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VER Selb

Die Wölfe vernaschen die Eisbären

Der Eishockey-Oberligist VER Selb feiert gegen den Tabellenführer einen hochverdienten 4:3-Erfolg. Die Zuschauer sind begeistert vom Auftritt ihres Teams.



Lange verzweifelten die Wölfe, wie hier Dominik Müller (blaues Trikot), an Eisbären-Torwart Peter Holmgren. Am Ende klappte es aber mit dem Sieg gegen den Spitzenreiter. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de.	Foto: Mario Wiedel
Lange verzweifelten die Wölfe, wie hier Dominik Müller (blaues Trikot), an Eisbären-Torwart Peter Holmgren. Am Ende klappte es aber mit dem Sieg gegen den Spitzenreiter. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (Bätge) - Ondruschka, Nijenhuis, Kolb, Müller, Silbermann, Kremer - McDonald, Gare, Gollenbeck, Moosberger, McDonough, Geigenmüller, Schiener, Hördler, Klughardt.

Eisbären Regensburg: Holmgren (Fössinger) - Heider, Schütz, Tippmann, Vogel, Schiller, Birner, Weber, Bühler - Gajovsky, Divis, Tausch, Flasche, Sauer, Franz, Vinci, Ontl, Keresztury, Böhm, Schwarz, Dosch.

Schiedsrichter: Kapzan (Passau). - Zuschauer: 1567. - Tore: 31. Min. Gollenbeck (McDonald, Gare) 1:0, 36. Min. Schwarz (Bühler) 1:1, 39. Min. Schütz (Gajovsky; 5-4) 1:2, 54. Min. Gollenbeck (McDonald, Ondruschka; 4-4) 2:2, 54. Min. Ondruschka (Gare, Schiener; 5-4) 3:2, 57. Min. Flache (5-4) 3:3, 59. Min. McDonald (Gollenbeck, Gare) 4:3. - Strafminuten: Selb 16, Regensburg 16.

 

Was für ein Start in das Wochenende: Nach zuletzt bereits drei Siegen am Stück bezwangen die Wölfe am Freitagabend nach einem hochklassigen und am Ende dramatischen auch die Eisbären Regensburg mit 4:3. Die Wölfe scheinen ihr Formtief damit endgültig durchschritten zu haben. Sie schöpften mit diesem verdienten Erfolg gegen den Tabellenführer auch noch einmal reichlich Selbstvertrauen vor dem brisanten Derby am Sonntag (18.30 Uhr) beim EV Weiden.

"Das war heute spannende Unterhaltung. Die bessere Mannschaft hat gewonnen", sagte Gäste-Trainer Igor Pavlov bei der Pressekonferenz in der Selber Hockey-Hütte. In der kochte die Stimmung ebenso hoch wie kurz zuvor im Stadion selbst. "Wir sind stolz auf unser Team", skandierten die begeisterten VER-Anhänger, die wohl die bislang beste Saisonleistung der über weite Strecken wie entfesselt auftrumpfenden Wölfe sahen. "Wir waren immer unter Druck und wurden zu Fehlern gezwungen", sah auch der Eisbären-Coach ein bärenstarkes Selber Team. VER-Coach Henry Thom war einfach nur stolz und "unheimlich glücklich, dass sich meine Jungs für die harte Arbeit belohnt haben". Allerdings müsse sich seine Frau wohl noch etwas um sein Herz kümmern.

