Rehau - Manchmal läuft man auch als Bürgermeister vor eine Wand. Das liegt in der Natur der Sache. Das Stadtoberhaupt kann dann noch so sehr die berechtigten Interessen der Stadt und des Stadtrates vertreten. Wenn diese Interessen nicht mit denen eines Haus- oder Grundstückseigentümers übereinstimmen, dann lässt sich nichts machen. Diese Erfahrung hat der Rehauer Bürgermeister Michael Abraham auch schon machen müssen. Insgesamt allerdings ist die Vermittlung von Leerständen in Rehau in den vergangenen Jahren durchaus ein Erfolg gewesen. 29 dieser Leerstände haben in den vergangenen fünf Jahren eine neue Nutzung erfahren. Nicht immer war die Stadt bei der Vermittlung im Boot oder verantwortlich für den Erfolg, aber oft. „Das klingt gut, ist es auch“, sagt der Bürgermeister. Vor ihm liegt eine Mappe, die für ihn das Erfolgsrezept darstellt: eine Übersicht über Leerstände, Verfügbarkeit und Ansprechpartner. „Wir können, wenn sich jemand an uns wendet, sofort zwei, drei Vorschläge machen“, sagt er. Für ihn wichtig: „Man muss das unselige Dreieck aus Eigentümer, Stadt und Investor durchbrechen.“
Leerstände in Rehau Nicht alles vermittelbar
Patrick Gödde 07.11.2021 - 17:38 Uhr