Lade Login-Box.
Topthemen: Bilder vom Wochenende30 Jahre GrenzöffnungBlitzerwarnerVER Selb

VER Selb

Oberliga-Statistik

Fehlstart ja, Panik nein

Zwei Spiele, null Punkte: Der Eishockey-Oberligist VER Selb stolpert in die neue Saison. Die nächsten Brocken warten schon. Vorsitzender Jürgen Golly ist aber um Ruhe bemüht.



An Einsatz mangelte es den Wölfen nicht am Sonntag gegen Deggendorf. Hier versucht sich Lukas Klughardt (rechts) akrobatisch gegen Nico Wolfgramm.	Foto: Mario Wiedel
An Einsatz mangelte es den Wölfen nicht am Sonntag gegen Deggendorf. Hier versucht sich Lukas Klughardt (rechts) akrobatisch gegen Nico Wolfgramm. Foto: Mario Wiedel  

Natürlich hatten sich die Wölfe diesen Saisonstart gänzlich anders vorgestellt. Besonders die 3:4-Niederlage am Freitagabend beim Aufsteiger EV Füssen war von vielen nicht einkalkuliert. Schon eher verschmerzbar war am Sonntag das 1:5 gegen einen bärenstarken Deggendorfer SC, der an diesem Abend einfach eine Nummer zu groß war für die Wölfe. Zwei Partien, null Punkte. Ein Fehlstart, wie ihn der VER schon lange nicht mehr erlebt hat. Und es warten gleich zwei weitere dicke Brocken auf die Selber. Schon am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) gastiert der SC Riessersee in der Netzsch-Arena, am Freitag führt die Reise zu den Starbulls Rosenheim. Gut möglich also, dass auch nach vier Spieltagen noch keine Punkte auf dem Konto der Wölfe stehen.

"Das kann passieren und bringt der Spielplan so mit sich", sagt VER-Vorsitzender Jürgen Golly mit Blick auf die DEL 2-ambitionierten Gegner aus Deggendorf, Riessersee und Rosenheim. Null Punkte nach vier Spielen würde zwar "blöd ausschauen", weiß Golly. "Wir dürften uns aber auch davon nicht nervös machen lassen und in Panik verfallen, sondern einfach weiterarbeiten." Worte, die ganz im Sinne von Henry Thom sind. "Die Niederlagen tun weh", sagte der Trainer nach dem Auftakt-Wochenende. Aber man müsse dem Team noch etwas Zeit lassen, fordert Thom. Er macht das besonders beim Überzahlspiel aus. Gerade die neuen Spieler hätten das in den vergangenen Jahren bei ihren Clubs nicht so oft gespielt. Ein Sieg, glaubt Thom, würde da viele Knoten lösen und die Mannschaft noch mehr zusammenwachsen lassen.

Der Wölfe-Coach zog am Sonntag aber auch viel Positives aus dem Spiel gegen Deggendorf. "Die ersten 40 Minuten waren so, wie ich mir das vorstelle. Wir haben alles gegeben. Ich denke, das haben auch die Zuschauer gesehen." Auffällig aber auch an den ersten beiden Spieltagen: Für Tore und Assists war ausnahmslos die zweite Reihe um Charley Graaskamp (4 Scorerpunkte), Richard Gelke (4), Steven Bär (2) und Christoph Kabitzky (1) verantwortlich. Die eigentliche Paradereihe um Ian McDonald, Lanny Gare und Neuzugang Marius Schmidt hat bislang noch komplette Ladehemmung. Aber auch das macht Jürgen Golly nicht nervös. "Ian hatte in Füssen und auch gegen Deggendorf einige Dinger am Schläger, die macht er Weihnachten blind. Er hat noch nicht das Händchen und braucht noch zwei, drei Wochen, bis er in seinen Rhythmus kommt."

