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Stadt will das Rathausviertel umbauen

Der Anbau an das Rathaus soll Mitte 2020 fertig sein. Danach soll die Aufwertung im Umfeld weitergehen. Die Freude im Stadtrat ist groß - vor allem aus einem Grund.



Wie der Erweiterungsbau am Rathaus einmal aussehen wird, ist schon deutlich erkennbar. Die Stadt rechnet damit, dass die Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen sind. Foto: Thomas Neumann
Wie der Erweiterungsbau am Rathaus einmal aussehen wird, ist schon deutlich erkennbar. Die Stadt rechnet damit, dass die Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2020 abgeschlossen sind. Foto: Thomas Neumann  

Hof - Am Ende haben sogar eiserne Kritiker des Rathausanbaus in die Lobeshymnen eingestimmt: Joachim Dumann (FAB) befürwortete ausdrücklich die geplante Aufwertung des Biedermeierviertels. "Hier entsteht ein Schmuckstück." Sein Fraktionskollege Reinhard Meringer ergänzte, es sei eine gute Lösung für das Umfeld des Rathauses gefunden worden.

Auslöser der Freudenbekundungen im Stadtrat war die Entscheidung, das Rathausviertel in drei Schritten innerhalb von fünf Jahren komplett umzubauen. Was die Euphorie noch steigerte: Die Stadt wird wohl von Fördermitteln aus dem Stadtumbau West profitieren.

Konkret sind drei Einzelprojekte geplant:

- die Außenanlagen des Rathauses mit Serenadenhof

- Aufwertung von Bürgerstraße und Karolinenstraße

- die Umgestaltung des Vorplatzes am Rathausanbau

Bisherige Berechnungen gehen von Kosten in Höhe von 1,475 Millionen Euro aus. Die Verwaltung wird nun den Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken einreichen. Die Stadt rechnet mit einem Zuschuss von 60 Prozent auf die förderfähigen Kosten - das entspricht einer Summe von 885 000 Euro aus dem Bund-Länder-Programm. Der Eigenanteil der Stadt würde sich demnach auf 590 000 Euro belaufen.

Hintergrund: Die Regierung von Oberfranken stellte Städtebauförderung in Aussicht, wenn die Stadt über den Innenhof des Rathausanbaus hinaus plant. Daraus entstand der Gedanke, das Rathausareal insgesamt in Angriff zu nehmen. Dabei geht es unter anderem um einen Anschluss des Innenhofs an die Ludwigstraße und um eine Anbindung des Anbaus an die Fußgängerzone in der Karolinenstraße. Die Stadt will bekanntlich das Biedermeierviertel als Sanierungsgebiet ausweisen. Daraus soll ein Impuls für künftige private Investitionen entstehen, wie es in der Sitzungsvorlage heißt.

Zunächst aber muss der Rathausanbau fertig sein. Stadtdirektor Franz Pischel erwartet ein Ende der Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2020. Den zügigen Baufortschritt hob CSU-Fraktionschef Wolfgang Fleischer hervor. Er erinnerte daran, dass der Bau des Verwaltungsgebäudes nicht förderfähig sei. Umso erfreulicher sei es, dass die Stadt eine Förderung für die Umgebung aufgetan habe.

Eben dieses Förderprogramm Stadtumbau West habe sich in der Innenstadt bestens bewährt, sagte Rainer Kellner (SPD). So habe die Stadt bereits zehn Millionen Euro in die Aufwertung der Ludwigstraße und ihrer Umgebung investieren können. Wirthplatz, Schultor und Oberes Tor nannte er als Meilensteine. Hinzu komme aber noch das millionenschwere Projekt der Volkshochschule Hofer Land, die ihr Weiterbildungszentrum in der Ludwigstraße eingerichtet habe, ergänzte Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner. "Der überaus gelungene Bau" leiste einen Beitrag zur Aufwertung des Quartiers rund ums Rathaus.

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Jan Fischer

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Veröffentlicht am:
24. 09. 2019
18:44 Uhr

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Jan Fischer

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24. 09. 2019
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