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VER Selb

Ex-Spieler wird zum Co-Trainer

David Hördler kehrt zum VER Selb zurück - jedoch nicht als Spieler. Worum soll sich der langjährige Stürmer bei den Wölfen kümmern? Chefcoach Thom hat schon eine Idee.



Früher Spieler, jetzt Co-Trainer: David Hördler wird beim VER Selb künftig neben Henry Thom und Marc Thumm an der Bande stehen. Foto: Mario Wiedel
Früher Spieler, jetzt Co-Trainer: David Hördler wird beim VER Selb künftig neben Henry Thom und Marc Thumm an der Bande stehen. Foto: Mario Wiedel  

Die Verwandlung des David Hördler. So könnte der Titel beim VER Selb in diesen Tagen lauten. Der 39-Jährige war stets einer, der für seinen Klub sein Herz auf dem Eis gelassen hat. Und nun? Nun ist das wieder so - und das, obwohl Hördler erst vor ein paar Monaten das Ende seiner aktiven Karriere bekannt gegeben hat.

Genau das ist der Punkt. Seine Laufbahn als Stürmer hat der gebürtige Bad Muskauer zwar beendet, in anderer Funktion kehrt er jetzt aber zum Eishockey-Oberligisten zurück. Als Co-Trainer wird er künftig für die Hochfranken tätig sein. Diesen Posten teilt er sich mit Marc Thumm, der in seine siebte Saison als Assistenz-Coach geht.

Heißt: Erstmals wird Chefcoach Henry Thom auf zwei Co-Trainer bauen können. Wie sich Thumm und Hördler die Arbeit aufteilen? In einer Pressemitteilung des Vereins steht, dass Thom das noch festlegen werde. Auf Nachfrage der Frankenpost sagt David Hördler: "Eine thematische Aufteilung steht gar nicht so sehr im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, sich die Arbeit zeitlich zu teilen. Wichtig ist, dass immer mindestens ein Co-Trainer bei den Trainingseinheiten dabei ist."

Hördler ist die Vorfreude anzumerken. "Das ist Neuland für mich", sagt er. Als der VER Selb mit dem Angebot auf den langjährigen Stürmer zukam, musste dieser kurz überlegen. Irgendwann war aber klar: Der 39-Jährige hat Lust. Lust auf den VER, Lust auf diese Tätigkeit - und dann ist da noch so ein ganz besonderes Gefühl. Man könnte fast schon von einer Sucht sprechen. "Ohne Eishockey geht’s einfach nicht", betont Hördler. Die Zahlen unterstreichen das: In seiner Laufbahn hat der Angreifer in 23 Jahren mehr als 1000 Ligaspiele absolviert - viele davon für die Selber Wölfe.

So ist es irgendwie nur logisch, dass David Hördler jetzt als Co-Trainer beim VER anheuert. Doch nicht so schnell! An dieser Stelle gefällt dem 39-Jährigen der Ausdruck "Co-Trainer" gar nicht so gut. "Ich würde eher sagen, dass ich so etwas wie die helfende Hand bin", sagt er. Er wolle so etwas wie der Unterstützer bei den Trainingseinheiten sein. Eine Aufgabe hat Chefcoach Henry Thom dabei für Hördler schon im Visier: "Wir wollen verstärkt auf die jungen Kräfte bauen", wird er in der Mitteilung des Vereins zitiert. Da sei es wichtig, in jeder Trainingsarbeit noch jemanden als Trainer dabei zu haben, "der hier gezielt ein Auge darauf werfen kann, sich verstärkt der ‚jungen Wilden‘ anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten. David ist hier der ideale Mann - es gibt keinen Besseren", erklärt Thom.

Hördler hört das gerne. Er ist sich durchaus bewusst, dass gewisse Erwartungen in ihn gesteckt werden. Dazu sagt er: "Ich habe schon in meiner aktiven Karriere versucht, mich um die jüngeren Spieler zu kümmern und ihnen Tipps zu geben. Ich hoffe, dass das alles gut funktioniert."

Ein Dreigestirn soll es also richten: Thom/Thumm/Hördler. Letzterer war schon als Spieler Fan von Cheftrainer Henry Thom. "Wir befinden uns auf einer Wellenlänge, schon als Spieler habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihm gehabt", sagt Hördler.

David Hördler auf der Trainerbank - ist das für die Zukunft ein dauerhaftes Modell? Oder ist der Trainerjob gar der Traumberuf des 39-Jährigen? So weit würde er nicht gehen. "Natürlich hat man als Spieler immer mal darüber nachgedacht, später mal als Coach zu arbeiten. Ein Muss war das für mich aber nie", sagt Hördler, der nun erst einmal eines will: ganz, ganz viele Erfahrungen sammeln.

Im Gespräch über sportliche Ziele für die Saison 2019/20 gibt sich die Identifikationsfigur des VER noch zurückhaltend. Es sei noch zu früh. "Die neuen Spieler kenne ich noch gar nicht - aber das wird sich ändern", sagt Hördler. "Und dann wird man sehen, wo die Reise hingeht."

Die Reise David Hördlers führt auf die Trainerbank - und nicht mehr ins VER-Trikot. So ist das, wenn man eine Verwandlung hinter sich hat.

Autor
Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
00:00 Uhr

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Hannes Huttinger

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Veröffentlicht am:
17. 07. 2019
00:00 Uhr



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