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VER Selb

Die Personallage bleibt kritisch

Der Eishockey-Oberligist VER Selb benötigt einen neuen Stürmer. Vor den Spielen in Regensburg und gegen Weiden kann der Trainer aber wohl noch keinen Vollzug melden.



Bei ihnen läufts ordentlich: Die erste Selber Sturmreihe mit (von links) Lanny Gare, Ian McDonald und Erik Gollenbeck sorgt derzeit für den Großteil der Tore. Foto: Mario Wiedel
Bei ihnen läufts ordentlich: Die erste Selber Sturmreihe mit (von links) Lanny Gare, Ian McDonald und Erik Gollenbeck sorgt derzeit für den Großteil der Tore. Foto: Mario Wiedel  

Endspurt in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga: Mit den Spielen bei den Eisbären Regensburg (Freitag, 20 Uhr) und vor heimischer Kulisse gegen den EV Weiden (Sonntag, 18 Uhr) beschließt der VER Selb an diesem Wochenende den ersten Teil der Saison. Die Bilanz der vergangenen Wochen kann sich sehen lassen. Sieben Siege in neun Spielen feierten die Thom-Schützlinge - vier Mal davon allerdings erst in der Verlängerung oder im Penaltyschießen. Auch gegen den Höchstadter EC mussten die Wölfe am Mittwoch nachsitzen nach einer zerfahrenen Partie und einer eher dürftigen Vorstellung, ehe der 2:1-Erfolg und die beiden ersten Punkte des neuen Jahres unter Dach und Fach waren.

Das Wie war aber relativ schnell abgehakt. Hauptsache gewonnen, lautete die Devise im Lager des VER. Der distanzierte mit diesem Sieg den Höchstadter EC zunächst einmal auf sechs Punkte, schloss zu den nun punktgleichen Blue Devils aus Weiden auf und liegt nur noch vier Zähler hinter dem Tabellensechsten ECDC Memmingen. Und weil der SC Riessersee wegen seiner Planinsolvenz nach der Hauptrunde "rausfliegt" aus dem Zehnerfeld, das unter Mitnahme aller Punkte die Meisterrunde in Angriff nimmt, können die Wölfe sogar noch auf Rang fünf schielen. Was für die dann folgenden Playoffs mit den Nord-Clubs nicht von Nachteil wäre.

Allerdings leben die Selber noch im Hier und Jetzt - und müssen zunächst das Oberpfalz-Wochenende ordentlich hinter sich bringen. Und hier bleibt die Personallage weiter kritisch. Am Mittwoch gab Trainer Henry Thom erstmals öffentlich bekannt, dass Lukas Pozivil nach seinem Fußbruch in der Vorbereitung in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen kann für die Wölfe. Dasselbe Schicksal ereilt vermutlich Ryan McDonough: Der 31-jährige Kanadier, der im Sommer mit großen Vorschusslorbeeren, aber auch mit einer Handverletzung in Selb angekommen war, muss wegen einer Schulterverletzung für zwei bis drei Monate pausieren.

Weil auch Ben Böhringer noch zwei bis drei Wochen pausieren muss und Dominik Kolb weiter eine Sperre vom Deutschen Eishockey-Bund droht - die Verhandlung findet am 9. Januar statt -, muss der Verein nun endgültig nochmals auf dem Transfermarkt zuschlagen. "Ich bin mit Hochdruck am Arbeiten. Ich habe an einem Spieltag noch nie so viel telefoniert wie heute", erzählte Trainer Thom am Mittwoch nach der Höchstadt-Partie über seine Bemühungen, für McDonough einen neuen Ausländer an Bord zu holen. "Aber der Markt ist nicht übervoll." Eher skeptisch war Thom deshalb, dass es bis zum heutigen Freitag noch klappt mit einer Neuverpflichtung.

Die Aufgabe in Regensburg werden die Wölfe also voraussichtlich mit unverändertem Kader angehen müssen. Und nicht erst seit dem Auftritt am 7. Dezember in der Donauarena (2:6) weiß Thom, wie schwer es sein kann, beim frisch gebackenen Tabellenführer zu bestehen. "Regensburg ist unheimlich heimstark. Die rollen mit vier Reihen an. Wir müssen einfach spielen und schnell die Scheibe hinten rausbringen, die ersten zehn bis 15 Minuten überstehen und sie aus dem Rythmus bringen." Einfacher gesagt als getan. Was nämlich passieren kann, wenn es bei den Eisbären richtig läuft, hat erst am Mittwoch der EV Weiden - am Sonntag zu Gast in Selb - zu spüren bekommen. Die Blue Devils, die im Dezember in elf Spielen neun Mal als Sieger das Eis verließen, handelten sich vor rund 2300 Zuschauern eine derbe 0:9-Heimklatsche ein. "Nach dem fünften Gegentor haben wir den Draht zu diesem Spiel verloren", sagte bei der Pressekonferenz der Weidener Trainer Ken Latta. Er wollte seiner Mannschaft aber gar keinen großen Vorwurf machen ("Das war ein Aussetzer") und hatte vor allem in den ersten Minuten mehrere gute Chancen für sein Team gesehen. Was Eisbären-Coach Igor Pavlov bestätigte. "Am Anfang hat uns Weiden unter Druck gesetzt. Da hat uns unser Torwart gerettet und den Weg freigemacht für den Sieg."

Wie der VER Selb, hat auch Weiden personelle Probleme. Mit Daniel Willaschek, dem nach einem Schädel-Hirn-Trauma das Saison-Aus droht, Philipp Siller (Schulter), Lukas Zellner (Bandscheibenvorfall) und Marco Pronath (Handbruch) fallen vier Spieler sicher aus, hinter dem Einsatz von Marco Habermann und Martin Heinisch stehen Fragezeichen.

Doch egal, wer für die Wölfe oder die Blue Devils auch auf dem Eis stehen mag am Sonntagabend in der Netzsch-Arena: Der VER Selb will nach drei Niederlagen gegen Weiden (1:2, 5:8, 2:4) endlich seinen ersten Sieg dieser Saison gegen den Nachbarn aus der Oberpfalz feiern. Henry Thom hofft dann auch auf eine Steigerung seiner zweiten und dritten Reihe, nachdem in den letzten Spielen fast nur die Reihe um Ian McDonald, Lanny Gare und Erik Gollenbeck für die nötigen Tore sorgte. "Das ist ein Problem", sagt Thom. Er rät den etwas verunsicherten Stürmern aus den Blöcken zwei und drei, ihr Spiel wieder einfacher zu halten. "Sie wollen manchmal zu kreativ sein und machen es oft zu schwierig." Zumindest bei den Trainingseinheiten würde es klingeln ohne Ende.

Ich bin mit Hochdruck am

Arbeiten. Aber der Markt

ist nicht übervoll.


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VER-Trainer Henry Thom über die

 

Suche nach einem neuen Ausländer

 

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2019
18:28 Uhr

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Andreas Pöhner

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03. 01. 2019
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