Wunsiedel Wieder ein Adventsmarkt

Die Wunsiedler können sich auf stimmungsvolle Weihnachten freuen. Foto: /Boris_Roessler/dpa

Die Stadt feiert trotz aller Krisen Weihnachten – allerdings in einer bescheidenen Form. Auf den Glühweinbrunnen müssen die Bürger ebenfalls nicht verzichten.

Ein wenig wird Wunsiedel im Advent dann doch leuchten. Trotz aller Krisen. Darauf verständigte sich der Stadtrat. So hängen in der Ludwig- und der Maximilianstraße auf Höhe des Marktplatzes Lichterketten, und an zwei Adventswochenenden können sich die Bürger am Weihnachtsmarkt treffen. Wichtig, wie Wilfried Kukla (Grünbunt) herausstellt, ist der Glühweinbrunnen. „Ja, den wird es wieder geben“, versichert denn auch Tourismus- und Eventbeauftragte Melanie Wehner-Engel. Für eben jenen Brunnen und die große Erzgebirgs-Pyramide sind die Stadträte selbst verantwortlich. Sie werden beim Aufbau ihre handwerklichen Fähigkeiten beweisen und fungieren als Glühweinverkäufer. „Es ist doch ein schönes Zeichen, wenn die Räte der unterschiedlichen Parteien und Gruppierungen im Brunnen stehen.“

Stimmung darf nichts kosten

Wie seit Jahren in Wunsiedel darf die Adventsstimmung in der Stadt am besten so gut wie nichts kosten. „Wird sie auch nicht“, versichert Bürgermeister Nicolas Lahovnik. Außerdem wolle die Stadt angesichts der Energiekrise ein Zeichen setzen und Strom sparen. Daher hängen diesmal lediglich sechs Lichterketten über den Straßen, normalerweise sind es doppelt so viele. Und sie werden lediglich in den Abendstunden von 17 bis 22 Uhr, also kürzer als in den Vorjahren, brennen, als die Ketten etwa 3500 Kilowattstunden Strom verbraucht hatten. „In der jüngsten Bürgermeisterbesprechung hat sich herauskristallisiert, dass es in allen Städten und Gemeinden im Landkreis zwar Weihnachtsbeleuchtungen geben wird, allerdings in bescheidenerer Form“ , berichtete Lahovnik. Für den Einzelhandel und vor allem für die Stimmung der Bevölkerung seien die Lichter wertvoll. Dies sähen alle Kollegen so. „Immerhin befinden wir uns in einer wirklich dunklen Zeit. Deshalb wollen wir zumindest für ein wenig weihnachtliche Stimmung sorgen.“

Im Glühweinbrunnen stehen Stadträte

Dank stromsparender LED-Lichter ist der Energieverbrauch schon bisher relativ gering gewesen. „Aber da viele Menschen gezwungen sein werden, zu sparen, wäre es das falsche Signal, wenn die Stadt dies nicht auch täte.“

Die Stadträte sind diesmal nicht nur als Handwerker und Schankwirte gefragt. Die letztlich wahrscheinlich doch anfallenden Kosten für den Aufbau der Pyramide und des Glühweinbrunnens übernehmen die Räte aus eigener Tasche. Der Mittelalterverein Hundlinge stellt laut Melanie Wehner-Engel die Feuerschalen und anderes Zubehör für den Weihnachtsmarkt zur Verfügung, damit eine stimmungsvolle Atmosphäre entsteht. „Und wir vom Bürgerforum übernehmen wieder die LED-Beleuchtung und die Verkabelung für den Adventskalender in den Rathausfenstern“, sagte Stefan Frank, Vorsitzender des Vereins und SPD-Stadtrat. Bisher leuchtete der Adventskalender stets ab 6 Uhr am Morgen. In diesem Advent brennen die Lichter von 17 bis 22 Uhr.

Auf Christbäume müssen die Wunsiedler ebenfalls nicht verzichten. Dieses Jahr stellt die Stadt laut Melanie Wehner-Engel kleinere Exemplare auf. Die drei Bäume stehen am Marktplatz, an der Stadtkirche Sankt Veit und und an der Kreuzung Ludwigstraße-Marktredwitzer Straße.

Budenstadt

2. und 3. Advent
Der kleine Weihnachtsmarkt am Marktplatz wird am zweiten und dritten Wochenende im Advent zum Treffpunkt für die Bürger. Folgende Öffnungszeiten sind geplant: Freitag, 2. Dezember, 16 bis 20 Uhr, Samstag, 3. Dezember, 16 bis 20 Uhr, Sonntag, 4. Dezember, 14 bis 18 Uhr, Freitag, 9. Dezember, 16 bis 20 Uhr, Samstag, 10. Dezember, 16 bis 20 Uhr und Sonntag, 11. Dezember, 14 bis 18 Uhr.

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