Gewerkschaft Verdi fordert von Dennree Tarifvertrag

Julia Klöckner (CDU), Bundeslandwirtschaftsministerin, besichtigt die Lager des Bio-Großhändlers Dennree. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Martin Schutt

Die Gewerkschaft will, dass das Bio-Unternehmen seine Mitarbeiter am Erfolg besser beteiligt. Die Tarifbindung sei überfällig.

Hof - Verdi nimmt die Erfolgsmeldung von Dennree zum Anlass, daran zu erinnern, dass die Beschäftigten des Biolebensmittel–Händlers weiterhin ohne Tarifbindung auskommen müssen.

Verdi-Sekretär Paul Lehmann greift die Pressemitteilung der Dennree-Gruppe auf, derzufolge das Jahr 2020 besonders erfolgreich war. Im Jahr 2014, 40 Jahre nach Gründung des Unternehmens, habe der Nettoumsatz nach den Angaben des Unternehmens mit Stammsitz in Töpen bei 710 Millionen Euro gelegen. In den letzten sechs Jahren stieg der Umsatz auf 1,4 Milliarden Euro und habe sich somit fast verdoppelt. „An diesem Erfolg müssten die Beschäftigten mindestens mit der Existenzsicherung – wie sie die Tarifverträge im Handel bieten - beteiligt werden“, schreibt die Gewerkschaft. Und weiter: „Wir begrüßen es, dass Dennree seinen Beschäftigten nach eigenen Angaben eine Corona-Sonderprämie gezahlt hat. Der längst überfällige Schritt ist aus unserer Sicht aber, diese in den Genuss der Existenzsicherung von Tarifverträgen kommen zu lassen. Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Geschäftsleitung nach wie vor den Beschäftigten die Leistungen der Tarifverträge vorenthält“, sagt Paul Lehmann. Die besonderen Leistungen der Beschäftigten müssten sich auch nach der Corona-Krise in deren Geldbeutel bemerkbar machen. Nur ein Tarifvertrag gebe den Beschäftigten Planungssicherheit und ein verlässliches Einkommen. Lehmann: „Wir fordern den Geschäftsführer Thomas Greim auf, die Tarifverträge im Großhandel für die Dennree-Standorte und die Tarifverträge im Einzelhandel für die Denns-Biomärkten endlich anzuerkennen und anzuwenden.“ red

 
 

Bilder