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VER Selb

Statistik Meisterrunde der Oberliga Süd

Golly stinkt die Gerüchteküche

Der Vorsitzende des VER Selb spricht am Sonntag bei der Pressekonferenz deutliche Worte. Er verurteilt bestimmte Einträge in den sozialen Medien. Es geht ums Geld.



Nah dran am Mann: VER-Verteidiger Benedikt Böhringer (rechts) gegen den Regensburger Constantin Ontl. Die Wölfe setzten sich überraschend gegen den Tabellenzweiten mit 3:2 nach Verlängerung durch. Fotos: Mario Wiedel/Archiv   Foto: Mario Wiedel

Auf Facebook wird nach Niederlagen gerne viel und heftig kritisiert. Das ist nicht nur im Umfeld des Eishockey-Oberligisten VER Selb so. Sachliche Kritik finden die Verantwortlichen der Wölfe auch durchaus in Ordnung. Aber in einigen Fällen war es in den vergangenen Tagen und Wochen unsachlich, meint Vorsitzender Jürgen Golly. Bei der Pressekonferenz am Sonntag nach dem 3:2-Sieg gegen Regensburg wies Golly nun vor allem ein Gerücht in das Reich der Fabeln. Mit deutlichen Worten. "Es ist ein Bullshit, wenn ich in den sozialen Medien lese, dass die Spieler gegen den Trainer spielen oder schlecht spielen, weil sie ihr Geld nicht bekommen haben. Wenn solche Sachen noch einmal in die Öffentlichkeit kommen, werden wir darauf reagieren und die Personen von uns belangt."

Richtig sei nämlich vielmehr, sagte der Wölfe-Boss, dass alle Spieler, Trainer und Angestellte des VER Selb ihr Januar-Gehalt bekommen hätten. Und das nicht, wie vielleicht in der Eishockey-Szene üblich, Mitte oder Ende Februar, oder vielleicht nur zur Hälfte. "Alle haben es am 27. Januar auf dem Konto gehabt. Wir sind keinen Cent im Rückstand. Ich will solche Sachen nicht mehr hören oder lesen."

Hintergrund für Gollys Griff zum Mikrofon war zunächst aber ein ganz anderer gewesen. Der Selber CSU-Stadtrat und Vorsitzende des Stadtverbandes der Selber Sportvereine, Stefan Merz, hatte in einer Wortmeldung der Mannschaft ein Versagen und Trainer Henry Thom ein fehlendes Konzept vorgeworfen. "Es geht mal nach oben, mal nach unten", sagte Merz. Für den Selber Stadtrat sei es unverständlich, dass im Sommer Herbert Geisberger oder später Nicholas Miglio, der für einige Wochen als Ersatz für den verletzten Ryan McDonough in Selb war, "weggeschickt" worden seien. "Ich vermisse ein Konzept", sagte Merz in Richtung des Trainers.

Jürgen Golly sprang hier Henry Thom zur Seite, weil die Fragen "nicht fair und nicht berechtigt sind an den Trainer." Zur Personalie Herbert Geisberger, der den VER im vergangenen Sommer nach sieben Jahren verlassen hat, sagte Golly, dass der Spieler vom Verein ein Angebot erhalten habe. "Aber er hat sich für eine andere Mannschaft entschieden. Es war seine eigene Entscheidung. Herbert wurde von uns nicht weggeschickt." Im Fall Nicholas Miglio sei ein Verbleib in Selb schlicht nicht möglich gewesen. "Wir haben einen Vertrag mit Ryan McDonough. Und wir in Selb halten Verträge ein. Einen dritten Ausländer können wir uns nicht leisten." Das habe auch Miglio gewusst, als er einen Zeitvertrag als Ersatz für den damals verletzten McDonough unterschrieben hatte.

Was war sportlich los am Wochenende in der Oberliga Süd? Während sich der VER Selb mit dem ECDC Memmingen weiter ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um Platz fünf liefert - beide Teams trennen zwei Punkte -, eilt an der Tabellenspitze der EC Peiting von Sieg zu Sieg. Das 7:3 am Sonntag gegen den ERC Sonthofen war der 22. Erfolg aus den vergangenen 24 Spielen. Die Oberbayern haben mittlerweile die 100-Punkte-Marke geknackt und befinden sich auf bestem Weg zum neuen Titelträger in der Oberliga Süd. Nach der 2:3-Niederlage der Eisbären Regensburg beim VER Selb beträgt der Vorsprung der Peitinger auf den Tabellenzweiten bereits sechs Punkte bei sechs noch ausstehenden Begegnungen. Dem Eisbären-Team von Coach Igor Pavlov rückt sechs Spieltage vor dem Ende der Meisterrunde der EV Landshut (6:2 gegen Weiden) wieder auf die Pelle. Spannend ist es weiterhin im Kampf um Playoff-Platz acht. Hier sind die Höchstadt Alligators wieder bis auf drei Punkte dran am EV Lindau.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
18. 02. 2019
20:38 Uhr

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Andreas Pöhner

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18. 02. 2019
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