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VER Selb

Von einer Maschine überrollt

Der Eishockey-Oberligist VER Selb verabschiedet sich mit einer Niederlage bei starken Landshutern aus dem Jahr 2018. Und er beklagt wieder einen verletzten Spieler mehr.



VER-Keeper Niklas Deske ist erneut geschlagen - sehr zum Leidwesen auch der mitgereisten Selber Fans im Hintergrund. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de.	Foto: Mario Wiedel
VER-Keeper Niklas Deske ist erneut geschlagen - sehr zum Leidwesen auch der mitgereisten Selber Fans im Hintergrund. Mehr Bilder unter www.frankenpost.de. Foto: Mario Wiedel  

VER Selb: Deske (41. Kümpel) - Ondruschka, Nijenhuis, Kolb, Müller, Veisert, Kremer - McDonald, Gollenbeck, Gare, Moosberger, McDonough, Geigenmüller, Schiener, Hördler, Lüsch, Klughardt.

Schiedsrichter: Holzer (Garmisch-Partenkirchen). - Zuschauer: 2607. - Tore: 8. Min. Schmidpeter (Zitterbart) 1:0, 9. Min. Schinko (Ehl) 2:0, 13. Min. Pelletier (Baßler; 4-4) 3:0, 19. Min. McDonald (Gare, Gollenbeck) 3:1, 23. Min. Pelletier (Baßler) 4:1, 37. Min. Fischhaber (Schinko; 5-4) 5:1. - Strafminuten: Landshut 6, Selb 8.

Das Gute vorneweg: Das 1:5 am Sonntagabend in Landshut war die letzte Niederlage der Wölfe im Kalenderjahr 2018. "Die sind nach dem ersten Tor gerollt wie eine Maschine", lobte VER-Trainer Henry Thom nach dem Spiel bei der Euroherz-Eiszeit den Gastgeber. Der nahm damit eindrucksvoll Revanche für die Niederlage vom Freitag in der Netzsch-Arena. Neben den fünf Gegentreffern, bei denen die VER-Defensive nicht sonderlich gut aussah, mussten die Selber auch einen weiteren verletzten Spieler beklagen. Bereits im ersten Drittel musste Ryan McDonough nach einem Check an der Bande mit einer lädierten Schulter vom Eis und zur Untersuchung ins Krankehaus gefahren werden. "Wir müssen hoffen, dass es nichts Schlimmeres ist", sagte Thom.

30.12.2018 - EV Landshut - Selber Wölfe 5:1 - Foto: Mario Wiedel

EV Landshut - Selber Wölfe 5:1
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Die Wölfe, die in den vergangenen sieben Spielen sechs Siege feierten, hatten bereits nach 21 Sekunden ein Überzahlspiel, konnten die Möglichkeit zur frühen Führung aber nicht nutzen. Der Gastgeber versuchte in der Folge, die Partie an sich zu reißen. Selb stand defensiv aber zunächst gut und ließ kaum Chancen zu. Bis zur achten Minute. Da landete die Scheibe etwas glücklich bei dem vor dem Tor postierten Schmidpeter, und der verlud VER-Keeper Deske nach allen Regeln der Kunst. Nur 55 Sekunden später legten die Niederbayern nach. Ehls Schuss lenkte Schinko unmittelbar vor Deske noch ab. Da war nichts zu machen für den Selber Torwart. Das wäre schon eher in der 13. Minute möglich gewesen, als Deske von einem Schuss von Pelletier - ihm hatte Müller zu viel Platz gelassen - ins kurze Eck überrascht wurde.

Der dritte Landshuter Treffer binnen fünf Minuten veranlasste Wölfe-Coach Henry Thom zu einer Auszeit. Die Selber, die seit der zehnten Minute auf den nach einem Check an der Bande wohl an der Schulter lädierten McDonough verzichten mussten, waren nun gefordert, um nicht schon im ersten Drittel das letzte Spiel des Jahres 2018 komplett abzugeben. Und die gut 300 mitgereisten Anhänger durften kurz vor Ende des ersten Abschnitts auch endlich jubeln. Natürlich war die zuletzt so brillant aufspielende erste Reihe involviert: Über Gare und Gollenbeck landete die Scheibe bei McDonald, der seinen 21. Saisontreffer markierte.

Eigentlich ein psychologisch wichtiger Zeitpunkt für ein Tor. Nach 164 Sekunden im Mittelabschnitt stellten die Hausherren aber schon den alten Abstand wieder her. Einmal mehr hatte da Pelletier viel zu viel Platz vor dem Kasten, der von den Wölfen zu schlampig verteidigt wurde. Die Landshuter blieben weiter gefährlicher als der VER, dem das sehr intensiv geführte Spiel vom Freitag wohl zu viel Kraft gekostet hatte. Bis auf wenige Szenen spielte sich das Geschehen vor dem Tor von Niklas Deske ab. Zum fünften Mal schlug es ein, als Gare eine Strafzeit absitzen musste. Den ersten Schuss im Landshuter Powerplay konnte der VER-Keeper noch abwehren, beim Nachschuss von Fischhaber war er aber erneut machtlos. Das war wohl mehr als eine Vorentscheidung.

Die Niederlage zumindest in Grenzen zu halten oder vielleicht noch etwas Ergebniskosmetik zu betreiben: Das dürfte die Marschroute gewesen sein für die Wölfe im Schlussdrittel. Die Partie verlief nun auch ziemlich ausgeglichen. Vor allem aber wohl, weil der Gastgeber mit der deutlichen Führung im Rücken einen Gang zurückschalten konnte. Dennoch kam der abgezockt agierende Tabellenvierte weiter zu den besseren Möglichkeiten, bei denen sich der eingewechselte Kümpel im VER-Gehäuse einige Male auszeichnen konnte.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Wölfen nicht. Schon am Mittwoch um 19.30 Uhr empfangen die Thom-Schützlinge zum Auftakt ins neue Jahr 2019 den fränkischen Rivalen Höchstadter EC in der Netzsch-Arena. A.P.

 

 

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Veröffentlicht am:
30. 12. 2018
20:42 Uhr

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30. 12. 2018
20:42 Uhr



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