Aus dem Gemeinderat Thiersheimer wollen Bürgerfest verbessern

Sophia Goldner
Die Bierbänke standen am Bürgerfest nicht eben. Das haben anscheinend viele Besucher bemängelt. Foto: FLO MIEDL/FLO MIEDL

Das Bürgerfest ist erfolgreich gewesen. Trotzdem will der Gemeinderat die Feier im nächsten Jahr perfektionieren. Hier gibt es einen Rückblick.

Das Thiersheimer Bürgerfest liegt zweieinhalb Wochen zurück. Der Gemeinderat zieht jetzt Bilanz. Bürgermeister Werner Frohmader blickte zufrieden auf die Veranstaltung am Thiersheimer Marktplatz zurück: „Das Bürgerfest hatte seinen eigenen Charme, seine eigene Atmosphäre. Am Samstag war der Marktplatz voll, das hat ein schönes Bild abgegeben“, schwelgte er in Erinnerungen.

Obwohl das Fest den Worten des Bürgermeisters nach sehr gelungen ist, hatte sich der Gemeinderat in Thiersheim umgehört: Was hat den Bürgern gefallen, was kann man im nächsten Jahr anders machen.

Nur sehr wenige Helfer

SPD-Gemeinderätin Ursula Schricker hat zum Großteil positive Rückmeldungen bekommen: „Es war ein sehr schönes Fest. Die Beleuchtung in der Nacht hat vielen sehr gut gefallen.“ Beibehalten sollte die Gemeinde Thiersheim die vielen kostenlosen Aktionen für Kinder. „Gerade in der Inflation ist es schön, wenn Eltern für Kinderschminken, Karussell-Fahren oder andere Aktionen nichts zahlen müssen.“ Allerdings habe sie gehört, dass die Mülleimer nicht ausreichend waren. „Nächstes Jahr müssen wir ein paar mehr Abfalleimer aufstellen.

Gemeinderat Heinz Bauer (Aktive Liste) bemängelte die Organisation des Aufbaus: „Es war erbärmlich und beschämend, wie Thiersheim das Bürgerfest aufgebaut hat.“ Laut ihm habe nur eine Handvoll Thiersheimer dabei geholfen. Er zählt neben den Kommunalarbeitern fünf weitere Helfer auf. Das wolle er im nächsten Jahr anders machen.

Bierumsatz geht durch die Decke

Die Sitzmöglichkeiten kritisiert Gemeinderätin Margit Hofmann (Aktive Liste). „Im nächsten Jahr sollte die Sitzfläche eben sein.“

Die dritte Bürgermeisterin und Aktive Liste-Gemeinderätin Christine Medick fand, dass der Weinausschank für Abwechslung unter den Getränken gesorgt hat und beibehalten werden sollte. Werner Frohmader ergänzt zu den Getränken: „Der Bierumsatz ist durch die Decke gegangen. Wir haben 920 Liter Bier verkauft. 2019 waren es 600 Liter im Vergleich.“ Insgesamt seien 2100 Liter Getränke verkauft worden.

Über den Festzug gibt es bisher verschiedene Meinungen. SPD-Gemeinderat Gerhard Lang fasst zusammen: „Manche haben sich beschwert, dass wir als Gemeinderat nicht im Festzug mitgelaufen sind – nicht einmal die drei Bürgermeister. Andere fanden es wiederum gut, dass diesmal der Fokus auf den Kindern lag.“ Der Bürgermeister ergänzte: „Ein großer Festzug hat schon etwas für sich. Allerdings müssen alle wollen. Auch die Vereine.“ Wie Thiersheim den Festzug im nächsten Jahr angehen will, ist bisher noch unklar.

Grillfest als Dankeschön

„Die Verpflegung ist sehr früh ausgegangen. Da müssen wir das nächste Mal anders kalkulieren“, sagte CSU-Gemeinderat Rolf Küstner. Dem stimmte der Bürgermeister zu: „Die 80 Paar Weißwürste waren am Sonntag ruckzuck weg. Wir haben dann noch 30 Paar nachkaufen müssen“, sagte Frohmader.

Die Sitzung nahm der Bürgermeister auch zum Anlass, um sich bei allen Helfern zu bedanken. Er sagte, dass er als Dankeschön ein kleines Grillfest für die Helfer veranstalten wolle. „Es wird Bratwürste, Steak und ein Fass Bier geben“, sagt er. Die Einladungen werden laut Frohmader in den nächsten Tagen verschickt.

Auch über einige Bauangelegenheiten hatte der Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung zu entscheiden. Dabei gab es grünes Licht für mehrere Bauangelegenheiten: Ein Einfamilienhaus mit Garage und Carport im Eichenweg, ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage am Sonnenhang und eine Werkhalle am Plärrer. Des Weiteren gab der Bürgermeister Werner Frohmader bekannt, dass vier Grundstücke für eine neue Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern ausgewiesen werden. Diese werden sich an der Pfaffenbühler Straße befinden.

Dorferneuerung im August

Am Mittwoch hat laut Bürgermeister Werner Frohmader auch das Bauanlaufgespräch für die Dorferneuerung in der Burgstraße und der Heide stattgefunden. Für die Bauarbeiten ist der Familienbetrieb Dumler aus Erbendorf zuständig. Die Baustelle wird am 3. August eingerichtet. Am 22. August soll laut Frohmader Baubeginn sein. Jeden Mittwoch um 14 Uhr gibt es einen Jour fix, bei dem sich interessierte Bürger zu der Baustelle informieren können. Die Anlieger werden nochmals schriftlich informiert. Zwischen eineinhalb und zwei Jahre werden die Bauarbeiten laut Frohmader andauern. Eine Umleitung wird eingerichtet.

 

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