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Fichtelgebirge

"Luisen-Burger" der besonderen Art

Die Wunsiedler warten seit Jahren auf eine Gestaltung des markanten Platzes. Jetzt haben sich die Schüler der Fachschule für Steintechnik des Problems angenommen.



Stadtrat Roland Schöffel (Zweiter von rechts) diskutiert mit einem Steinfachschüler über einen Entwurf. Foto: Florian Miedl
Stadtrat Roland Schöffel (Zweiter von rechts) diskutiert mit einem Steinfachschüler über einen Entwurf. Foto: Florian Miedl  

Wunsiedel - Das Ende der Steinwüste ist in Sicht. Viele Wunsiedler ärgern sich seit Jahren über den tristen Kreisverkehr am E-Center. Dabei hätte der markante Platz, an dem täglich tausende Autos vorüberfahren, schon seit Jahren eine Zierde für Wunsiedel und eine Hommage an die Luisenburg-Festspiele sein sollen. Bürgermeister Karl-Willi Beck und der Stadtrat hatten den früheren Luisenburg-Intendanten Michael Lerchenberg mit einer Idee für die Gestaltung beauftragt. Daraus ist nichts geworden. Die neue künstlerische Leiterin, Birgit Simmler, hatte vor einiger Zeit die Idee, einen Wettbewerb unter den Steinfachschülern auszuloben. Am Donnerstag präsentierten die angehenden Techniker ihre Vorschläge dem Stadtrat.

Bürger bewerten

Die Entwürfe der Schüler stehen ab Mittwoch, 10. April, in der Fichtelgebirgshalle. Die Besucher können die Modelle bewerten und ihr Votum auf einer Karte abgeben. Die Karten werden am 25. April ausgezählt. Am 29. April tagt um 18 Uhr der Kulturausschuss in der Luisenburg-Talstation und wird eine Empfehlung an den Stadtrat abgeben. Hierbei berücksichtigen die Räte das Votum der Bürger. Die endgültige Entscheidung liegt in den Händen des Stadtrates.

Zwei Stelen aus Granit und in der Mitte ein Bildschirm, auf dem das aktuelle Luisenburg-Programm zu sehen ist. Fünf Findlinge mit einem stählernen Dach mit dem Schriftzug "Luisenburg-Festspiele". Ein schwarzer Vorhang aus Beton, vor dem zwei lebensgroße Figuren aus Aluminium posieren. Die Stadträte waren von den Modellen durchweg angetan. Besonders originell ist etwa der "Luisen-Burger". Dabei handelt es sich um einen Findling in Burgerform, der in der Mitte durchgeschnitten ist. Anstelle des Fleischpatties ist ein Stahlband mit dem Luisenburg-Schriftzug eingezogen. Als besonderer Clou leuchtet das "Fleisch" des Burgers in der Nacht.

 

Da die Kreationen von angehenden Technikern und nicht von Künstlern stammen, könnten sie auch tatsächlich verwirklicht werden. Die Schüler haben sich nicht nur Gedanken zur Gestaltung gemacht, sondern auch zu statischen Problemen und zu den Anforderungen des Straßenverkehrsrechts. So dürfen die Werke nach Auskunft des Staatlichen Bauamts Bayreuth nicht höher als drei Meter sein und müssen den Autofahrern freie Sicht auf das Verkehrsgeschehen lassen. Auch sollte sich das Luisenburg-Logo, das die meisten in irgendeiner Form integriert haben, auswechseln lassen, falls eines Tages ein neues kreiert wird. Schließlich müssen die Werke noch auf das Windrad auf dem Wildenberg Rücksicht nehmen. "Sollte hier mal wieder ein Flügel transportiert werden müssen, dann werden die Transporter viel Platz benötigen", sagte zweiter Bürgermeister Manfred Söllner.

Den Wettbewerb betreut hat Design-Lehrer Wolfgang Stefan, selbst Bildhauer. "Mir ist wichtig, dass die Formensprache gewahrt bleibt." Dies ist den Schülern offenbar durchwegs gelungen, wie Luisenburg-Leiterin Birgit Simmler sagte.

Jürgen Wunderlich, Außenstellenleiter der Steinfachschule, sieht in den Schülerarbeiten zugleich eine gute Werbung für die Schule.

Doch wann erblüht nun die Steinwüste auf dem Kreisverkehr? Manfred Söllner hofft, dass es im kommenden Jahr so weit sein wird. "Dieses Jahr wird es nicht mehr klappen."

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Matthias Bäumler
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Veröffentlicht am:
04. 04. 2019
19:06 Uhr

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Matthias Bäumler

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04. 04. 2019
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