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Fichtelgebirge

Lugy muss bis Sommer improvisieren

Der Wasserschaden an Heiligabend hat noch immer Folgen für den Schulbetrieb. Vor allem den nagelneuen Chemiesaal hat es übel erwischt.



In einem Klassenzimmer hat Schulleiter Joachim Zembsch sein Büro bezogen.
In einem Klassenzimmer hat Schulleiter Joachim Zembsch sein Büro bezogen.   » zu den Bildern

Wunsiedel - Einen Vorteil hat der  Wasserschaden im Luisenburg-Gymnasium : Schulleiter Joachim Zembsch nutzt die Gelegenheit, peu à peu seine Schränke auszumisten. "Im Laufe der Jahre sammelt sich ja so einiges Papier an", sagt er. Die komplette Schulleitung samt Sekretariat hatte es - wie berichtet- an Heiligabend voll erwischt. Aus einem locker gewordenen Wasserrohr am Boiler ist ein ganzes Wochenende Wasser ausgelaufen. "Als mich der Hausmeister an Heiligabend gegen 11 Uhr informiert hat, bin ich sofort in die Schule geeilt und habe mir die Bescherung angesehen", sagt Zembsch. Mehrere Zentimeter hoch stand das Wasser im Sekretariat und vor allem in seinem Büro. Dank den Helfern der Wunsiedler Feuerwehr, denen der Schulleiter großes Lob zollt, gelang es binnen einiger Stunden, das Wasser abzupumpen und auch per Hand abzuschöpfen.

Uwe Göbel neuer Konrektor

Einen neuen Konrektor gibt es am Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel. Nach dem Ausscheiden von Gabriele Neumüller-Wölfl zum Halbjahr übernimmt Uwe Göbel die Konrektoren-Stelle. Er war bisher Mitarbeiter der Schulleitung. Diese Stelle bleibt nun bis zum 1. August unbesetzt. Als Konrektor ist Göbel unter anderem für die Klasseneinteilung, die Pflege des Schulverwaltungs-Programms und die Planung für die Abitur-Prüfungen zuständig. Auch stellt er Prüfungsausschüsse zusammen und kümmert sich um das Entschuldigungs-Wesen. Jeden Tag gibt es an der Schule mindestens 25 Entschuldigungs-Fälle. Der Mathematik- und Physiklehrer wird nach wie vor zehn Stunden pro Woche unterrichten. "Das ist auch wichtig, weil der Kontakt zu den Schülern spannend ist. Jeder Lehrer will doch in erster Linie unterrichten", sagt Göbel.

 

Die Folgen des Schadens sind noch heute spürbar und im Fall des neuen Chemie-Raums wahrscheinlich auch kostspielig. Mitte April vergangenen Jahres hat die Schulgemeinschaft samt Landrat Dr. Karl Döhler den aufwendig erneuerten Chemiesaal eingeweiht. 150 000 Euro hatte der Landkreis investiert, um den Schülern die besten Bedingungen zu präsentieren. Dummerweise hat sich der Wasserschaden ausgerechnet oberhalb des High-Tech-Raums ereignet. Über Leitungsschächte ist das Wasser aus dem Sekretariat in die Deckenverkleidung des Chemie-Saals gelaufen. "Während die Rigips-Platten in der Mitte noch hängen, haben sich die äußeren gelöst und sind unter anderem auf einen Laptop und die Dokumentenkamera gefallen", sagt Zembsch. Ob noch weitere bleibende Schäden entstanden sind, steht nicht ganz fest. Noch ist der Raum feucht und muss erst richtig trocknen. "Danach werden wir die Wände und die Decken streichen lassen müssen." Wie hoch der Schaden am Chemie-Saal ist, lässt sich laut Joachim Zembsch noch nicht beziffern. Auch einige Möbel und die Böden im Sekretariat und Direktorat sind beschädigt worden und müssen erneuert werden.

 

Ein großes Kompliment macht der Schulleiter den zuständigen Mitarbeitern des Landratsamtes. "Wie die sich eingesetzt haben, das war wirklich klasse. Wir haben uns immer auf deren Hilfe verlassen können." Auch dies habe dazu beigetragen, dass der Schulalltag fast normal weiterläuft. So seien innerhalb kürzester Zeit die EDV- und Telefonleitungen verlegt worden.

Noch müssen Zembsch und die weiteren Mitarbeiter der Verwaltung improvisieren. Der Direktor hat ein Klassenzimmer bezogen. Dieses bietet nicht nur Platz für seinen Schreib- und einen Besprechungstisch, sondern auch für die vielen Umzugskartons, die voll mit Ordnern und Akten gestopft sind. "Ich muss ab und zu mal etwas kramen, wenn ich einen bestimmten Ordner suche, aber das ist nicht weiter schlimm."

Da nun Zembsch und sein Stellvertreter Uwe Göbel je ein Klassenzimmer belegen, musste ein neuer Raumplan erstellt werden. "Wir haben aber alles im Griff, der Schulbetrieb läuft völlig normal", sagt Zembsch. Bis alle Räume wieder genutzt werden können, wird es noch bis Sommer dauern. Fotos: M. Bäu.

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Matthias Bäumler
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Veröffentlicht am:
01. 03. 2019
17:30 Uhr

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Matthias Bäumler

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Veröffentlicht am:
01. 03. 2019
17:30 Uhr



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