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Ortsdurchfahrt Döhlau bald wieder offen

Am 20. Dezember rollen die Autos wieder durch die Gemeinde. Allerdings wird die Hofer Straße im Frühjahr 2020 erneut gesperrt - für die letzte Asphaltschicht.



Per symbolischem Buzzer nehmen Jürgen Wälzel von der Tiefbauverwaltung des Landkreises, Landrat Oliver Bär und Bürgermeister Thomas Knauer (von links) die neue Fußgängerampel in Betrieb; hinten zu sehen sind Vertreter des Landkreises und der ausführenden Baufirma. Foto: Gödde
Per symbolischem Buzzer nehmen Jürgen Wälzel von der Tiefbauverwaltung des Landkreises, Landrat Oliver Bär und Bürgermeister Thomas Knauer (von links) die neue Fußgängerampel in Betrieb; hinten zu sehen sind Vertreter des Landkreises und der ausführenden Baufirma. Foto: Gödde  

Döhlau - Vom 20. Dezember an rollt der Verkehr wieder durch Döhlau. Seit März hatten Gemeinde und Landkreis zusammen an der Erneuerung der Ortsdurchfahrt gearbeitet. Gestern weihten die Beteiligten die erste und einzige Fußgängerampel im Ortsgebiet ein, die die Verkehrssicherheit für Fußgänger an der gewundenen Hofer Straße erhöhen soll. Zwar hatte es beim Bau die eine oder andere Verzögerung gegeben, doch zum Ende hin trafen die Prognosen zur Fertigstellung ein. Wobei sich die endgültige Fertigstellung noch bis ins Frühjahr hinziehen wird. Zwar wird die Hofer Straße, die aktuell noch etwa ab oberhalb der Bäckerei gesperrt ist, ab dem 20. Dezember wieder für Pkw befahrbar sein, Lkw müssen hingegen weiterhin die Umleitungen nutzen. Der Grund: Die Deckschicht wird erst im Frühjahr aufgetragen. Dafür ist es nach Aussage von Jürgen Wälzel vom Landratsamt Hof bereits zu kalt: "Wenn es so kalt ist wie jetzt, dann verbinden sich die Schichten nicht richtig. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Deckschicht nicht richtig verdichtet, wenn wir sie jetzt schon aufbringen." Die Folge wäre wohl, dass der Landkreis schon in fünf, sechs Jahren an der Straße nachbessern müsste - anstatt nach 20 bis 25 Jahren -, weil der Asphalt frühzeitig sehr spröde wird.

Die Kosten

Für den Landkreis ist die deutliche Aufwertung der Hofer Straße auch ein erheblicher finanzieller Aufwand gewesen, auch wenn den Löwenanteil der Freistaat zahlt. 2,8 Millionen Euro kostet der Ausbau. Die förderfähigen Kosten unterstützt München mit 90 Prozent Förderung. Die Gemeinde Döhlau trägt ihrerseits noch einmal rund 600 000 Euro - ungefördert.

 

Die Baustelle war nicht nur für die Baufirmen und die Planer ein Haufen Arbeit, auch die laut Bürgermeister Thomas Knauer etwa drei Dutzend Anlieger waren einigermaßen gebeutelt. Knauer aber lobte das Zusammenspiel zwischen Gemeinde, Landratsamt und den Anliegern. "Wir hatten jetzt unsere 34. Besprechung", sagte er. Jede Woche hätten sich die Beteiligten gegenseitig auf den neuesten Stand gebracht, um etwaige Komplikationen direkt aus der Welt zu schaffen. "Schön, dass die Baufirma hier die Kompromisse eingegangen ist, um den Anliegern, insbesondere den Gewerbetreibenden, die Zufahrt zu ihren Grundstücken zu ermöglichen", sagt Bürgermeister Thomas Knauer.

 

Die Fußgängerampel ist übrigens weder ein Wunsch der Gemeinde Döhlau noch des Landkreises Hof. Die Regierung von Oberfranken hat die Ampel zur Bedingung für eine Bezuschussung gemacht. "Ein Zebrastreifen wäre aus ihrer Sicht nicht sicher genug gewesen", sagte Landrat Oliver Bär zur Erklärung. Und Thomas Knauer ergänzt, dass der Gehsteig jeweils nur auf einer Seite der Straße verläuft und der Fußgänger die Straße aus diesem Grund zweimal queren muss. Dort, wo der Gehsteig wieder von der West- auf die Ostseite wechselt, steht nun die Ampel. Ein Stück die Straße hinauf in Richtung Oberkotzau wird es künftig eine Querungshilfe geben.

Bis zum 19. Dezember werden nun noch einige Restarbeiten an der Baustelle laufen, insbesondere am Straßenrand. Dann wird sie vorerst abgebaut. Der Gehweg wird dann noch nicht asphaltiert sein. "Wir werden aber versuchen, den Gehweg im Winter immer zu räumen", verspricht Bürgermeister Knauer. Zwar gehe das auf Asphalt deutlich einfacher, doch auch so sollte sich eine Möglichkeit finden. Sobald die Temperaturen im Frühjahr es zulassen, will der Landkreis die Deckschicht auftragen. Jürgen Wälzel mag sich nicht so recht festlegen, wie viel Zeit das voraussichtlich in Anspruch nehmen könnte. Er sagt nur: "Ein paar Wochen."

Autor
Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2019
17:20 Uhr

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Patrick Gödde

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Veröffentlicht am:
05. 12. 2019
17:20 Uhr



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