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VER Selb

"Ich habe viel Gutes gesehen"

Henry Thom, der Trainer des Eishockey-Oberligisten VER Selb, ist trotz der 0:6-Niederlage im ersten Test nicht unzufrieden. Er glaubt an eine gute Kooperation mit Weißwasser.



Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Wölfe den zu Beginn stark aufspielenden Zweitligisten Lausitzer Füchse immer besser in den Griff. Hier stoppen Ben Boehringer (links) und Neuzugang Dominik Müller (rechts) den fliegenden Charlie Jahnke. Niklas Deske im Tor musste hier nicht mehr eingreifen. Foto: Mario Wiedel
Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Wölfe den zu Beginn stark aufspielenden Zweitligisten Lausitzer Füchse immer besser in den Griff. Hier stoppen Ben Boehringer (links) und Neuzugang Dominik Müller (rechts) den fliegenden Charlie Jahnke. Niklas Deske im Tor musste hier nicht mehr eingreifen. Foto: Mario Wiedel  

Auch wenn sich das Ergebnis an der Anzeigetafel nicht sonderlich schön gelesen hat: Henry Thom, der Trainer des Eishockey-Oberligisten VER Selb, war nicht unzufrieden mit den ersten 60 Minuten seiner Mannschaft unter Wettkampfbedingungen. "Es ist ganz normal, dass es eine Weile dauert, bis der Rythmus wieder da ist. Wir wollten testen, wo wir stehen, und können aus den Fehlern lernen", sagte Thom nach der 0:6 (0:3, 0:2, 0:1)-Niederlage im ersten Testspiel am Sonntagabend vor gut 1200 Zuschauern gegen den Zweitligisten Lausitzer Füchse.

Ein bisschen überrascht war Thom vom hohen Tempo und dem harten Forechecking der Gäste besonders im ersten Drittel. Die Erklärung lieferte der Selber Trainer gleich mit: "Die Füchse wollten mit einem guten Gefühl in die Saison starten." Die Intensität des Zweitligisten sei tatsächlich wesentlich höher gewesen als in den vergangenen Testspielen, bestätigte auch der Lausitzer Förderlizenzspieler Adam Penc, der am Sonntag gegen seine Mannschaftskameraden antreten musste. Dem erst 17-Jährigen bescheinigte Thom eine sehr ordentliche Leistung. "Er ist technisch und läuferisch ein toller Spieler."

Wie es während der Saison mit Förderlizenzspielern vom neuen Kooperationspartner aus der Lausitz läuft, darüber sprach Thom am Sonntag nach dem Spiel mit den Verantwortlichen aus Weißwasser im stillen Kämmerlein. Vorab deutete der Selber Coach schon so viel an: "Es wird besser laufen als im Vorjahr. Die Lausitzer Füchse haben 28 Mann im Kader. Da wird immer was für uns da sein, wenn wir Hilfe benötigen." Es gebe bereits eine Liste mit einigen Kandidaten, darunter auch einem Torwart. Allerdings müsse noch die beste Lösung für die Spieler und auch die Vereine gefunden werden. "Wenn einer aus Weißwasser nach Selb kommt, muss er auch spielen. Ich setze aber auch keinen meiner Spieler auf die Bank, nur um Platz zu schaffen", sagte Thom.

Gefallen fand Thom am Sonntag auch am Spiel der jungen Eigengewächsen Lukas Klughardt, Florian Heinz und Mauriz Silbermann. "Sie haben gekämpft und viel Gutes gemacht." Wie auch die vier "echten" Neuzugänge der Wölfe. Besonders Torwart Niklas Deske hatte mehrfach die Möglichkeit, sich auszuzeichnen. "Er hat einige super Dinger raus und war bei den Toren machtlos", bestätigte Thom. Er war auch mit den ersten Auftritten der Defensivspieler Dominik Müller, Lukas Pozivil und Leon Kremer im Wölfe-Trikot zufrieden. "Die neuen Spieler haben alle ihre Stärken. Es wird interessant zu sehen, wie sie dann gegen Oberligisten spielen."

Dass seine Mannschaft gegen den starken Zweitligisten einige Zeit benötigt hat, um auf Touren zu kommen, fand Thom ganz normal. "Wir haben in den ersten 30 Minuten mit vier Reihen gespielt, dann kamen im ersten Drittel noch einige Strafzeiten dazu. Da ist es schwer für jeden, richtig ins Spiel reinzukommen. Wir haben später etwas umgestellt und einfacher gespielt."

Spätestens am kommenden Freitag soll auch das erste Selber Tor im neuen Eishockeywinter auf der Anzeigetafel der Netzsch-Arena stehen. Zu Gast sind an diesem Tag um 19 Uhr die Saale Bulls Halle aus der Oberliga Nord. Und dann sollten auch die kleinen Probleme an den neuen Eingängen zum Stadion behoben sein. Am Sonntag hatten sich einige Schlangen gebildet, weil in den neuen Kassenhäuschen keine Karten ausgedruckt werden konnten.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
12. 09. 2017
09:39 Uhr

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Andreas Pöhner

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12. 09. 2017
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