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VER Selb

Im Zeichen der Wiedergutmachung

Der Eishockey-Oberligist VER Selb hat das 1:11 von Regensburg abgehakt. Heute Abend in Landshut und am Sonntag gegen Höchstadt lauern aber weitere gefährliche Gegner.



In den Fängen der Eisbären: VER-Verteidiger Michael Fink (links) gegen Peter Flache, der am vergangenen Sonntag gleich vier Mal traf beim 11:1 der Regensburger gegen die Wölfe.	Foto: Mario Wiedel
In den Fängen der Eisbären: VER-Verteidiger Michael Fink (links) gegen Peter Flache, der am vergangenen Sonntag gleich vier Mal traf beim 11:1 der Regensburger gegen die Wölfe. Foto: Mario Wiedel  

Ob es nach dem 1:11-Debakel bei den Eisbären Regensburg bei der Heimfahrt das ein oder andere Kaltgetränk gab im Bus der Wölfe, ist unserer Zeitung nicht bekannt. Manchmal soll es aber ja helfen. "Bier trinken, Kopf freikriegen", hatte vor einigen Jahren jedenfalls der deutsche Eishockey-Nationalspieler Christoph Ullmann nach einer 0:10-Niederlage gegen Kanada bei der WM in Prag empfohlen. Der Selber Trainer Henry Thom beließ es lieber bei einer sachlichen Analyse in Form von Worten und eines Video-Rückblicks. "Wir haben natürlich über das Spiel gesprochen und arbeiten an den Sachen, die wir gesehen haben. Die Regensburger sind ins Rollen gekommen und wir konnten sie nicht aufhalten. Aber es darf jetzt nicht wegen eines Spiels alles in Frage gestellt werden", sagt Thom. "Dass so ein Ergebnis scheiße ist, wissen wir auch. Aber dort sind auch schon andere Mannschaften unter die Räder gekommen." Thoms Devise: Spiel abhaken und nach vorne schauen.

Neues Team im Norden?

Die Verantwortlichen des Krefelder EV 1981 und der Krefeld Pinguine (DEL) wollen in der nächsten Saison mit einem U 23-Team am Spielbetrieb der Oberliga Nord teilnehmen. Ziel sei es, den Nachwuchsspielern der Pinguine den Sprung in die DEL zu erleichtern und diese optimal auf eine Karriere als Eishockeyprofi vorzubereiten. Das gab der Club am Mittwoch bekannt.

 

Der VER-Coach hofft auch, dass durch die 60 Minuten von Regensburg nicht die gute Stimmung im Umfeld verspielt worden ist. Und die Fans scheinen ihrer Mannschaft den Einbruch nach der Siegesserie der vergangenen Wochen auch gar nicht sonderlich übel genommen zu haben. In den sozialen Medien jedenfalls gab es zwar leichte Ernüchterung, aber kaum böse Einträge, die in irgendeiner Form unter die Gürtellinie gingen. Da gab es auch schon andere Zeiten.

 

Nun wollen und müssen die Wölfe schon am heutigen Freitag (19.30 Uhr) beim Tabellendritten EV Landshut zeigen, dass sie aus der Niederlage die richtigen Lehren gezogen haben. Zudem gilt es, die Bilanz gegen den Tabellendritten aufzupolieren. In dieser Saison mussten sich die Oberfranken in den Duellen mit den Niederbayern schon drei Mal geschlagen geben. "Das ist eine unheimlich schwere Aufgabe. Das wissen wir", sagt Thom. Auch Landshut sei eine Mannschaft, die großen Druck ausüben und mit vier Reihen anrennen kann. "Da müssen wir konsequent unseren Plan durchziehen. Wir dürfen die nicht ins Rollen kommen lassen." Von der ersten Minute also hellwach sein und vor allem defensiv konzentriert agieren, muss die Marschroute lauten für die Wölfe, die aus Regensburg auch drei angeschlagene Spieler mit nach Hause brachten: Bei Dominik Kolb und Leon Kremer stehen auch für heute noch Fragezeichen hinter einem Einsatz, Dennis Schiener hat sich bereits wieder fit gemeldet.

Am Sonntag (18 Uhr) steht in der Netzsch-Arena dann ein rein fränkisches Duell gegen den Höchstadter EC auf dem Programm. Hinter dem Aufsteiger liegen turbulente Wochen. Trotz des souveränem Erreichen des Saisonziels Klassenerhalt trennten sich die Alligators in der vergangenen Woche nach einer Negativserie von zwölf Niederlagen aus 14 Spielen von Trainer Martin Ekrt. Mit dem hauptamtlichen Nachwuchstrainer Petr Kasik und HEC-Rekordspieler Daniel Sikorski übernahm ein neues Duo das Kommando auf der Trainerbank. Die ersten beiden Spiele gegen Tabellenführer Eisbären Regensburg und gegen EV Lindau (jeweils 5:7) brachten zwar noch nicht den gewünschten Erfolg und hatten das Abrutschen von den Playoff-Plätzen zur Folge.

Vier Punkte beträgt der Rückstand der Höchstadter auf Platz acht. Die gezeigten Leistungen stimmen die Mittelfranken aber positiv, dass bald die Trendwende gelingt. Das neue Trainerduo hofft auch, dass an diesem Wochenende einige Spieler wieder aus dem Krankenlager zurückkehren. Unterschätzen darf der VER Selb die Alligators so oder so nicht. "Gegen Höchstadt ist es immer schwer zu spielen", erinnert Henry Thom an die vier Aufeinandertreffen in der Hauptrunde, in denen die Wölfe zwei Mal das Nachsehen hatten. "Das wird auch am Sonntag wieder ein harter Kampf", prophezeit der Selber Coach. Er hat Höchstadt als eine Mannschaft in Erinnerung, die "extrem auf Konter setzt und wirklich gute Leute in ihren Reihen hat".

Allerdings müssen die Wölfe abwarten, mit welchem System sich der HEC nach dem Trainerwechsel präsentiert. Vielleicht noch defenisver? Oder doch etwas offensiver? "Wir müssen auf jeden Fall variabel sein und uns schnell umstellen können", sagt Thom. Schließlich soll nach der ersten Niederlage in der Meisterrunde wenigstens die Heimserie weiter Bestand haben: In den letzten zehn Begegnungen in der Netzsch-Arena gingen immer die Wölfe als Sieger vom Eis.

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Andreas Pöhner

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Veröffentlicht am:
08. 02. 2019
00:00 Uhr

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Andreas Pöhner

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08. 02. 2019
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