Pressestelle in der Kritik Piraten fordern klarere Kommunikation

Die Homepage der Stadt Hof – die Piraten kritisieren, dass die Allgemeinverfügung nicht klar kommuniziert wurde. Foto: Ertel

Die Hofer Piraten fordern in einem Antrag an die Stadt Hof, die Öffentlichkeits- und Pressearbeit neu auszurichten. Anlass sind die Verwirrungen um die Inhalte und die Kommunikation der Allgemeinverfügungen Ende Dezember.

Hof - Die Pressestelle habe die Allgemeinverfügungen der Stadt Hof im Wortlaut veröffentlicht, ohne sie dem Bürger zu erklären. „ Das Lesen und Verstehen dieser Allgemeinverfügungen ist schwierig, für den benachteiligten Leser gar unmöglich“, schreibt Michael Böhm, Stadtrat in Hof und Vorsitzender des Kreisverbandes, im Antrag. Die Informationen müssten aber redaktionell aufgearbeitet werden, um sicherzustellen, dass sie auch verstanden werden. Wenn die Infos nicht klar und unmissverständlich transportiert werden, führe das in den sozialen Medien „zum Aufkeimen von Falschinformation und fehlerhafter Deutung“, die schnell verbreitet würden. Ist die Falschinformation erstmal im Umlauf, sei es unmöglich, die Sachverhalte richtigzustellen.

Böhm weist im Antrag auch auf den Kommentar in der Frankenpost vom 19. Dezember hin, der kritisiert, dass die Pressestelle es versäumt hatte, die juristischen Texte für alle „lesbar“ zu machen und auch für die Medien rechtzeitig und unkompliziert zur Verfügung zu stellen.

Das Ziel der Neuausrichtung solle laut Böhm sein, dass die Bürger rechtzeitig und in leicht verständlicher Sprache über aktuelle Entscheidungen und Verfügungen der Stadt informiert werden – auch mithilfe von Infografiken und in mehreren Sprachen. Die Pressestelle solle alle Kanäle der modernen Kommunikation, insbesondere die sozialen Medien, nutzen, – und zwar im Dialog. Eine barrierefreie und schnelle Information der Bürger solle ein Hauptaufgabengebiet der Stadt werden. red

 

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