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VER Selb

Der Lieblingsgegner gastiert

Vier Spiele, vier Siege: Der VER Selb hat gegen die Starbulls Rosenheim eine blütenweiße Heimweste. Die Oberbayern sinnen heute auch wegen des Hinspiels auf Revanche.



Ausgebremst: Die Selber Mauriz Silbermann (links) und Torwart Niklas Deske quetschen einen Rosenheimer Stürmer zwischen sich ein. In einem spektaktulären Hinspiel setzten sich die Wölfe gegen die Starbulls mit 7:5 durch. Heute Abend gastiert der Altmeister aus Oberbayern in der Netzsch-Arena.	Foto: Mario Wiedel
Ausgebremst: Die Selber Mauriz Silbermann (links) und Torwart Niklas Deske quetschen einen Rosenheimer Stürmer zwischen sich ein. In einem spektaktulären Hinspiel setzten sich die Wölfe gegen die Starbulls mit 7:5 durch. Heute Abend gastiert der Altmeister aus Oberbayern in der Netzsch-Arena. Foto: Mario Wiedel  

In der Tabelle der Eishockey-Oberliga Süd geht es drunter und drüber. Gerade einmal fünf Punkte liegen nach 14 Spieltagen zwischen Spitzenreiter Deggendorfer SC (27) und dem Tabellenachten EV Füssen (22). So eng und spannend war es noch nie. Der VER Selb (25 Punkte) mischt als Tabellendritter prächtig mit, allerdings warten jetzt zwei dicke Brocken. Am heutigen Freitag (20 Uhr) sind die Starbulls Rosenheim (4./24) zu Gast in der Netzsch-Arena, am Sonntag (18 Uhr) müssen die Wölfe beim SC Riessersee (5./23) antreten. Von einem "knüppelharten Wochenende" spricht VER-Trainer Henry Thom.

SC Riessersee: Wer kommt von Red Bull München ?

Auch an den SC Riessersee hat der VER Selb gute Erinnerungen aus dem Hinspiel. Nach Niederlagen in Füssen und gegen Deggendorf feierten die Wölfe gegen den Altmeister den ersten Saisonsieg (4:3 nach Penaltyschießen). Die Mannschaft von Trainer George Kink profitiert auch heuer wieder von Förderlizenzspielern des EHC Red Bull München. "Natürlich kommt es darauf an, wer aus München dabei ist. Aber auch so hat Riessersee eine starke Mannschaft", sagt VER-Coach Henry Thom vor dem Gastspiel in Garmisch am Sonntag (18 Uhr). Beim jüngsten 5:4-Sieg des SCR gegen Regensburg feierte der Schwede Victor Östling nach einer siebenwöchigen Verletzungspause sein Comeback.

 

Es sind z wei Spiele gegen Tabellennachbarn, die auch eine weitere Standortbestimmung sind für die Wölfe. Da kann es schnell wieder weiter nach unten - aber auch noch weiter nach oben gehen. "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen", bemühte Thomas Manzei, der zweite Vorsitzende des VER Selb, im Frankenpost-Gespräch einen geflügelten Spruch. "Aber heuer trifft das wirklich zu." Und in der Tat: Auch der EV Lindau und der Höchstadter EC, die einen Horrorstart hingelegt hatten und schon ziemlich abgeschlagen schienen, kämpfen sich langsam wieder heran an die Plätze, die ab 10. Januar für die Meisterrunde und später für die Playoffs von Bedeutung sind.

 

Nicht nur dem VER Selb, dem am vergangenen Freitag in Weiden etwas die Frische gefehlt hat, und der durch die 2:4-Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze verpasst hat, kamen die drei freien Tage von Samstag bis Montag sehr gelegen. "Die Liga ist sehr strapaziös. Die kleine Pause hat den Spielern gut getan", sagt Thom. "Am Dienstag war beim Training schon wieder ein bisschen mehr Energie zurück." Und nicht nur die. Auch Dennis Schiener nach seinen Magen- und Darmproblemen sowie Dominik Müller nach einer leichten Gehirnerschütterung und Leon Kremer, bei dem sich der zunächst befürchtete, erneute Daumenbruch nun doch nicht bestätigt hat, standen wieder auf dem Eis. Ob beide gegen Rosenheim auch schon wieder im Aufgebot stehen, stand am Donnerstag noch nicht definitiv fest. "Bei beiden geht es aber voran", klingt der Trainer optimistisch. Weiter nicht zur Verfügung steht der Bayreuther Förderlizenzspieler Noah Nijenhuis. Wohl erst kurzfristig fällt die Entscheidung, ob Tim Zimmermann im Wölfe-Kader steht.

Wenn die Starbulls Rosenheim heute ihre Visitenkarte in Selb abgeben, wartet einerseits ein richtiger Lieblingsgegner, andererseits aber auch eine absolute Wundertüte auf die Schützlinge von Trainer Henry Thom. Vier Mal waren die Oberbayern seit ihrem DEL 2-Abstieg 2017 zu Gast in der Netzsch-Arena, vier Mal gingen die Wölfe als Sieger vom Eis (4:0, 2:1, 8:4 und 4:3 nach Penaltyschießen). Auch in Rosenheim hat der VER bei fünf Auftritten schon drei Siege gefeiert - zuletzt das spektakuläre 7:5 am 4. Oktober, als die Selber mit drei späten Toren binnen 68 Sekunden die Starbulls schockten. "Ich weiß selbst nicht genau, wie wir dieses Spiel noch gewonnen haben", sagte Wölfe-Trainer Henry Thom nach dieser denkwürdigen Partie, an die Rosenheims Trainer John Sicinski seine Mannschaft unter der Woche sicher noch einmal erinnert und für heute Abend heiß gemacht haben dürfte.

Das nötige Selbstvertrauen nach zuvor drei Niederlagen gegen Memmingen, Weiden und Riessersee bereits zurückgeholt haben sich die Starbulls in der vergangenen Woche mit dem überraschend deutlichen 9:0-Erfolg gegen den EV Füssen. Mit einem Treffer ein gelungenes Debüt im Rosenheimer Trikot feierte dabei auch Tadas Kumeliauskas. Der 28-jährige Litauer war erst wenige Tage zuvor vom DEL 2-Club EV Landshut an die Mangfall gewechselt und hat seine Torgefährlichkeit in der vergangenen Saison schon beim ECDC Memmingen unter Beweis gestellt. Unter anderem mit Alexander Höller, Joshua Mitchell, Kevin Slezak, Fabian Zick und Kapitän Michael Baindl haben die Oberbayern weitere routinierte und brandgefährliche Kräfte im Kader.

Auch wenn sich die Starbulls lieber heute als morgen wieder in der DEL 2 sehen würden, ist Geduld gefragt bei Verantwortlichen und Zuschauern. Zu oft zu wankelmütig präsentieren sich die Rosenheimer, für deren Trainer der Eishockey-Standort aber immer noch zu den Top-Adressen in Deutschland zählt. "Ich habe bereits gespürt, wieviel Leidenschaft und Ehrgeiz in diesem Verein steckt", sagte Sicinksi nach seinem Amtsantritt im Sommer. Und auch Wölfe-Coach Henry Thom äußert sich respektvoll vor den heutigen Selber Gästen. "Rosenheim zählt auf jeden Fall zu den Top-Teams der Liga." Lieblingsgegner hin oder her.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
14. 11. 2019
20:10 Uhr

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Andreas Pöhner

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14. 11. 2019
20:10 Uhr



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