Kulmbach Ködnitz: Noch ein Jahr ohne neue Darlehen

Der Gemeinderat Ködnitz hat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Er hat ein Volumen von vier Millionen Euro.

Ködnitz - Die Gemeinde Ködnitz steht vor großen Aufgaben. Dies betonte Bürgermeisterin Anita Sack (FW) in der Haushaltssitzung am Montag. Zu diesen Aufgaben gehört unter anderem die Kindertagesstätte in Fölschnitz.

Der Haushalt in Zahlen

Verwaltungshaushalt (Einnahmen): Grundsteuer A: 15 000 Euro. Grundsteuer B: 114 500 Euro. Gewerbesteuer: 80 000 Euro. Einkommensteuerbeteiligung: 900 000 Euro. Schlüsselzuweisungen: 620 000 Euro. Allgemeine Zuweisungen: 65 000 Euro. Benutzungsgebühren und ähnliche Entgelte: 320 200 Euro. Mieten und Pachten: 20 000 Euro. Zuweisungen, Zuschüsse für laufende Zwecke wie Kindergarten: 359 000 Euro. Umsatzsteueranteil: 20 000 Euro. Einkommensteuerersatzleistungen: 60 000 Euro. Zuweisungen und Zuschüsse 542 300 Euro.

Verwaltungshaushalt (Ausgaben): Personalkosten: 284 300 Euro. Sächlicher Verwaltungs- und Betriebsaufwand: 873 900 Euro. Unterhalt der Straßen und Anlagen. 199 500 Euro. Geräte, Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenstände: 24 200 Euro. Bewirtschaftung der Grundstücke: 53 700 Euro. Steuern, Versicherungen, Geschäftsausgaben: 46 700 Euro. Gastschulbeiträge: 95 000 Euro. Schülerbeförderungskosen Stadt Kulmbach: 50 000 Euro. Kanaleinleitungsgebühren an Stadt Kulmbach: 60 000 Euro. Innere Verrechnung mit gemeinsamer Druckleitung: 88 200 Euro.

Vermögenshaushalt (Einnahmen): Förderung Rathaus: 116 000 Euro. Feuerwehr Ebersbach - Investitionszuschuss: 10 000 Euro. Straßenausbaupauschale 10 000 Euro. Waldwegebau Veitsgraben: 67 000 Euro. Kauerndorf 19 - Förderung: 141 000 Euro. Investitionspauschale: 137 700 Euro. Entnahme aus Rücklage: 590 000 Euro. Zuführung vom Verwaltungshaushalt: 135 000 Euro.

Vermögemshaushalt (Ausgaben):

Feuerwehr Ebersbach - Tragkraftspritzenanhänger: 20 000 Euro und Hochbau Feuerwehrgerätehaus: 50 000 Euro. Kita Fölschnitz - Investitionszuschuss: 100 000 Euro. Tiefbaumaßnahmen - Leitplanken: 45 000 Euro. Bergweg - Tiefbaukosten: 100 000 Euro. Rückbau Wendehammer-Weinleite: 15 000 Euro. B 289 Kauerndorf - Ampel: 22 000 Euro. Straßenbeleuchtung: 30 000 Euro. Hochwasserschutz - Grunderwerb: 30 000 Euro, Ebersbach: 50 000 Euro. Abwasseranlage: 200 500 Euro. Bauhof - Neuanschaffungen: 26 800 Euro. Wasserversorgungsanlage: 79 100 Euro. Waldwegebau: 125 000 Euro. Kauerndorf 19 - Hochbau- und Tiefbaukosten: 130 000 Euro. Schuldendienst - Tilgung: 123 000 Euro.

Schulden zum Ende 31. Dezember 2020: 1 089 719 Euro. Pro-Kopf-Verschuldung: 710 Euro.

Der Haushalt für das Jahr 2020, den die Räte einstimmig verabschiedeten, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 764 000 Euro verringert und verweist im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 2 776 700 Euro und im Vermögenshaushalt von 1 213 400 Euro auf.

Kämmerer Tobias Müller ging in seinem Bericht besonders auf das Investitionsprogramm und die Finanzplanung der nächsten Jahre ein. Für die geplante Großbaumaßnahme "Sanierung/Neubau Kindergarten" wurde in der Finanzplanung für 2020, 2021 und 2022 eine Summe von zwei Millionen Euro einkalkuliert. An Fördergeldern rechnet die Gemeinde Ködnitz mit 900 000 Euro. Kämmerer Müller: "Eine Kostenfestsetzung und auch eine Förderzusage stehen allerdings noch aus."

Der Haushalt 2020 kommt ohne Darlehen aus, denn er kann durch die Entnahme aus der allgemeinen Rücklage ausgeglichen werden. Spätestens bei den anstehenden Großprojekten wie Kita, Hochwasserschutzmaßnahmen in Ebersbach und den Waldwegebau im Veitsgraben wird die Gemeinde Ködnitz aber nicht mehr ohne Darlehen auskommen.

Während im vorigen Jahr noch eine freie Finanzspanne von 461 365 Euro zur Verfügung stand, wird diese im Haushalt 2020 auf knapp 150 000 Euro schrumpfen. Die Kreisumlage wird trotz Senkung des Umlagesatzes um 42 000 Euro steigen. Dafür ist auf der Einnahmenseite bei der Einkommensteuerbeteiligung mit einem Anstieg um 80 000 Euro zu rechnen. Die Schlüsselzuweisungen bleiben mit 620 000 Euro auf dem Vorjahrsniveau. Weiterhin ist es nach den Worten von Kämmerer Tobias Müller notwendig, die gemeindlichen Anlagen im Rahmen der Haushaltsgrundsätze auf Sparsam- und Wirtschaftlichkeit stetig zu prüfen. Abschließend kam der Kämmerer zu dem Ergebnis, dass die Haushaltswirtschaft der Gemeinde Ködnitz als geordnet betrachtet werden kann: "Mit dem Haushalt 2020 wurde eine solide Grundlage zum Wirtschaften sowie für die in der Pipeline stehenden Projekte geschaffen."

 

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