Seinen neuen Rhythmus bereits gefunden hat ein langjähriger Wölfe-Spieler, der mittlerweile in Gera lebt und am Sonntag als Zuschauer zu Gast in der Netzsch-Arena war: Achim Moosberger. Der 27-Jährige hat im Sommer den Schläger mit der Schiedsrichter-Pfeife getauscht, leitet nun Spiele im Landesverband Sachsen und hofft auf einen baldigen Aufstieg in die Oberliga. Spiele der Wölfe pfeifen möchte er freilich nicht. "Da kann ich nur verlieren", zwinkerte Moosberger, für den die Rückkehr am Sonntag sehr emotional und mit viel Gänsehaut verlaufen sei. "Es war sehr schön. Ich werde sicher öfter kommen."

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
20:22 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Ian McDonald Nervosität Panik Ver Selb e.V. Wölfe
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
Selber Wölfe - EV Füssen

01.11.2019

Die Wölfe wehren Allgäu-Überfall ab

Der VER Selb wandelt gegen einen bärenstarken EV Füssen einen 0:2-Rückstand in einen Sieg um. In der Verlängerung trifft der dreifache Torschütze Ian McDonald zum 4:3. » mehr

Zweifacher Torschütze für Selb: Marius Schmidt (Mitte), dem hier Noah Nijenhuis zum ersten Treffer gartuliert.	Foto: Mario Wiedel

02.10.2019

Mit Leidenschaft zum ersten Sieg

Der Eishockey-Oberligist VER Selb ist angekommen in der neuen Saison. Gegen den SC Riessersee setzen sich die Wölfe nach einem wahren Kraftakt im Penaltyschießen durch. » mehr

Einen sehr guten Eindruck hinterließ beim VER am Sonntag der junge Maximilian Hirschberger (rechts),hier gegen Fritz Denner.

22.09.2019

Das Gefühl ist ein bisschen besser

Der Eishockey-Oberligist VER Selb feiert im letzten Testspiel gegen Erfurt sein erstes Erfolgserlebnis. Es läuft aber noch längst nicht alles rund vor dem Saisonstart in Füssen. » mehr

Das war die Selber Führung in der Donau-Arena: Richard Gelke (links) ließ Eisbären-Keeper Peter Holmgren keine Chance.

18.10.2019

Vorne effektiv, hinten kompakt

Die Eishockeyspieler aus Selb nehmen die Hürde in Regensburg. Trainer Henry Thom lobt sein Team für eine starke Leistung. Kenny Turner bereichert das Spiel der Wölfe. » mehr

Spaßvogel Lanny Gare (zweiter von links) nahm die Moderation kurzzeitig selbst in die Hand. Hier bittet er Richard Gelke (Zweiter von rechts) zum Interview. Interessierte Zuhörer sind (von links) Ian McDonald, Kenny Turner, Dennis Schiener und Maximilian Hirschberger.	Foto: Mario Wiedel

16.09.2019

Der VER hofft auf viele Eishockey-Feste

Die neue Mannschaft der Wölfe hat sich am Samstag offiziell ihren Fans vorgestellt. Die Stimmung ist locker, die Zuversicht auf eine erfolgreiche Saison spürbar. Die Neuzugänge fühlen sich bereits bestens integriert. » mehr

Die neuen Wölfe (von links) nach dem ersten Eistraining in Selb: Marius Schmidt, Kenny Turner (er wartet noch auf die deutsche Staatsbürgerschaft), Christoph Kabitzky, Trainer Henry Thom, Steven Bär, Richard Gelke und Maximilian Hirschberger.

04.09.2019

Harte Arbeit, aber auch viel Spaß

Der Eishockey-Oberligist VER Selb ist seit einigen Tagen zurück auf dem Eis. Der Trainer ist zufrieden mit der Fitness seiner Spieler. Jetzt wartet Thom noch auf einen Stempel. » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Die Turbine leuchtet in Kulmbach Kulmbach

Kulmbacher Turbinenhaus | 16.11.2019 Kulmbach
» 17 Bilder ansehen

Susis Blaulichtparty Weißenstadt

Susis Blaulichtparty | 16.11.2019 Weißenstadt
» 47 Bilder ansehen

SC Riessersee - Selber Wölfe 4:1 Garmisch-Partenkirchen

SC Riessersee - Selber Wölfe 4:1 | 17.11.2019 Garmisch-Partenkirchen
» 29 Bilder ansehen

Autor
Andreas Pöhner

Andreas Pöhner

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
20:22 Uhr



^