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Kulmbach

Stiftskirche und DDM locken die Besucher an

Den Tag des offenen Denkmals haben gestern zahlreiche Bürger genutzt, um die Sehenswürdigkeiten in ihren Nachbarorten zu erkunden. Ein Hotspot war die Schmiede.



Beim Formen der erhitzten Rund- und Flacheisen ist die Muskelkraft des Werkzeugschmieds gefragt.	Fotos: Werner Reißaus
Beim Formen der erhitzten Rund- und Flacheisen ist die Muskelkraft des Werkzeugschmieds gefragt. Fotos: Werner Reißaus   » zu den Bildern

Neuenmarkt/Himmelkron - Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit koordiniert, und dieses Jahr öffneten am gestrigen Sonntag deutschlandweit rund 8000 historische Baudenkmäler, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen und luden ein, sonst Verschlossenes oder Unbekanntes neu zu entdecken.

Wie in den Jahren zuvor beteiligte sich auch das Deutsche Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt an diesem Aktionstag mit interessanten Angeboten. Den ganzen Tag fanden in der historischen Schmiede des ehemaligen Bahnbetriebswerkes im Kohlenhof Vorführungen des Schmiedehandwerks statt. Außerdem bestand die Möglichkeit, am Nachmittag seine Ausdauer auf einer Fahrt mit der Handhebeldraisine des MEC 01 Münchberg zu testen.

Auf einer Führung unter dem Motto "Blick hinter die Kulissen" konnten Orte des Museums erkundet werden, die für Besucher normalerweise nicht zugänglich sind. Der 2005 rekonstruierte historische Kohlenhof des Museums verfügt über alle Anlagen, die zur Behandlung von Dampflokomotiven im Betrieb notwendig sind. Hier wurden am Nachmittag auf einem Rundgang diese einzelnen Stationen vorgestellt und die Arbeitsabläufe bei der Restaurierung einer Lok erklärt.

Die historische Schmiede bildete für die kleinen wie großen Besucher einen besonderen Anziehungspunkt. DDM-Mitarbeiter Jürgen Meserth brachte das alte Schmiedehandwerk wieder in Erinnerung und formte über einer Feuersglut von bis 1000 Grad verschiedene Rund- und Flacheisen. Dabei zeigte Meserth auf, dass das Schmiedehandwerk in drei Kategorien aufgeteilt ist: den Kunstschmied, den Hufschmied und den herkömmlichen Werkzeugschmied.

Für eine umfangreiche Führung war zum Tag des offenen Denkmals in Himmelkron die Stiftskirche geöffnet. Heide Bächer ging dabei auch auf die frühere Klosteranlage und die Geschichte der Markgrafen und die Zeit danach ein. Die Himmelkronerin erwies sich einmal mehr als profunde Kennerin der Geschichte des einstigen Klosterdorfs. Seit 1990 steht Heide Bächer nunmehr schon für derartige Führungen bereit, und man spürt, dass ihr die Aufgabe Freude bereitet. Dabei pflegt Heide Bächer, ihre Führung, die in der Regel ein bis eineinhalb Stunden dauert, so lebendig wie möglich zu halten. Bei der ersten Führung, die gestern um 14 Uhr begann, waren knapp 20 Personen dabei, die alle von auswärts nach Himmelkron gekommen waren. Wie Lena Uhlig aus dem benachbarten Bad Berneck: "Ich wollte einfach einmal die Geschichte vom Kloster hören, weil es ja direkt vor meiner Haustür ist. Ich fahre immer mit dem Auto vorbei, und jetzt dachte ich mir, jetzt fahre ich mal hierher, um was Näheres zu erfahren. Ich war aber schon mal in der Kirche und auch im Kreuzgang."

Das Ehepaar Wolfgang und Magda Passenheim aus Wirsberg nutzte den "Tag des Denkmals" gleich zu mehreren Stationen. Nach der Stiftskirche Himmelkron folgten in Kulmbach der "Ratskeller" und in Mainleus das Sanierungsprojekt Hornschuchhausen. Die Passenheims waren jedenfalls sehr gespannt auf die Führung in der Stiftskirche. Magda Passenheim: "Die Kirche ist ja in unserer Heimatnähe, aber wir haben sie in der ganzen Zeit nie kennengelernt." Werner Reißaus

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Karin Reißaus
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Veröffentlicht am:
08. 09. 2019
18:24 Uhr

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Karin Reißaus

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Veröffentlicht am:
08. 09. 2019
18:24 Uhr



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