Wunsiedel/New York - Der Aufmarsch der extremen Rechten in Charlottesville/Virginia hat in den USA eine Diskussion über den Umgang mit Neonazis entflammt. In einem Artikel in der renommierten "New York Times" vergleicht der Autor Charlottesville mit Wunsiedel. Er erläutert den amerikanischen Lesern den jahrelangen Kampf, den die Bürger der Festspielstadt mit den Aufmärschen von Neonazis haben und stellt die Strategien als beispielgebend auch für amerikanische Verhältnisse vor. Allen voran empfiehlt der Journalist die Taktik des "subversiven Humors". Denn "violance is simply bad strategy", also Gewalt ist die schlechteste Strategie. In Charlottesville habe es Gegendemonstranten gegeben, die Gewalt als Mittel im Kampf gegen die Neonazis und Rassisten befürworteten. Umso bemerkenswerter findet der Autor den "Spendenlauf", in den die Gegendemonstranten 2014 den Nazi-Aufmarsch in Wunsiedel verwandelt haben. Er schildert die auf die Strecke gemalte Start- und Ziellinie und den Verpflegungsstand "Mein Mampf" mit den Bananen.