wie es richtig geht, zeigte Gollenbeck auf der Gegenseite. Nach einer schnellen Kombination der Hausherren stand er goldrichtig - 1:0 für den VER. Wiedemann war chancenlos. Bei diesem einen Treffer im ersten Spielabschnitt sollte es nicht bleiben. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis stellte Gare in der 15. Minute auf 2:0 für die Gastgeber. Gegen überforderte Oberpfälzer sah das in dieser Szene kinderleicht aus.

Es sah gut auf für Selb - bis zur 24. Minute. Da trugen die Gäste mal einen strukturierten Angriff vor, Rubes und Schuss hatten zu viel Platz, die Scheibe kam quer vor das VER-Tor - und Geisberger verkürzte für Weiden. Ja, ausgerechnet Geisberger. Es sollte aber noch dicker kommen für die Wölfe. Nächster Angriff EVW, nächstes Tor. Noe netzte ein. Plötzlich stand es 2:2. Die Selber wirkten in dieser Phase irgendwie gehemmt. Ihnen fehlte die letzte Aggressivität, was ihnen noch abging: die Cleverness. Zwei Mal standen die Hochfranken schlecht, zwei Mal wurde es dem Gegner viel zu leicht gemacht. So war Weiden wieder da.

Den Ausgleich mussten die Wölfe erst einmal verdauen. Immerhin erhielten die Hausherren relativ schnell die Spielkontrolle zurück, Lüsch und Geigenmüller hatten Chancen zur erneuten Führung. Sie zielten allerdings knapp am Weidener Tor vorbei. Was der VER nun brauchte, war eine zündende Idee. Das Team von Trainer Henry Thom kam nicht mehr so richtig vor das gegnerische Tor. Gefährlich wurde es hin und wieder nur aus der Distanz. Gut für Selb: Auch Weiden hatte im weiteren Verlauf Probleme, Deske in echte Schwierigkeiten zu bringen.

So ging es beim Stand von 2:2 ins Schlussdrittel. Dort warteten beide Teams erst einmal ab. Keiner wollte zu viel Risiko gehen, keiner wollte frühzeitig einen Fehler machen. Es war wie beim Schach. Aber wer sollte zuerst die Geduld verlieren? Die Selber waren hier etwas mehr gefordert. Denn den Blue Devils sollte schließlich ein Punkt reichen, um in der Tabelle vor dem Rivalen zu bleiben.

In den ersten zehn Minuten des Schlussdrittels passierte so gut wie gar nichts. Dann aber musste VER-Stürmer Gare für zwei Minuten vom Eis. Für Weiden war es die große Chance, den vielleicht entscheidenden Schlag zu setzen. Die Oberpfälzer ließen diese Chance gegen kompakt stehende Wölfe verstreichen. Es roch nach Verlängerung. VER-Stürmer Moosberger lieferte sich noch eine nicht ganz so kleine Rangelei mit Weidens Rubes, nachdem dieser Wölfe-Schlussmann Deske angegangen hatte. Plötzlich war ganz viel Pfeffer in diesem bis dahin sehr friedlichen Derby. Am Ergebnis änderte das aber erst einmal nichts, fünf zusätzliche Spielminuten mussten die Entscheidung bringen. Dort wollten die Selber den Derbysieg dann mehr als die Oberpfälzer. Gare umkurvte das EVW-Tor, traf - und ließ die Fans jubeln.

Am Freitag geht es für die Wölfe in Peiting weiter, dann startet die Meisterrunde.

 

 

 

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Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
06. 01. 2019
21:00 Uhr

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Hannes Huttinger

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06. 01. 2019
21:00 Uhr



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