Wunsiedel - Andreas Mottl nimmt kein Blatt vor den Mund: "Ja, wir stehen kurz vor der Schließung", sagt der Leiter des Seniorenheims Siebenstern in Marktredwitz . Während sich mehrere Heimleiter nicht öffentlich zu der wegen der Corona-Pandemie von Tschechien angeordneten Grenzsperre für Pendler äußern wollen, berichtet Mottl ohne Umschweife, wie die Lage für seine Einrichtung ist. "Wir haben 15,5 Vollzeitstellen, ein Drittel des Personals kommt aus Tschechien. Da kann man sich leicht ausrechnen, wie es weitergeht." Einige Tage, vielleicht Wochen könne der Betrieb irgendwie weiterlaufen. "Doch wenn wir unsere Bewohner nicht mehr adäquat versorgen können, bleibt uns nichts anderes übrig, als deren Angehörigen zu informieren und zu bitten, sie abzuholen." Genau dies tue ihm leid, da unter normalen Umständen Seniorenheime mit die sichersten Orte sind. "Wir haben strikte Zugangssperren und desinfizieren wirklich jeden Bereich."