Lichtenberger Burgfest Burgfreunde zeigen sich zufrieden

Sandra Hüttner
Corinna Hüttner und Michael Bannert haben sich auf dem Burgfest verlobt und durften viele Glückwünsche der Burgfreunde entgegennehmen. Foto: Sandra Hüttner

Rekordzahlen hat das Burgfest in diesem Jahr zwar nicht schreiben können, doch die Verantwortlichen sind zufrieden. Sogar einen Heiratsantrag hat es gegeben.

Das 20. Burgfest in Lichtenberg war ein Erfolg – und das trotz des widrigen Wetters. „Wir konnten die Rekordzahlen an Besuchern sicherlich nicht erreichen“, bilanziert Stefan Eckardt. Vorsitzender der ausrichtenden Burgfreunde – und ist trotzdem sehr zufrieden. „Am Samstag dürften es geschätzt 3500 Leute gewesen sein, zum Sonntag doch einige mehr.“ Er freut sich, dass sich die Besucher trotz der immer wieder einsetzenden Regenschauer auf den Weg machten. Nur der Samstagabend, der sich sonst immer quasi als eine eigene Veranstaltung entwickelt habe, fand ein baldiges Ende. „Es war zu nass, zu kalt, zu klamm.“

Die Händler hätten viel Lob ausgesprochen. „Auch die Neuen sind durchwegs begeistert und loben Liebe, Leidenschaft und Herzblut, die bei unserem Fest zu spüren sind“, berichtet Eckardt. Großes Lob habe es auch für den Gesindekeller gegeben, den alle Helfer und Händler aufsuchen können, um dort kostenfrei verköstigt zu werden. „Das gibt es auf fast keinem Fest mehr, wurde uns mehrmals gesagt. Aber wir wollen uns das leisten und das Engagement honorieren“, erklärt Stefan Eckardt, der Melanie Beyer und ihrem Team für die Bewirtung im Gesindekeller dankt.

„Es passt wieder alles und wir sind sehr zufrieden. Nach zwei Jahren der Abstinenz genießen wir unser Burgfest noch mehr“, schwärmt Stefan Eckardt. Heuer sei er aber zum letzten Mal als „Kurbler und Kümmerer“ für das Burgfest in Aktion gewesen. „Jetzt sollen Junge die Verantwortung übernehmen. 20 Mal – danach reicht es einfach“, unterstreicht Eckardt. Etwa 600 Mails und über 1000 Telefonate gelte es zu führen, damit in Lichtenberg ein zweitägiges Fest stattfinden kann. Es lohnt sich ein ums andere Mal: Die Veranstaltung in der historischen Altstadt und auf der Burgruine lädt zum Eintauchen und Miterleben ein und ist weit über den Landkreis hinaus bekannt.

In diesem Jahr gab es sogar einen Heiratsantrag auf dem Burgfest. Im Anschluss an die Schwertkämpfe der Ritterschaft des Einhorns wurden viele Burgfestfreunde Zeuginnen und Zeugen davon, wie Michael Bannert seine Corinna fragte, ob sie seine Frau werden wolle. Zögern? Fehlanzeige! „Endlich“, sagt die Braut. Schon „weng was über zehn Jahre“seien die beiden ein Paar. Beide sind Mittelalterfans, standen als Akteure bei den Schwertkämpfen mit vor dem Publikum. „Kennengelernt haben wir uns aber bei unserem zweiten gemeinsamen Hobby, der Musik“, erzählt Corinna Hüttner, die sich wahnsinnig über den Ring aus Damaststahl an ihrem Finger freut – einmal mehr, weil dieser selbst geschmiedet ist.

„Einen Termin für die Hochzeit haben wir jetzt auf die Schnelle noch nicht und schließlich haben wir so lange gewartet, dann pressiert es jetzt auch nicht“, erklärt das frisch verlobte Paar, das im Anschluss zahlreiche Glückwünsche entgegennahm.

 

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