Fichtelberg/Wunsiedel - Ausgerechnet dieses Jahr gibt es nur wenig Waldhonig. Zumindest in einigen Wäldern im Fichtelgebirge ist der Honigtau weitgehend ausgeblieben. Honigtau, ein zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt von Blattläusen an Fichten oder Tannen, verarbeiten Bienen in den braunen Waldhonig. Und genau auf das "braune Gold" hatte es Stefan Traßl abgesehen. Er ist einer von mittlerweile 20 Imkern, die in den Wäldern des Forstbetriebs Fichtelberg (zu diesen gehört zum Beispiel auch der Marktredwitzer Stadtwald) ihre Bienenvölker aufgestellt haben. Traßl, der Vorsitzende des Imkervereins Hohes Fichtelgebirge, dem auch mehrere Mitglieder aus dem Raum Wunsiedel-Nagel angehören, ist wegen der geringen Waldhonig-Ausbeute nicht traurig. Jedes Jahr sei eben anders, außerdem habe er mehrere Standplätze für seine Bienenvölker, sodass sich die Erntebilanz wieder ausgleiche. Seine Bienen an dem Standplatz in einem Wald bei Warmensteinach haben statt Waldhonig hervorragenden Lindenhonig produziert. Am Waldrand stehen viele Linden, die nicht nur im hohen Fichtelgebirge in diesem Jahr für einen hohen Honigertrag gesorgt haben
Fichtelberg/Wunsiedel Imker kehren an Ursprung zurück
Matthias Bäumler 16.08.2018 - 18:38 Uhr