Hofer Land Erstimpfungen ohne Termin

Das Impfzentrum Helmbrechts ist vorbereitet für den Ansturm der Impfwilligen. Foto: Werner Bußler

Das Impfzentrum in Helmbrechts arbeitet unter Hochdruck. Zusätzlich beginnt am Sonntag eine Reihe von Impfaktionen. Die ­Bundeswehr ist zur Unterstützung angefordert.

Hof - Impfen, das einzig wirksame Mittel zur Bekämpfung der Pandemie! Impfzentren wieder hochfahren! Alle Kapazitäten zum Impfen nutzen! – Die Devise der bayerischen Politik ist klar. Doch wie sieht es vor Ort aus, im Hofer Land? In Stadt und Landkreis Hof deutete am Freitag noch nichts auf eine schnelle Wiedereröffnung des Impfzentrums in Hof hin. Die Verantwortlichen kündigten stattdessen an, die Kapazitäten des Impfzentrums in Helm­brechts auszuweiten. Außerdem setzen sie, wie berichtet, auf Impfaktionen; erster Termin ist an diesem Sonntag in der Freiheitshalle. Und auch die Haus- und Betriebsärzte sind beim Impfen stark im Einsatz.

Die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla betonte im Gespräch mit der Frankenpost, es gebe stets „eine gemeinsame Impfstrategie von Stadt und Landkreis“. Statistiken würden täglich geprüft; man könne sich ständig an den Bedarf anpassen. Das Interesse an Impfungen werde zunehmen; einige Tausend Impfwillige pro Woche würden die Spritze erhalten. „Das müssen wir steuern und darauf reagieren“, sagte sie, aber es handle sich stets um gemeinsame Entscheidungen von Stadt und Landkreis Hof. Dass in Hof in den kommenden Tagen und Wochen wieder ein Impfzentrum aufmacht, wollte Döhla nicht ausschließen.

Damit das Impfzentrum in Helm­brechts für einen größeren Andrang gerüstet ist, haben die Verantwortlichen zusätzliches Personal akquiriert, wie Stefanie Schulze, Sprecherin des Landratsamts, mitteilt. Dabei konzentrierten sie sich vor allem auf Mitarbeiter, die bereits im Impfzentrum eingesetzt waren. Unterstützung der Bundeswehr wurde per Hilfeleistungsantrag angefordert.

Wie läuft aktuell der Betrieb im Impfzentrum? Wer bisher noch nicht geimpft ist, kann ohne Termin zur Erstimpfung kommen – Montag bis Freitag von 10.15 bis 14.15 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Marco Vödisch, organisatorischer Leiter, betont: „Jeder zusätzlich Geimpfte trägt dazu bei, dass eine Ansteckung mit dem Virus oder der schwere Verlauf der Krankheit verringert wird.“

Auffrischungsimpfungen sind mittlerweile für alle ab 18 Jahren empfohlen, sofern die Zweitimpfung mindestens fünf Monate zurückliegt. Sie erhalten einen mRNA-Impfstoff, müssen jedoch einen Termin zum Boostern vereinbaren – unter Telefon 09281/57-777 oder online: www.impfzentren.bayern. Zum Impftermin sollten sie dann möglichst den Bogen „Dokumentation Zweitimpfung“ – das Papier mit dem QR-Code – mitbringen.

Die Nachfrage nach dem Booster ist laut einer Pressemitteilung in den vergangenen Tagen extrem gestiegen. Allein am Mittwoch nahmen die Mitarbeiter an der Hotline mehr als 8500 Anrufe entgegen.

Am Sonntag beginnt die Reihe der Impfaktionen – gemeinsam mit Hausärzten – in der Hofer Freiheitshalle. Impfwillige können ohne Anmeldung kommen. Jan Fischer

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