Marktredwitz - Heute lümmelt man bequem auf der Couch, lässt sich die Pizza vom Boten bringen, um keine Szene aus dem "Tatort" zu verpassen. Oder der Papa jagt den Junior noch mal los, damit er aus dem Drive-In eine Tüte Fertig-Essen besorgt. "Fastfood ist aber keineswegs eine modische Erscheinung." Das hat Andrea Martens, Mitarbeiterin im Egerland-Museum, beim Stöbern in alter Lektüre herausgefunden. Sie geht zurück bis in jene blutrünstigen Zeiten, als sich die "Herrschaft" auf den Rängen räkelt, um beim Foltern oder bei Hinrichtungen des Fußvolks genüsslich kleine Häppchen zu verschlingen. "Das hat mich so gefesselt, dass ich mir vorgenommen habe, zur Langen Nacht der Museen Mittelalter-Fastfood anzubieten."