Corona-Schutz an Schulen Schwere Zeiten für Testverweigerer

Vier Kinder und Jugendliche aus drei unterschiedlichen Familien nehmen derzeit nicht an den Corona-Tests an den Hofer Schulen teil – und sind damit auch vom Präsenzunterricht ausgeschlossen. Ihre Eltern werden nach den Herbstferien Post vom Ordnungsamt bekommen. Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow

Die Stadt Hof wird nach den Herbstferien gegen Schüler vorgehen, die beharrlich Tests verweigern. Ihnen drohen saftige Bußgelder.

Hof - Die Stadt Hof wird nach den Herbstferien gegen Schüler vorgehen, die beharrlich Tests verweigern. Das kündigte Oberbürgermeisterin Eva Döhla in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses an. Nach ihren Angaben besuchen derzeit 8500 Kinder und Jugendliche die staatlichen Schulen in Hof; darunter sind vier, die in diesem Schuljahr noch nicht am Präsenzunterricht teilgenommen haben. Jene Schüler stammen aus drei unterschiedlichen Familien. Sie wollen nicht an den vorgeschriebenen Corona-Tests teilnehmen. Wie Döhla sagte, gelten nach den Herbstferien verschärfte Vorgaben für die Testverweigerer. Letztlich greife hier „die ganz reguläre Schulpflicht“. Das Ordnungsamt der Stadt sei eingeschaltet, die Eltern seien informiert. Sollten sie ihre Kinder weiter nicht zur Schule schicken wollen, „müssen sie mit entsprechenden Maßnahmen rechnen“.

Matthias Singer (CSU) hatte das Thema zur Sprache gebracht. Dass es Schulschwänzer gebe, die sich Tests verweigerten, sei „bedauerlich und besorgniserregend“. Die Kinder würden dadurch aus der Klassengemeinschaft herausgenommen.

Zum Hintergrund: Um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können, müssen sich Schüler regelmäßig testen lassen. Nach offiziellen Angaben gelten 1600 Schüler in Bayern als Testverweigerer. Gegen sie beziehungsweise ihre Eltern will der Freistaat nun härter vorgehen. Das Land Bayern pocht auf die Schulpflicht. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 1000 Euro.

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