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VER Selb

Eine Eishockey-Vernunftehe

Die einstigen Erzrivalen aus Selb und Bayreuth sind sich schon in der vergangenen Saison näher gekommen. Nun wird die Kooperation beider Clubs weiter ausgebaut.



Bayreuth Tigers und Selber Wölfe: Aus einstigen Erzrivalen werden Partner.	Foto: adobe-stock.com / Montage: HCS
Bayreuth Tigers und Selber Wölfe: Aus einstigen Erzrivalen werden Partner. Foto: adobe-stock.com / Montage: HCS  

Hart und hitzig ging es meistens zu, wenn der VER Selb und der EHC Bayreuth aufeinandertrafen. Da gab es deftige Keilereien auf dem Eis. Auch die Fans beider oberfränkischen Eishockeyclubs verband - und verbindet teils noch immer - eine abgrundtiefe Antipathie. Wölfe und Tigers waren Erzfeinde. Alles vergessen, alles vorbei. Zumindest, solange sich beide Clubs nicht wieder in derselben Liga begegnen. Schon in der vergangenen Saison sind Wölfe und Tigers enger zusammengerückt. Mit Noah Nijenhuis (21) und Gustav Veisert (22) spielten zwei junge Bayreuther mit einer Förderlizenz auch für den alten Rivalen aus Selb. Beide Spieler wurden auf Anhieb gut aufgenommen. In der Kabine und bei den meisten Anhängern. Der Austausch hatte für beide Vereine einen Nutzen: Die Bayreuther erhielten mehr Eiszeit, die wegen großer Verletzungssorgen oft ausgedünnte Selber Defensive willkommene Verstärkung. Nijenhuis stand 26 Mal für die Wölfe auf dem Eis, Veisert brachte es auf 14 Einsätze, ehe er wieder einen festen Platz im DEL 2-Team der Tigers fand.

Die Förderlizenz

Als Förderlizenz bezeichnet man ein sogenanntes Zweifachspielrecht. Die Förderlizenz gestattet den Eishockey-Nachwuchsspielern bis zum 23. Lebensjahr, in derselben Saison für zwei oder sogar drei Mannschaften aus verschiedenen Ligen zu spielen und flexibel zu wechseln. Förderlizenzen werden vergeben, um den Nachwuchs an die höheren Ligen zu binden und die sportliche Ausbildung junger Spieler zu unterstützen.

Seit Donnerstag steht fest: Wölfe und Tigers ziehen auch in der Saison 2019/20 an einem Strang. Sie werden im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung die partnerschaftliche und produktive Zusammenarbeit fortsetzen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der beiden Vereine. Die Verantwortlichen der zwei oberfränkischen Eishockey-Traditionsvereine verständigten sich darauf, junge Akteure des Zweitligisten aus Bayreuth mit einer Lizenz für den Oberligisten aus Selb auszustatten. Eine Eishockey-Vernunftehe mit kurzen Wegen.

 

Wichtigster Aspekt ist, dass sich junge Spieler weiterentwickeln und den Talenten die Möglichkeit gegeben wird, sich im Wettkampf zu beweisen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. Beide Partner seien sich einig, dass sich talentierte und ambitionierte Bayreuther Cracks im Oberliga-Spielbetrieb optimal entwickeln können. "Wir sind froh, dass diese in der vergangenen Saison begonnene Kooperation fortgesetzt wird", sagt Thomas Manzei, zweiter Vorsitzender des VER Selb. "Es herrscht ein fairer, ehrlicher und offener Umgang untereinander, den wir sehr schätzen. Die Chemie zwischen beiden Trainern, aber auch zwischen beiden Vorstandschaften ist vorbildlich." Am Ende würden bei einer gutgelebten Kooperation beide Vereine gleichermaßen profitieren.

"Wir möchten unseren jungen und noch nicht so etablierten Spielern die Möglichkeit geben, so viel Eiszeit wie möglich zu erhalten. Diese bekommen sie unter normalen Umständen in der Oberliga etwas mehr", erklärt Matthias Wendel, der Geschäftsführer der Tigers. "Hier haben wir mit den Selber Wölfen, die über ein professionelles Umfeld verfügen, den optimalen Partner gefunden. Die Zusammenarbeit mit Selb hat auf allen Ebenen hervorragend funktioniert", sagt Wendel.

Auch die Trainer der beiden Clubs, Henry Thom (Selb) und Petri Kujala (Bayreuth), die im regelmäßigen Austausch stehen, sehen mit der gelebten Kooperation eine zukunftsorientierte, weitere Professionalisierung, von der Selb ebenso wie Bayreuth stark profitieren wird. "Natürlich bin ich froh, dass die Kooperation weiterbesteht", sagt Henry Thom. "Petri und ich ticken ähnlich und unser beider Ziel ist es, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen."

Welche Bayreuther Spieler mit einer Förderlizenz ausgestattet werden, ist noch nicht klar. "Dafür ist es noch zu früh. Hierzu müssen erst die Kaderplanungen beider Vereine abgeschlossen sein", teilt der Bayreuther Trainer Petri Kujala auf Nachfrage mit. A.P./red

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2019
17:30 Uhr

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16. 05. 2019
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