Ulm/Wunsiedel - Am Rande einer Informationskonferenz mit 70 Bürgermeistern und Vertretern von Landkreisen am Mittwoch in Ulm hat der Präsident des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, auf den zu erwartenden Widerstand gegen ein Atomendlager hingewiesen. "Die Begeisterung für ein Endlager wird sich in Grenzen halten. Es wird Widerstand geben", sagte König. Der Amtsleiter wies aber auf die seit sieben Jahren währenden gesetzlichen Vorarbeiten für ein "faires, transparentes und nachvollziehbares Verfahren" bei der Endlagersuche hin, die 2017 im von einer breiten Mehrheit im Bundestag und allen Ländern verabschiedeten Standortauswahlgesetz mündeten. Dass die dort aufgestellten Maßstäbe eingehalten werden, das sei die Aufgabe seiner Behörde, sie überwache das Auswahlverfahren. Für die Suche nach dem Standort sowie später Planung und Bau des Lagers ist die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung zuständig, die derzeit geologische Daten aus dem gesamten Bundesgebiet erhebt und Mitte 2020 erstmals Teilgebiete nennen will, in denen "potenziell" die Errichtung eines Endlagers möglich ist.