Das erste Drittel gehörte klar den hoch motivierten und glänzend eingestellten Wölfen. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor des Tabellenführers, der sich kaum befreien konnte aus dem eigenen Drittel. Die Selber Spielfreude auf dem Eis übertrug sich sofort auch auf die Ränge. Das einzige Manko der Hausherren: Sie nutzten ihr vielen guten Möglichkeiten nicht. Die Eisbären hatten es einzig ihrem Torwart Holmgren zu verdanken, dass sie deutlich nicht in Rückstand gerieten. Auf der Gegenseite musste Deske erstmals nach zehn Minuten erstmals ernsthaft eingreifen. Zunächst gegen Regensburgs Topstürmer Gajovsky, kurz darauf gegen Franz. Das von Regensburg scheinbar gepachtete Glück musste drei Minuten später auch der VER Selb einmal in Anspruch nehmen. Der junge Sauer hatte das fast leere Tore vor Augen, zielte aus spitzem Winkel aber knapp vorbei. Es war ein starkes erste Drittel der Wölfe, die in einer temporeichen Partie eigentlich mit einer deutlichen Führung in die Kabine hätten gehen können. Der Spitzenreiter aus Regensburg war wohl selbst überrascht vom Selber Power-Eishockey.

Die Wölfe waren auch im zweiten Drittel das dominante Team. Sie gewannen fast alle Zweikämpfe und eroberten die Scheibe sofort immer zurück. Doch was der VER dann auch anstellte vor dem Regensburger Tor: Der verdiente Lohn blieb zunächst aus. Die Hausherren verzweifelten schier am überragenden Holmgren im Tor der Gäste. Nach einer halben Stunde brannte es nach einem Missverständnis dann auch einmal vor dem Selber Kasten, aber Deske klärte in höchster Not. 30 Sekunden später fiel dann doch die längst überfällige Führung für die Wölfe. Nach einem Zuspiel vom McDonald zog Gollenbeck direkt ab und ließ Holmgren keine Abwehrchance. Und nur zwei Minuten später hätte Gollenbeck sogar seinen zweiten Treffer nachlegen, wurde aber im letzten Moment ausgebremst. Wie aus heiterem Himmel gelang den Gästen nach überstandener Unterzahl der mehr als glückliche Ausgleich - und kurz vor der zweiten Pause sogar die Führung, als von Schütz im Powerplay von der blauen Linie abzog. Der Tabellenführer hatte das Spiel gedreht - und wusste wohl selbst nicht richtig, warum. Jetzt waren aufmunternde Worte nötig in der Wölfe-Kabine.

Auch die Zuschauer empfingen ihre Mannschaft mit Applaus auf dem Weg zurück ins Schlussdrittel. Und die Wölfe rannten zunächst weiter an. In der 44. Minute brannte bereits Jubel auf, als McDonough nach einem Schiener-Schuss erfolgreich, aber wohl regelwidrig nachsetzte. Der Schiedsrichter entschied sofort: kein Tor. So langsam schwanden bei den Hausherren scheinbar aber doch etwas die Kräfte. Die Eisbären drängten nun mit ihren vier Reihen auf eine Vorentscheidung. Immer öfter stand jetzt VER-Keeper Deske im Blickpunkt des Geschehens. Doch der VER gab sich längst nicht geschlagen. Und er kam tatsächlich noch einmal zurück mit einem Doppelschlag in der 54. Minute. Zunächst fälschte Gollenbeck die Scheibe unhaltbar zum 2:2 ab, nur 26 Sekunden später drosch Ondruschka den Puck von der blauen Linie zum 3:2 in den Winkel. Die Netzsch-Arena kochte nun.

Regensburg ging früh volles Risiko, nahm fünf Minuten vor dem Ende bei eigener Überzahl den Torwart vom Eis. Bei einem Befreiungsschlag von Gare fehlten nur Zentimeter zum 4:2. Dem nicht genug: Sekunden später kam Regensburg zum Ausgleich. Doch die Wölfe bäumten sich ein weiteres Mal auf und kamen doch noch zum mehr als verdienten Siegtreffer. McDonald behielt in der 59. Minute alleine vor Holmgren die Nerven, umkurvte den Eisbären-Keeper und ließ die Halle zum Tollhaus werden. Andreas Pöhner

VER Selb -

Eisbären Regensburg

 

4:3

 

 

Wir waren immer unter

 

Druck und wurden zu

gezwungen.


zitat

 

Eisbären-Trainer Igo Pavlov

 

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
21. 12. 2018
23:26 Uhr

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Veröffentlicht am:
21. 12. 2018
23:26 Uhr



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